Konstantinos Karetas, Giannis Konstantelias, Joey Veerman, davor Joane Gadou, Kaua Prates, Justin Lerma: Im Kader des BVB hat sich auf der Zugangsseite in diesem Transfersommer einiges getan. Doch noch soll nicht endgültig Schluss sein. Nach dem Abgang von Yan Couto besteht noch Handlungsbedarf auf der rechten Seite.
Dort galt zuletzt eigentlich Hector Fort vom FC Barcelona als aussichtsreichster Kandidat auf einen Wechsel nach Dortmund. Doch nach Angaben der As beschäftigen sich die Schwarzgelben um Sportdirektor Ole Book angeblich auch mit einer Verpflichtung des Brasilianers Angelo, der aktuell bei Al Nassr unter Vertrag steht.
Dorthin war der nominelle Flügelspieler im Sommer 2024 für 23 Millionen Euro gewechselt, nachdem sein Engagement beim FC Chelsea ohne Pflichtspieleinsatz vonstatten gegangen war. Der 21-Jährige kam 2023 für 15 Millionen Euro vom FC Santos an die Stamford Bridge, wurde dann aber auf Leihbasis an Racing Straßburg weitergereicht.
Chelsea und Racing sind beide im Besitz der Blue Group. Der französische Erstligist fungiert quasi als Auffangbecken für teuer verpflichtete Chelsea-Talente, die sich noch auf Profilevel entwickeln sollen, um den Blues am Ende einen Transfergewinn abzuwerfen. So wie im Fall von Angelo.
Der Rechtsaußen spielte eine gute Saison für Straßburg (21 Ligaspiele, vier Vorlagen), ehe er aufgrund einer Schambeinentzündung lange pausieren musste. Al Nassr schlug dennoch zu und sollte dies nicht bereuen. In 79 Pflichtspielen hält der Brasilianer bis dato bei 33 Torbeteiligungen.
BVB-Transfer von Angelo eher unwahrscheinlich - es gibt aber ein Szenario
Dass der BVB nun aber tatsächlich ins Werben um den 21-Jährigen einsteigt, darf bezweifelt werden. Einerseits wegen der von Al Nassr laut As aufgerufenen 30 Millionen Euro, die der BVB wohl investieren müsste, um Angelo aus seinem bis 2029 laufenden Vertrag rauszukaufen. Andererseits sind die Positionen in der Offensive durch die Neuzugänge mittlerweile in Dortmund bestens und zumeist auch doppelt besetzt.
Allerdings plant Trainer Niko Kovac auch mit Maximilian Beier aktuell als Schienenspieler in seinem Dreierkettensystem. Beier ist wie Angelo ein gelernter Offensivspieler. Ein kleines, wenn auch unwahrscheinliches Szenario böte sich also an.
Dennoch würde eine kostspielige BVB-Verpflichtung des ehemaligen U20-Nationalspielers, der seit zwei Jahren nicht auf absolutem Top-Niveau gespielt hat, einer Sensation gleichkommen und so gar nicht in die aktuellen Transfertätigkeiten des Klubs unter Book passen.








