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imago-sport-1077611140.jpgGonzales Photo

Einstiges BVB-Wunderkind will in die Türkei: Youssoufa Moukoko vor Überraschungs-Transfer

Laut übereinstimmenden Medienberichten wird Moukoko den FC Kopenhagen nach nur etwas mehr als einem Jahr schon wieder verlassen. Klub- und Spielerseite haben sich offenbar auf einen Abgang geeinigt.

Mehrere Teams aus der Türkei sollen an dem zweifachen Nationalspieler interessiert gewesen sein. Den Zuschlag soll am Ende Corumspor FK erhalten haben. Der Aufsteiger hofft, den 21-Jährigen noch am Montag zum Medizincheck zu empfangen. Einzig letzte Details müssen zwischen Corumspor und Kopenhagen noch geklärt werden. Laut dem Portal Bold.dk steht als Transfermodell eine Leihe mit Kaufoption im Raum. Moukoko wartet derweil schon am Flughafen in Istanbul auf das grüne Licht.

In der vergangenen Saison war Moukoko noch Topscorer in Kopenhagen. In 41 Pflichtspielen gelangen ihm 18 Treffer sowie drei Vorlagen. Die Statistiken wurden jedoch durch eine enttäuschende Saison des Rekordmeisters aufgehübscht.

Schlecht wie noch nie: Kopenhagen mit historischer Horrorsaison

Erstmals in der Klubgeschichte wurde die Meisterrunde verpasst. Stattdessen musste Kopenhagen in die Relegationsrunde, in der Moukoko sechs Treffer erzielte. Zudem traf er ebenfalls sechsmal im Pokal. In der Hauptrunde hatte es nur zur drei Treffern in 18 Partien gereicht. Ex-Bundesligaprofi Thomas Delaney, auch einst für den BVB aktiv, erklärte mit Blick auf die Saison des eigentlichen Top-Teams: "Ich schäme mich zutiefst. Das ist die Hölle."

In der laufenden Saison schmorte Moukoko in zehn Pflichtspielen fünfmal über 90 Minuten auf der Bank. In den anderen fünf Partien kam er zwar immerhin auf 301 Spielminuten, blieb jedoch komplett ohne Torbeteiligung.

Germany v Japan: Group E - FIFA World Cup Qatar 2022Getty Images

Er war sogar bei der WM dabei: Moukoko startete beim BVB als Wunderkind durch

Moukoko hatte nach einer kurzen Zeit beim FC St. Pauli als Jugendspieler im Trikot der Schwarzgelben dominiert, obwohl er deutlich ältere Gegenspieler hatte. Bereits mit 14 Jahren spielte er in der A-Junioren-Bundesliga und erzielte bei seinem Debüt sechs Treffer. Einen Tag nach seinem 16. Geburtstag debütierte er für den BVB in der Bundesliga und wurde kurz darauf der jüngste Torschütze der Bundesligageschichte.

Anschließend gelang ihm bei der Borussia der Sprung in die A-Nationalmannschaft und der damalige Bundestrainer Hansi Flick nahm den Offensivspieler als Teil des finalen Kaders 2022 zur Weltmeisterschaft nach Katar mit. Bei der 0:1-Niederlage gegen Japan kam Moukoko zu einem Kurzeinsatz.

FBL-FRA-LIGUE1-LENS-NICEGetty Images

Aus bei der U21: Moukoko erlebte in Frankreich seinen Tiefpunkt

Beim BVB konnte er sich jedoch nicht langfristig durchsetzen und wurde nach den Verpflichtungen von Serhou Guirassy und Maximilian Beier zu Saisonbeginn 2024/2025 für den Rest der Spielzeit nach Frankreich ausgeliehen. Beim OGC Nizza kam er insgesamt auf 22 Einsätze (zwei Tore, drei Vorlagen). Nachdem er zu Saisonbeginn noch regelmäßige Einsatzzeiten erhielt und vor allem in der Europa League zum Einsatz kam, spielte er ab Februar 2025 gar keine Rolle mehr und pendelte nur noch zwischen Bank und Tribüne. Dass er nicht für die U21-EM nominiert wurde, war gleichbedeutend mit dem Tiefpunkt.

Wenig überraschend verzichtete Nizza darauf, die Kaufoption in Höhe von 18 Millionen Euro zu ziehen. Moukoko kehrte im Sommer 2025 zum BVB zurück. In Dortmund hatte er jedoch weiterhin keine Zukunft und wurde daher für fünf Millionen Euro nach Kopenhagen verkauft. Auch dort blieb er nicht lange.

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