"Ich bin traurig, das ist normal. Es war ein Schock. Mein Sohn hätte durch die große Tür gehen können, und so ist er durch die kleine Tür gegangen", sagte Maria Dolores dos Santos Aveiro (71) der portugiesischen Zeitschrift TV 7 Dias. "Aber das macht nichts, Gott wird sich darum kümmern." Wegen der Vorfälle habe sie "ein bisschen geweint. Das tut auch gut, um etwas loszulassen. Wir müssen das jetzt überwinden."
Ronaldo hatte nach einer Meinungsverschiedenheit mit Nationaltrainer Jorge Jesus vergangene Woche überhastet das Teamcamp der portugiesischen Nationalmannschaft in Dänemark verlassen. Es folgten wilde Debatten, sogar die Politik schaltete sich ein.
Anschließend legte der 41-Jährige von Al-Nassr mit einem ausführlichen Statement seine Sicht auf die Dinge dar und attackierte Jesus im Zuge dessen scharf. Ob er nochmal für die portugiesische Nationalmannschaft auflaufen wird, erscheint Stand jetzt offen.
Ronaldo-Mutter: "Er war schon immer der Held Portugals"
Nach seiner Abreise habe Ronaldo mit seiner Mutter telefoniert, wie sie nun verriet: "Er sagte zu mir: 'Mama, mach dir keine Sorgen. Ich werde die Wahrheit sagen, wenn wir alle zusammen sind.' Und ich antwortete: 'Okay, mein Sohn, dreh' die Sache wieder herum.' Und das war es. Ich habe ihm gesagt, er solle ruhig bleiben, aber nun ja, sein Kopf hat ihn dazu gebracht, das zu tun. Wir werden sehen. Ich habe ihm meine ganze Unterstützung gegeben, es hat nichts gebracht. Aber das macht nichts. Er hat Portugal so viel gegeben, deshalb ist er immer da. Er war schon immer der Held Portugals."
Nach Ansicht seiner Mutter würden die Portugiesen Ronaldo "nicht so würdigen, wie sie es sollten. Aber das ist eben der Portugiese, den wir haben." In den sozialen Netzwerk war zuletzt auch schon seine Schwester Elma Aveiro Ronaldo zur Seite gesprungen.
Ronaldo spielt seit 2003 für die portugiesische Nationalmannschaft. In 234 Einsätzen erzielte er 146 Tore. 2016 führte er Portugal zum Gewinn der EM, dem ersten großen Titel der Nation.

