"Ich finde, dass sich Max im vergangenen halben Jahr innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat. Wir alle - Karl-Heinz und ich, natürlich auch Herbert Hainer - sind von ihm viel besser über alles informiert worden, als das vorher der Fall war", sagte Hoeneß am Montagabend bei einer Gala zum 80-jährigen Bestehen der Basketball-Abteilung des FC Bayern. Hoeneß gehört genau wie Präsident Herbert Hainer und Karl-Heinz Rummenigge dem mächtigen Aufsichtsrat der Münchner an.
Vor diesen positiven Entwicklungen der vergangenen Monate habe Eberl laut Hoeneß beim FC Bayern "so ein bisschen ein Eigenbrötlerdasein geführt. Das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert. In dieser Beziehung hat er super gearbeitet".
Unmittelbar vor dem DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart Ende Mai hatte sich Hoeneß noch kritisch über Eberl geäußert. Es gebe "Zweifel" an seiner Arbeit, seine Chancen auf einen neuen Vertrag stünden nur "60 zu 40", sagte er damals in einem Interview mit dem Spiegel. Bereits Ende Juli beim Trainingslager am Tegernsee betonte Hoeneß jedoch, dass Eberls Verlängerungsaussichten auf "100 Prozent" angestiegen seien.
Uli Hoeneß lobt Max Eberl für die Sommertransfers des FC Bayern
Für diese Aussage habe Hoeneß intern "genug Ärger" bekommen, wie er nun verriet: "Aber wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Also deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera."
Als Grund für den schnellen Anstieg von Eberls Ansehen nannte Hoeneß neben seiner vermeintlich besseren Kommunikationspolitik auch die frühzeitig abgewickelten Sommertransfers. "Unseren Vorschlag, die Spieler möglichst früh zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer sind, hat er zu 100 Prozent umgesetzt", lobte Hoeneß. Nathaniel Brown und Ismael Saibari wechselten für jeweils 50 Millionen bereits Anfang Juli nach München.
"Auch das Budget, das wir vorgegeben hatten - wir wollten ja bis zu circa 50 Millionen investieren -, ist unterschritten worden. Ich denke, dass wir nur 30 Millionen investiert haben, weil durch Verkäufe fast 70 Millionen hereingekommen sind. Also da ist gute Arbeit geleistet worden", befand Hoeneß.



