HINTERGRUND
Heute symbolisiert Cheftrainer Diego Simeone wie kein anderer Atletico Madrid. Aber das war nicht immer so. Und als er selbst noch Profi war, zog es ihn gar zum ungeliebten Atleti-Nachbarn Real.
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Während seiner Zeit in Sevilla wurde Simeone von den Blancos beobachtet. Das war Mitte der 1990er Jahre und Gerüchte kamen auf, wonach er kurz vor einem Wechsel ins Santiago Bernabeu stand. Das Gerücht erhielt auch aufgrund der kurz darauf anstehenden Begegnung der beiden Mannschaften im Jahr 1994 zusätzliche Brisanz.
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel wurde der Mittelfeldspieler gefragt, ob er frustriert sei, dass Real Madrids Interesse nicht mit einem Angebot verbunden sei. Doch der Argentinier antwortete zunächst noch nüchtern: "Ich bin ein Profi und wenn ich kein Teil von Real Madrids Plänen bin, dann werde ich hier bleiben."
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Dann aber ergänzte er: "Falls ich Sevilla jemals verlassen werde, dann ist der einzige Klub, zu dem ich wechseln werde, Real Madrid. Kein anderes Team."
Die Liebe zu Madrid
Der frühere argentinische Nationalspieler wurde gefragt, was an Real Madrid so anziehend sei und er meinte: "Madrid hat etwas Besonderes. Alle Spieler auf der Welt träumen davon, das weiße Trikot Madrids tragen zu dürfen. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein Heuchler. Natürlich würde ich es gerne tragen, aber wenn es sich nicht ergibt, dann habe ich eben Pech.“

Simeones Nationalmannschaftskollege Fernando Redondo war zu dieser Zeit einer der Stars bei Real und der aktuelle Trainer von Atletico wurde gefragt, ob er deswegen neidisch sei. "Nein", antwortete er und fügte an: "Er ist mein Freund, mein Landsmann, er ist mein Team-Kollege im Nationalteam. Ich gratuliere ihm."
Wie sich dann herausstellte, wechselte Simeone 1994 schließlich doch noch nach Madrid, allerdings zu Atletico. Dort verbrachte er drei Spielzeiten, um dann von 2003 bis 2005 nochmals als Spieler zurückzukehren.
2011 kehrte er dann als Trainer zurück zu den Rojiblancos. Er formte aus Atletico eine Mannschaft, die im Derby gegen Real dagegenhält und anschließend auch oftmals siegreich vom Platz geht. Zum Beispiel im Finale der Copa del Rey 2013.
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Die Rivalität der beiden Mannschaften erhielt mit den Duellen in der Champions League zusätzliches Feuer. Und während der Spieler Simeone unbedingt einmal für Real spielen wollte, kommt dies für den Trainer Simeone nicht in Frage: "Ich würde es nicht tun, dass ist logisch. Es ist eine Herzensangelegenheit."
Gegen Real Madrid erlebte Simeone die schlimmsten Niederlagen seiner Karriere, als er in den Champions-League-Finalspielen von 2014 und 2016 gegen die Königlichen verlor. Am Dienstag treffen die beiden Mannschaften erneut aufeinander – erneut in der Champions League. Simeone hat inzwischen andere Gefühle für das weiße Trikot Madrids.





