Knapp eine Woche vor dem Start der WM 2018 in Russland trifft die deutsche Nationalmannschaft im letzten Testspiel auf Saudi-Arabien. Die Partie findet in der BayArena in Leverkusen statt und wird um 19:30 Uhr angepfiffen.
Speziell nach dem enttäuschenden Auftritt bei der 1:2-Niederlage gegen Österreich am vergangenen Wochenende steht die Mannschaft unter Zugzwang. "Wir waren viel zu schlampig im Spiel nach vorne. Ich nehme einige Erkenntnisse mit. Wenn wir so spielen, haben wir in Russland keine Chance. Da gibt es eine Menge aufzuarbeiten", erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach Spielschluss.
Goal hat zusammengestellt, wo ihr Deutschland gegen Saudi-Arabien heute live im TV und im LIVE-STREAM sehen könnt. Wer noch mehr Informationen, wie Aufstellung oder die Opta-Fakten und Stimmen vor der Partie bekommen möchte, findet alles in einem eigenen Artikel auf unserer Seite.
Getty ImagesDeutschland gegen Saudi-Arabien live im TV sehen: So geht's
Wie alle Länderspiele der DFB-Elf wird auch der letzte Test gegen Saudi-Arabien im Free-TV übertragen. Die ARD überträgt die Partie ab 18:50 Uhr. Zunächst werden Vorberichte und Interviews aus dem Trainingslager der deutschen Elf in Südtirol gezeigt, ehe um 19:30 Uhr der Ball rollt.
Alexander Bommes moderiert das Geschehen, während Gerd Gottlob das Spiel kommentieren wird.
Wer nicht nur an der Nationalmannschaft sondern auch an der Bundesliga interessiert ist, sollte auch nach dem Spiel gegen Saudi-Arabien nicht abschalten. Im Anschluss an das Länderspiel wird im Sportschau Club die erste Runde des DFB-Pokals 2018/19 ausgelost.
Deutschland vs. Saudi-Arabien im LIVE-STREAM
Wer nicht die Möglichkeit hat, am Freitagabend vor dem Fernseher zu sitzen oder Lust hat, die Partie im Freien zu schauen, kann auf den kostenlosen LIVE-STREAM der ARD zurückgreifen. Diesen findet man entweder auf der Homepage des Senders im Web-Browser oder in der als App für alle mobilen Geräte und Smart-TVs.
Um das Länderspiel der beiden WM-Teilnehmer auf seinem Smartphone, Tablet oder Smart-TV schauen zu können müssen lediglich die entsprechenden Apps aus dem Google Play- oder App-Store heruntergeladen werden. Der LIVE-STREAM der ARD ist 24 Stunden am Tag verfügbar und zeigt kostenfrei alle Inhalte, die auch im TV zu sehen sind.
getty ImagesDeutschland vs. Saudi-Arabien: Die Bilanz
| Deutschland | (bislang 2 Duelle) | Saudi-Arabien |
| 2 | SIEGE | 0 |
| 0 | UNENTSCHIEDEN | 0 |
| 0 | NIEDERLAGEN | 2 |
| 11 | TORE | 0 |
Vorbericht zu Deutschland vs. Saudi-Arabien
Nach 16 intensiven Tagen in Südtirol und der Enttäuschung gegen Österreich will sich die deutsche Nationalmannschaft bei der Generalprobe für Russland in WM-Form schießen. "Jeder ist bereit und möchte, dass es endlich los geht. Wir wollen einen guten Abschluss des Trainingslagers haben, gewinnen und mit einem guten Gefühl nach Russland fliegen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff vor dem letzten Test des Weltmeisters am Freitag in Leverkusen gegen Saudi-Arabien mit Nachdruck.
"Wir haben eine gute Basis, aber das letzte Fünkchen muss noch überspringen, den letzten Spirit müssen wir noch entwickeln", ergänzte Weltmeister Mats Hummels nach zuletzt fünf Länderspielen ohne Sieg. Am Donnerstagabend stand der Rückflug von Bozen nach Köln an, am Dienstag fliegt die deutsche Nationalmannschaft von Frankfurt/Main nach Moskau, wo sie vor den Toren der russischen Hauptstadt ihr Quartier in Watutinki beziehen wird.
Bis dahin hofft Bierhoff auch, dass sich die Emotionen um das Treffen von Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan halbwegs gelegt haben und es in Leverkusen "keine Pfiffe gibt. Wir haben sehr viel gemacht, und jetzt reicht es auch. Wir haben den Spielern gesagt, dass sie das abhaken müssen", sagte der Manager am Donnerstag in Eppan. Natürlich könne er die Verärgerung verstehen, "aber jetzt schauen wir nach vorne und stehen zusammen".
Mesut Özil fällt gegen Saudi-Arabien aus
Dies betonte auch Löw. "Jetzt geht es Richtung Russland und unser erstes Spiel gegen Mexiko. Bis dahin werden wir in einem sehr guten Zustand sein", versprach er. Nach dem 1:2 gegen Österreich intensivierte der Bundestrainer in den letzten Tagen das Taktiktraining, nachdem die Abstimmung nicht funktioniert hatte.
Man habe in Klagenfurt "einige Probleme aufgezeigt bekommen. Wir waren in einem Fahrwasser, in dem wir uns nicht mehr herausbewegt haben aus diesen Fehlern. Das muss sich ändern", forderte er. Es gebe für die Partie gegen Saudi-Arabien "gewisse Vorgaben, taktisch und spielerisch, die der Trainer sehen will", fügte Bierhoff an und nannte: "Konzentration, Abstimmung, Räume besetzen. Situationen schaffen, die wir einstudiert haben."
Nachdem Jerome Boateng laut Bierhoff wieder "hundert Prozent einsatzfähig ist", steht in Leverkusen nur Özil wegen einer Prellung am linken Knie nicht zur Verfügung. Es sei "nicht Dramatisches, aber wir wollen kein Risiko eingehen", sagte der Teammanager, der für die WM keine Gefahr sieht.
Deutschland bei WM-Generalprobe wohl mit Top-Elf
Dabei hatte Özil schon im Saisonendspurt wegen Rückenproblemen gefehlt und war mit Defiziten angereist. Er sehe aber, so Bierhoff, "keine Problematik, dass er es nicht schafft. Fitness kann man auch im Laufe des Turniers aufbauen. Außerdem gibt es genug Varianten." Gegen die Saudis könnte Julian Draxler ins Zentrum rücken, Marco Reus dafür auf der linken Außenbahn zum Einsatz kommen.
Bis auf Boateng, der wohl noch nicht beginnen wird, und Özil könnte Löw in der BayArena das Team aufbieten, das auch beim WM-Auftakt am 17. Juni in Moskau gegen Mexiko auf dem Platz stehen wird. Dazu gehören auch Thomas Müller, Toni Kroos und Hummels, die in Klagenfurt noch pausiert hatten. Im Tor wird Kapitän Manuel Neuer stehen, der nach seinem Comeback in Österreich weitere Spielpraxis erhalten soll. Auch Timo Werner wird als einzige Spitze beginnen, verriet Assistenztrainer Miroslav Klose. Doch egal, wer letztendlich spielt. Jeder wolle sich, unterstrich Jonas Hector, "noch mal beweisen, das ist Ansporn genug".





