Tottenham Hotspur kassiert am zehnten Spieltag der Premier League bei Leeds United eine 0:1-Niederlage. Stürmer Omar Marmoush enttäuscht einmal mehr und wird anschließend für seine Leistung abgewatscht.
Der ägyptische Nationalspieler stand in der Anfangsformation von Trainer Roberto de Zerbi, hatte aber nach gut einer Stunde bereits Feierabend, als ihn der Italiener für Dejan Kulusevski vom Feld nahm.
Ex-Spurs-Profi Jamie O'Hara war angesichts des schwachen Auftritts des Stürmers fassungslos. "Marmoush ist im Moment echt der reinste Schwindler", ätzte der 40-Jährige bei talkSPORT und legte nach: "Ich weiß nicht, was er da macht. Haben wir ihn von ManCity geholt? Oder haben wir seinen Zwillingsbruder verpflichtet? Ich weiß nicht, wer dieser Typ ist, denn er was er da macht, ist einfach kompletter Mist."
Marmoush kam im Sommer für ein Jahr auf Leihbasis von Manchester City. Allerdings beinhaltet der Deal mit den Skyblues eine Kaufpflicht, die geknüpft an Bedingungen nach dieser Saison greift. Dann werden umgerechnet 60 Millionen Euro Ablöse fällig, zuzüglich rund zwölf Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen.
Eine horrende Summe, wenn man die Leistungsdaten des ehemaligen Frankfurters berücksichtigt: Marmoush absolvierte für Tottenham bislang elf Einsätze, davon aber nur drei über die volle Distanz. Er markierte erst einen Treffer: Beim 3:1 gegen Aufsteiger Coventry City steuerte er ein Tor bei.
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Besonders frappierend ist dabei seine Auswärtsschwäche: Tatsächlich wartet Marmoush seit seinem 75-Millionen-Euro-Transfer von Eintracht Frankfurt zu Manchester City Anfang 2025 auf einen Treffer auf gegnerischem Terrain.
Getty ImagesFür City gelangen Marmoush in 62 Partien 16 Tore, nachdem er bei der SGE in 67 Partien 37-mal zugeschlagen hatte.
Roberto De Zerbi kritisiert Tottenhams Spieler nach Niederlage in Leeds
Die Niederlage in Leeds durch Noah Okafors Treffer Mitte der zweiten Halbzeit bedeutete einen Rückschlag für die Spurs. Sie hatten nach einem völlig verkorksten Saisonstart gerade mit drei Siegen in Folge in die Spur gefunden. Entsprechend bedient war auch Coach De Zerbi anschließend. Er kritisierte die mangelhafte Zweikampfführung seiner Spieler und wetterte: "Wir haben weder Charakter gezeigt noch das, was uns ausmacht. Das gehört zum Weg dazu. Es ist keine Ausrede, und im Fußball kann das normal sein, aber wir müssen ehrlich zu uns sein."
"Wenn man heute nicht ehrlich ist, sieht die Zukunft nicht gut aus", so De Zerbi weiter. Seine Mannschaft habe zwar Qualität und körperliche Stärke. Das bringe aber wenig, denn: "Wir haben keinen Charakter, keine Persönlichkeit und keinen Mut gezeigt."
Tottenham belegt in der Tabelle der Premier League aktuell den zehnten Platz, kann aber im Laufe des Spieltags noch auf Rang zwölf abrutschen.




