Auf der möglicherweise bevorstehenden Suche nach einer neuen Nummer zwei könnte der FC Bayern München unter anderem eine ziemlich pikante Lösung im Auge haben.
Wie der kicker berichtet, soll auch Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim Thema beim FCB sein. "Ganz sicher" würden Bayerns Verantwortliche über den 36-Jährigen sprechen, der bei der WM 2026 ursprünglich die deutsche Nummer eins sein sollte. Weil FCB-Keeper Manuel Neuer eigens für das Turnier in Nordamerika noch einmal in die Nationalmannschaft zurückkehrte, saß Baumann dann allerdings doch nur auf der Bank.
Wird er nun ausgerechnet Neuers Ersatz an der Säbener Straße? Der Vertrag des 40-Jährigen läuft am Saisonende aus, für dann gilt ein Karriereende Neuers ebenso als wahrscheinlich wie bei Sven Ulreich, der derzeitigen Nummer drei des deutschen Rekordmeisters. Auch Ulreichs Vertrag endet 2027.
Wer wird nach Neuer die Nummer eins beim FC Bayern?
Neuers Nachfolger als Stammbesetzung im Münchener Tor soll bekanntlich Jonas Urbig werden. Der 23-Jährige, der am Donnerstag im Nations-League-Spiel gegen Serbien in der Allianz-Arena sein Länderspieldebüt feiern wird, war Anfang 2025 vom 1. FC Köln gekommen und wird seither als Neuer-Erbe aufgebaut. Immer wieder bekommt Urbig daher Spielpraxis, in der laufenden Saison vertrat er Neuer bereits zweimal.
Getty ImagesLaut kicker will Bayern möglicherweise schon in der nächsten Länderspielpause im November, spätestens aber rund um den Jahreswechsel Gespräche mit Neuer und Ulreich führen. Dabei soll möglichst zeitnah geklärt werden, ob die beiden Keeper kommende Saison noch zur Verfügung stehen oder im Sommer 2027 aufhören.
Für letzteren Fall bräuchte Bayern selbstredend eine neue Nummer zwei, die dann die Rolle des Urbig-Backups ausfüllen würde. Auf der nun bereits angerissenen Suche danach spielt für die Münchener Verantwortlichen laut kicker unter anderem Loyalität eine entscheidenden Rolle - sprich, wie der neue Mann den Posten als Vertreter annehmen würde. Weitere Punkte, die dem FCB wohl wichtig sind: Erfahrung, möglichst günstig zu haben und hohe Qualität auch mit Ball am Fuß.
Nummer zwei beim FC Bayern? Ein Rekord könnte Oliver Baumann mehr reizen
Baumann wäre in puncto Erfahrung prädestiniert und würde wohl auch nicht allzu viel kosten, da er sich bereits im fortgeschrittenen Fußballeralter befindet und kommendes Jahr nur noch ein Jahr Restvertragszeit in Hoffenheim hat. Laut kicker gilt der 13-malige Nationalspieler, der von Jürgen Klopp für die ersten Spiele nach der WM allerdings nicht nominiert wurde, bei den Bayern als "Top-Lösung". Das Blatt gibt allerdings auch zu bedenken, dass Baumann noch den Rekord für die meisten Bundesligaspiele von Karl-Heinz Körbel (602) im Auge hat. 75 Einsätze im deutschen Oberhaus fehlen dem Hoffenheimer dazu aktuell noch - fraglich also diesbezüglich, ob er sich beim FCB hinten anstellen will und den Körbel-Rekord damit wohl nicht mehr würde knacken können.
Neben Baumann nennt auch der kicker Finn Dahmen vom FC Augsburg als weiteren potenziellen künftigen Urbig-Backup bei den Bayern. Über ein Interesse des Meisters an dem 28-Jährigen, dessen Vertrag in Augsburg nächsten Sommer ausläuft, war zuletzt bereits spekuliert worden. Laut kicker hegen "langjährige Weggefährten" Dahmens allerdings Zweifel daran, ob jener, der gerade erst ins beste Torwart-Alter kommt, dazu bereit wäre, sich als Nummer zwei hinten anzustellen. Zumal der nach aktuellem Stand 2027 ablösefreie Dahmen auch die Option haben könnte, bei einem ambitionierteren Verein als Augsburg Nummer eins zu werden.
Ein weiterer Kandidat, den die Bayern angeblich auf dem Zettel haben, ist derweil Bernd Leno. Der 34-Jährige steht seit 2022 beim FC Fulham im Tor, sein Vertrag bei den Engländern läuft 2027 aus. Allerdings gibt es vereinsseitig die Option, Lenos Arbeitspapier um ein weiteres Jahr zu verlängern. Auch Marvin Schwäbe wird gehandelt.





