Auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Nations-League-Spiel gegen Tschechien am Dienstagabend erklärte der deutsche Coach, dass man vor allem die gravierenden individuellen Fehler abstellen müsse.
"Wir haben individuelle Fehler gemacht, wenn wir den Ball hatten, insbesondere im Spielaufbau in der Tiefe. Das dürfen wir nicht wiederholen", meinte Tuchel und warnte: "Gerade auf diesem Niveau. Wir müssen diese Dinge verbessern. Seltsamerweise waren wir, wenn wir im Ballbesitz waren, unsere größte Gefahr für uns selbst."
Bei der 2:3-Pleite gegen Spanien zum Auftakt waren zwei Toren des amtierenden Weltmeisters schwere individuelle Patzer der Hintermannschaft der Three Lions vorangegangen. Beim 0:1 etwa vertändelte Manchester Citys Innenverteidiger Marc Guehi den Ball im Aufbau gegen Lamine Yamal, der den Fehler wiederum eiskalt ausnutzte und zur frühen Führung (6.) traf.
Auch beim 2:2 sah Englands Defensive in Person von Nico O'Reilly nicht gut aus. Der ebenfalls bei ManCity unter Vertrag stehende Linksverteidiger spielte die Kugel ohne Not in den Fuß von Gegenspieler Dani Olmo. Der Ex-Leipziger leitete das Spielgerät schließlich zu Alex Baena weiter, der aus rund 16 Metern zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf.
Getty ImagesWie geht es weiter für England?
Von der schwachen Defensivleistung zeigte sich auch Englands Presse geschockt. "England findet seine DNA: Defensively Not Able (dt. defensiv untauglich)", urteilte der Telegraph, während die BBC mahnte: "England gibt sich dem Chaos hin - aber es benötigt Kontrolle, um die großen Preise zu gewinnen." Laut der Sun waren "Guehis Schnitzer und Kanes Elfer-Fehlschuss" für die Niederlage hauptverantwortlich.
Was die grundsätzliche "Struktur angeht" sei Tuchel wiederum zufrieden gewesen, weshalb er nach nur einem Spiel "noch keinen Grund zur Besorgnis" sehe. Gegen die Tschechen erwarte er einen defensiv deutlich abgeklärteren Auftritt.
Durch die Niederlage stehen Tuchel und England zunächst auf den dritten Tabellenplatz in Gruppe 3. Die nächsten Gegner sind Tschechien (29. September) und Kroatien (3. Oktober), ehe es am 6. Oktober bereits zum Rückspiel mit den Tschechen kommt.



