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Germany v Greece - UEFA Nations League 2026/27 Group A2 MD2Getty Images Sport

"Darauf muss er vorbereitet sein": Stefan Effenberg warnt Jürgen Klopp

Stefan Effenberg sieht nach der Niederlage gegen Griechenland die Euphorie rund um das DFB-Team und Jürgen Klopp schon etwas verpufft. Vor allem eine Sache verwundert den ehemaligen Nationalspieler.

In seiner Kolumne für t-online schrieb Effenberg, dass die bittere 0:1-Pleite am Sonntagabend gegen den Europameister von 2004 zu keinem unpassenderen Zeitpunkt hätte kommen können.

"Ich komme nicht drumherum, so deutlich zu werden: Ein schlechteres Ergebnis hätte Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp so früh in seiner Amtszeit nicht passieren können. Aber nicht nur das: Ein schlechteres Ergebnis hätte auch Fußball-Deutschland und der Euphorie, die mit Klopps Amtsantritt entfacht wurde, nicht passieren können", so der ehemalige Bundesligaprofi.

Der Grund: Die Ernennung von Klopp zum neuen DFB-Coach hätte im gesamten Land große Euphorie und Vorfreude auf die ersten Spiele in der Nations League ausgelöst. "Es ist genau das eingetreten, wovor ich noch in meiner letzten Kolumne nach der Kadernominierung gewarnt habe: Ein ganz heftiger Dämpfer für die gerade erst wieder entwickelte Begeisterung rund um die DFB-Elf", schrieb Effenberg.

Man sei endgültig in der Realität angekommen und diese laute: "Deutschland ist keine Spitzennation mehr, sondern nur noch Mitläufer im Weltfußball. Das kann jetzt endgültig niemand mehr verleugnen oder schönreden."

Effenberg wundert sich über die DFB-Herangehensweise gegen Griechenland

Für Verwunderung sorgte bei Effenberg vor allem die Art und Weise, wie die Deutsche Mannschaft an das Duell mit den Griechen herangegangen war. "Dass die Griechen tief stehen würden, war ja keine Überraschung, dafür kennen wir sie seit über 20 Jahren. So sind sie 2004 unter Otto Rehhagel Europameister geworden. Sowohl die deutsche Mannschaft als auch Klopp und sein Trainerteam müssen sich vorwerfen lassen, dass sie nun gegen diese altbekannte Spielweise kein Rezept hatten, keine Lösung gefunden haben", schrieb der 58-Jährige.

Dabei sei nicht nur das Spiel gegen die Griechen insgesamt zu schwach gewesen - auch bereits gegen die Niederlande habe das DFB-Team nicht gut performt und hätte nur mit viel Spielglück ein 1:1-Unentschieden geholt. "Schon das erste Spiel gegen die Niederlande hätte verloren werden können. Da war der Auftritt der deutschen Elf zwar gut, aber nicht überragend", so Effenberg.

Germany v Greece - UEFA Nations League 2026/27 Group A2 MD2Getty Images

Mit dem Ergebnis könne man "am Ende froh sein, denn das 1:1 schmeichelt eher uns als den Niederlanden. Marc-Andre ter Stegen hat - trotz einiger Unsicherheiten - mehrfach glänzend gerettet, ansonsten hätte schon diese Partie böse enden können für die DFB-Elf. Stattdessen passierte das Unvermeidliche drei Tage später."

Gleichzeitig gestand Effenberg Klopp mehr Zeit zu, um seine Stammelf zu finden und taktische Einzelheiten zu verfeinern. "Selbstverständlich muss sowohl Klopp als auch den Spielern etwas Zeit gelassen werden, einander zu finden. Dieser 'Prozess' wird schwer genug."

Effenberg: Auch Klopp genießt nicht ewig Welpenschutz

Zumindest die jüngsten Auftritte hätten noch nicht die gewünschten Fortschritte erkennen lassen. "Das muss - bei aller Perspektive - Sorgen machen", so Effenberg, der zum Abschluss noch einen Appell an Klopp richtete: "Die Öffentlichkeit verzeiht ihm mehr als anderen Trainern. Aber: An ihn werden auch größere Erwartungen gestellt als an andere Trainer. Deshalb muss er jetzt aufpassen: Sollte in den nächsten Spielen weiter keine Besserung eintreten, wird sich der Ton auch ihm gegenüber schnell verschärfen. Darauf muss er vorbereitet sein."

In Gruppe 2 der A-Liga in der Nations League A steht Deutschland mit einem Zähler aus zwei Spielen derzeit hinter Griechenland (sechs Punkte) und den Niederlanden (vier Punkte) auf dem dritten Tabellenplatz. Als nächster Gegner wartet am Donnerstag Serbien auf das DFB-Team.

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Häufig gestellte Fragen

Jürgen Klopp wurde am 16. Juni 1967 in Stuttgart geboren.

Ja, Jahre bevor Jürgen Klopp als Trainer zur Legende wurde, war er selbst als Fußballer aktiv. Seine Laufbahn begann 1972 in der Jugend des SV Glatten.

Klopps Karriere im Herrenfußball begann 1986 beim TuS Ergenzingen. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 2001 stand er unter anderem beim 1. FC Pforzheim, den Amateuren von Eintracht Frankfurt, Viktoria Sindlingen, Rot-Weiss Frankfurt sowie – am längsten – beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag. Für die Mainzer spielte er von 1990 bis 2001.

Jürgen Klopp zählt zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Als Cheftrainer von Borussia Dortmund wurde er in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 Deutscher Meister. Zudem gewann er 2011/12 den DFB-Pokal sowie 2013 und 2014 den DFL-Supercup (heute: Franz Beckenbauer Supercup). Mit dem FC Liverpool sicherte er sich 2019/20 die englische Meisterschaft und die FIFA Klub-Weltmeisterschaft. In seinem Trophäenschrank stehen außerdem zwei englische Ligapokale und ein FA Cup. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere markierte der Gewinn der UEFA Champions League mit Liverpool in der Saison 2018/19. Insgesamt kommt Klopp auf 13 Titel als Trainer.

Klopp hat die Champions League einmal in seiner Karriere gewonnen - 2018/19 mit dem FC Liverpool.

Im Laufe seiner Karriere hatte Klopp das Privileg, zahlreiche Superstars zu trainieren. Zu den bekanntesten zählen wohl Robert Lewandowski, Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Mohamed Salah, Sadio Mane und Virgil van Dijk. Bei der deutschen Nationalmannschaf trainiert er darüber hinaus künftig Florian Wirtz, Jamal Musiala, Joshua Kimmich und Co.

Laut mehreren Quellen (Forbes, IMDB) beläuft sich Klopps geschätztes Vermögen auf mehr als 50 Millionen Euro.

Jürgen Klopp ist Vater eines Sohnes namens Marc, der 1988 geboren wurde. Marc stammt aus Klopps erster Ehe und war selbst als Fußballer aktiv – unter anderem bei Borussia Dortmund II und Darmstadt 98.

Er ist seit 2005 mit Ulla Sandrock verheiratet. Zuvor war er mit Sabine Klopp liiert.

Für seine beiden äußerst erfolgreichen Spielzeiten mit dem FC Liverpool wurde Klopp 2019 und 2020 zum FIFA-Welttrainer des Jahres gekürt.

"Kloppo" ist der gebräuchlichste Spitzname des heutigen Bundestrainers. Der Spitzname "The Normal One" wird deutlich seltener verwendet. Diesen Titel gab Klopp sich selbst bei seiner Vorstellung im Jahr 2015 beim FC Liverpool – als Anspielung auf Jose Mourinhos berühmtes "The Special One"-Interview –, um seine Bodenständigkeit und Authentizität zu unterstreichen.

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