Max EberlGetty Images

"Da mache ich keinen Hehl draus": Max Eberl genießt seinen neuen Status beim FC Bayern

War da was? Kaum in Südkorea angekommen, hinterließ Max Eberl jedenfalls nicht den Eindruck, als müsse er noch um seine Zukunft beim FC Bayern zittern. Im Gegenteil. Der Sportvorstand der Münchner lächelte, die Worte von Uli Hoeneß vom vergangenen Donnerstag "haben mich sehr gefreut, da mache ich keinen Hehl draus", sagte er gut gelaunt auf der südkoreanischen Honeymoon-Insel Jeju, wo der deutsche Rekordmeister am Dienstag das erste von zwei Spielen auf seiner kurzen Asien-Tour bestreitet. Und ja, "man hört lieber Lob als Kritik".

Welch einen Unterschied doch gut zehn Wochen machen. Nach dem Pokalsieg des FC Bayern hatte Eberl in den Katakomben des Berliner Olympiastadions ausgesehen wie ein begossener Pudel. Auf lediglich "60:40" hatte Hoeneß tags zuvor in einem Interview mit dem Spiegel die Chancen des Sportvorstands auf eine Verlängerung des im Sommer 2027 auslaufenden Vertrages beziffert und aus dem Aufsichtsrat des Klubs berichtet: "Da sind noch Zweifel." Diese "60:40", erwiderte Eberl daraufhin betroffen, seien nach all den Gesprächen zuvor dann doch "überraschend" gekommen.

Nun aber liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Vertrag von Eberl verlängert im Herbst verlängert wird, bei "einhundert Prozent", wie Hoeneß versicherte. Was Eberl nach einem mittlerweile mehrfach gelobten Transfersommer offensichtlich mit Erleichterung registriert hat. "Ich versuche", sagte er, "den Job für Bayern München zu machen und die Menschen, die darüber entscheiden, zu überzeugen, dass ich keine so schlechte Wahl bin. Am Ende wird es der Aufsichtsrat entscheiden. Wenn man weitermachen möchte, dann bin ich bereit zu reden."

Uli Hoeneß spricht von einer "perfekten Transferperiode"

Geredet wurde offensichtlich viel in den vergangenen Wochen, vor allem über die Transfers. Eberl, so ist zu hören, band den mächtigen Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Präsident Herbert Hainer früh und regelmäßig in die Pläne ein. Ismael Saibari (rund 50 Millionen Euro von der PSV Eindhoven) und Nathaniel Brown (bis zu 55 Millionen von Eintracht Frankfurt) kamen, zwei Wunschspieler von Trainer Vincent Kompany. Hoeneß, Mitglied im Aufsichtsrat, sprach vergangene Woche am Tegernsee beinahe überschwänglich von einer "perfekten Transferperiode".

Hainer wollte dem Ehrenpräsidenten in Südkorea, wo die Münchner am Dienstag (13.00 Uhr MESZ/FC Bayern TV Plus) auf den Jeju SK FC treffen, nicht widersprechen. "Ich gehe mal davon aus", sagte er, "dass Uli das so gemeint hat, dass wir mit der momentanen Transferperiode sehr zufrieden sind." Eberl und Sportdirektor Christoph Freund hätten ja nicht nur Saibari und Brown verpflichtet, es seien auch "mehr als zehn Spieler verkauft" und dadurch mehr als 40 Millionen Euro eingenommen worden, "was ja auch vom Aufsichtsrat eine Forderung war, dass eben Geld auch eingespielt werden muss".

Für Eberl sieht es also gut aus, "der Aufsichtsrat wird zu gegebener Zeit eine gute Entscheidung treffen", sagte Hainer. Dasselbe gelte auch für den Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, "mit dessen Arbeit wir genauso zufrieden sind". Auch der Vertrag von Dreesen gilt bis Sommer 2027 gültig.

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