Nach der Transferperiode ist vor der Transferperiode. So beschreiben die Ruhr Nachrichten das Motto des neuen Sportdirektors Ole Book und dessen Arbeitsethos. "Kaderplanung", so zitiert das Blatt den 40-Jährigen, "ist irgendwie auch eine Sucht".
Und so kommt es auch nicht von ungefähr, dass Book schon jetzt an die Wechselperiode im Winter denkt und diese plant. Zuletzt hatte Sky berichtet, dass in Marcel Regula ein Spieler kommen könnte, mit dem man sich nach der schweren Kreuzbandverletzung von Giannis Konstantelias im Sommer schon einig war, dann aber doch Ethan Nwaneri auf Leihbasis vom FC Arsenal loseiste. Dennoch sei der Kontakt mit Book nie abgerissen und womöglich wird im Winter erneut ein Dortmunder Anlauf folgen.
Allerdings gibt es zwei große und sich beeinflussende Haken: Zum einen soll Regula bis zu acht Millionen Euro kosten. Zum anderen wolle man laut Ruhr Nachrichten zunächst eine andere Baustelle schließen, der man sich eigentlich schon im Sommer hatte widmen wollen, ehe die Konstantelias-Verletzung diese Pläne durchkreuzte.
Holt der BVB im Winter einen neuen Rechtsverteidiger?
Im Fokus soll im Winter ein neuer Spieler für die rechte defensive Außenbahn stehen. Dort klafft nach dem Abgang von Yan Couto eine große Lücke, denn Julian Ryerson hat seit der WM immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.
Der Norweger zog sich während der Länderspielreise womöglich erneut eine Blessur zu und könnte gegen Werder Bremen am Freitag ausfallen. Im dritten von vier Nations-League-Spielen gegen Wales musste Ryerson nach 16 Minuten vom Platz, gegen Portugal stand er zum Abschluss der Länderspielpause nicht im Kader.
"Sollten sich im Winter Möglichkeiten ergeben, will Book diese Baustelle schließen", heißt es in dem Bericht. Finanziert werden soll das Unterfangen eines winterlichen Transfer-Doppelschlags durch potenzielle Abgänge. Bei Luca Reggiani, einem großen Verlierer der Sommervorbereitung, soll angesichts seiner kargen Spielzeit (50 Minuten) schon ein Umdenken stattgefunden haben. Laut Bild könne er sich mittlerweile einen Abgang durchaus vorstellen. Im Sommer sollen unter anderem die beiden Mailänder Großklubs Inter und AC Interesse gezeigt haben.
Verlassen Marcel Sabitzer und Emre Can den BVB zeitnah?
Auch Marcel Sabitzer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, hat es aktuell im BVB-Mittelfeld schwer und kam bis dato in der Bundesliga auf nur vier Kurzeinsätze, dafür stand er in der Champions League gegen Villarreal und im DFB-Pokal gegen den HEBC in der Startelf.
Womöglich ist er bis zum Winter derartig mit seiner Rotationsrolle unzufrieden, dass er ein halbes Jahr früher doch noch einen Abschied anstrebt und der BVB noch einmal eine kleine Ablöse einstreichen kann. Schon im Sommer habe es "zehn verschiedene Anfragen" gegeben, berichtete Sabitzers Berater Roger Wittmann bei Sky. Damals lehnte Sabitzer einen BVB-Abschied noch ab.
Dass sein Vertrag noch einmal in Dortmund verlängert wird, gilt aber als nahezu ausgeschlossen. Diesbezüglich wird es bei Kapitän Emre Can zumindest interne Diskussionen geben. Can fällt nach wie vor mit einem in der vergangenen Saison erlittenen Kreuzbandriss aus. Schon damals spielte er um einen neuen Kontrakt, der 2026 eigentlich ausgelaufen war.
Der BVB verlängerte trotz der Verletzung noch einmal um ein Jahr. Die Ruhr Nachrichten berichten, dass Can nach seinem Comeback noch einmal die Chance erhalten soll, sich für eine abermalige Verlängerung zu empfehlen, immerhin wird er von Trainer Niko Kovac und auch der Mannschaft als Führungsfigur in der Kabine überaus geschätzt und respektiert.
Darüber hinaus läuft auch der Vertrag von Ramy Bensebaini im kommenden Sommer aus. Anders als bei Can und Sabitzer bahnt sich beim 31 Jahre alten Algerier aber eine Verlängerung an, schließlich habe dieser sich als Backup von Nico Schlotterbeck bewährt und ist auch der nominelle Ersatz für Daniel Svensson auf der linken Schiene.
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