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imago-sport-1082731627.jpgIPA Sport

"Arteta war stinksauer": Auch Kai Havertz zieht sich den Zorn des Arsenal-Trainers zu

Fünf Pflichtspiele, fünf Siege: Der FC Arsenal ist prächtig in die neue Saison gestartet. Nach dem deutlichen Erfolg im englischen Supercup gegen Manchester City vor einigen Wochen (3:0) untermauerten die Gunners in Premier League und Champions League ihre Titelansprüche. In der Schlussphase des 1:0-Erfolgs in der Königsklasse am Mittwochabend platzte Cheftrainer Mikel Arteta trotzdem die Hutschnur.

Der spanische Coach war ziemlich sauer auf seine drei Angreifer Kai Havertz, Noni Madueke und Christos Tzolis. Das Trio hatte in der 85. Minute eine dicke Chance zur 2:0-Vorentscheidung herausgespielt und vergeben. Havertz steckte in dieser Szene durch auf Madueke, der zunächst an Neapels Keeper Vanja Milinkovic-Savic scheiterte und dann für Tzolis ablegte. Der Abschluss des ehemaligen Düsseldorfers wurde von Amir Rrahmani geblockt.

Es war aber nicht die vergebene Gelegenheit, welche Arteta die Zornesröte ins Gesicht trieb. Es war das Verhalten von Havertz, Madueke und Tzolis direkt im Anschluss: Statt direkt den Rückwärtsgang einzulegen, trabten sie zunächst zurück, während die Italiener schnell umschalteten.

Ihr Trainer brüllte an der Seitenlinie, die Angreifer sollten gefälligst mit nach hinten arbeiten. "Arteta war stinksauer", schilderte Reporterin Lucy Ward von TNT Sports später. "Das war ziemlich interessant. Nach Arsenals Angriff waren die drei nur langsam unterwegs und Arteta ist außen herumgerannt und hat sie angeschrien, bis sie ihre Positionen wieder eingenommen hatten."

Direkte Folgen hatte die zögerlich verrichtete Defensivarbeit nicht, Arsenal brachte die knappe Führung im Stadio Diego Armando Maradona über die Zeit. Von Arteta gab es anschließend keine Kritik sondern Lob für die reife Auswärtsleistung seiner Schützlinge: "Die drei Punkte für uns sind hochverdient. Das Ergebnis spiegelt die Leistung nicht ganz wider, denn unsere Leistung war überragend." Negativ erwähnte er einzig die mangelhafte Chancenverwertung: "Angesichts der Anzahl an Chancen, die wir herausgespielt haben, hätte es am Ende anders aussehen müssen."

SSC Napoli v Arsenal FC - UEFA Champions League 2026/27 League Phase MD1Getty Images

Kai Havertz bekommt gegen Napoli eine Verschnaufpause

Arsenals einzigen Treffer markierte Kapitän Ödegaard in der 75. Minute mit einem satten Distanzschuss. Zu jenem Zeitpunkt befand sich auch Havertz auf dem Rasen. Der deutsche Nationalspieler erhielt nach seinem herausragenden Saisonstart von Arteta zunächst eine Verschnaufpause und saß bis zur 73. Minute draußen. Dann ersetzte er im Sturmzentrum Viktor Gyökeres.

Um Havertz' Rolle und Klasse war auf der Insel in den vergangenen Tagen trotz drei Toren in den ersten vier Partien dieser Spielzeit eine hitzige Diskussion entbrannt.

Häufig gestellte Fragen

Der FC Arsenal wurde im Jahr 1886 in Woolwich gegründet.

Der FC Arsenal gehört der Kroenke Sports & Entertainment-Gruppe um den US-amerikanischen Milliardär Stan Kroenke. Erste Anteile kaufte der Unternehmer im April 2007, im Anschluss kaufte er Stück für Stück auch weitere Aktien auf - bis zur endgültigen Übernahme im September 2018. Neben den Gunners besitzt Kroenke auch noch weitere Sportklubs, unter anderem die Los Angeles Rams (NFL), die Denver Nuggets (NBA) und die Colorado Avalanche (NHL).

Seit der Saison 2006/07 spielt Arsenal im Emirates Stadium im Stadtteil Holloway im Norden Londons. Vorher hatte der Klub seine Heimspiele lange Jahre im Highbury ausgetragen. 

Das Emirates Stadium hat eine Kapazität von 60.704 Sitzplätzen. Damit ist es eines der fünf größten Stadien in der Premier League. 

Mit 50 Titeln sind die Gunners einer der erfolgreichsten Klubs Englands. Die meisten dieser Trophäen sammelte der Klub national - noch nie konnte Arsenal die Champions League gewinnen. 

Auf nationaler Ebene hat der FC Arsenal über die Jahre gut abgeräumt. Neben 14 Titeln im FA Cup (Rekordsieger) gewannen die Londoner auch 14-mal die englische Meisterschaft. 

Rekordspieler bei Arsenal ist David O'Leary. Satte 722 Pflichtspiele absolvierte er zwischen 1975 und 1994. 

Für die meisten Tore in der Vereinsgeschichte sorgte Thierry Henry. Der Franzose knipste in 377 Auftritten ganze 228-mal. Hinter ihm folgt Ian Wright mit 185 Toren.

Über die Jahre standen zahlreiche Superstars für die Gunners auf dem Feld. Hier eine Auswahl: Thierry Henry, Dennis Bergkamp, Patrick Vieira, Tony Adams, Ian Wright, Robert Pires, Cesc Fabregas, David Seaman, Mesut Özil, Marc Overmars, Ashley Cole oder Kai Havertz. 

Rekordtrainer des Vereins ist Arsene Wenger, der zwischen 1996 und 2018 insgesamt 17 Titel nach Nordlondon holte. Andere erfolgreiche Coaches sind Herbert Chapman (5 Titel), George Graham (6 Titel), Bertie Mee (3 Titel) oder Mikel Arteta (4 Titel).

Der Verein trägt aufgrund der Kanone im Wappen auch den Spitznamen "The Gunners", zu deutsch "die Kanoniere". 

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