Wie das griechische Sportportal Gazzetta zuerst berichtete, befand sich Konstantelias bereits am Sonntagmorgen auf dem Weg nach Dortmund, um dort den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren. Aufnahmen von Sky von der Ankunft des Wunschspielers am Dortmunder Flughafen folgten am Mittag. Demnach stehe nur noch die Untersuchung einem Wechsel im Wege.
Widerstand regt sich jedoch in der Fanszene von PAOK. Die größte Ultragruppierung des Klubs verurteilte den bevorstehenden Wechsel des Fanlieblings mit scharfen Worten. Pikant: Die Fans ließen erst im vergangenen Sommer einen bereits ausgehandelten Konstantelias-Wechsel zum VfB Stuttgart platzen.
Der BVB habe sich mit PAOK über eine Ablöse in Höhe von 30 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen geeinigt. Konstantelias soll einen Vierjahresvertrag unterschreiben und 3,2 Millionen Euro netto pro Jahr einstreichen.
Dem Bericht zufolge sei der BVB nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem 1. FC Köln über einen Transfer von Said El Mala sowohl bei Konstantelias als auch bei dessen Verein in die Vollen gegangen und habe in den vergangenen 48 Stunden den Transfer mit aller Macht vorangetrieben. Dabei soll auch Konstantelias' Landsmann Konstantinos Karetsas eine wichtige Rolle gespielt haben.
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Karetsas soll beim BVB-Coup mit Konstantelias mitgeholfen haben
Karetsas war Anfang August für rund 30 Millionen Euro aus Genk nach Dortmund gewechselt und soll Konstantelias von seinen überaus positiven Eindrücken vom BVB berichtet haben. Der 23-jährige Konstantelias ist zwar kein Flügelflitzer wie El Mala, bringt aber trotzdem Qualitäten mit, die dem BVB weiterhelfen. In der Offensive ist er flexibel einsetzbar, bringt Tempo und Dribbelstärke mit.
In der bereits begonnenen Europa-League-Qualifikation erzielte Konstantelias in vier Spielen drei Tore und bereitete zudem einen Treffer vor. Dennoch war in der dritten Runde gegen den RSC Anderlecht nach zwei Niederlagen schon Endstation für PAOK.
Konstantelias wurde bei PAOK ausgebildet, durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften und weilte nur ein halbes Jahr auf Leihbasis beim damaligen belgischen Zweitligisten KAS Eupen. Nach seiner Rückkehr im Sommer 2022 avancierte Konstantelias schnell zum Stammspieler und war mit 70 Torbeteiligungen in 190 Pflichtspielen ein prägendes Gesicht der Offensive, die PAOK 2024 erstmals nach fünf Jahren wieder einen Meistertitel bescherte.
2025 wurde er zum Fußballer des Jahres in Griechenland gewählt - vor BVB-Neuzugang Karetsas oder Christos Tzolis, der in den vergangenen beiden Jahren die belgische Liga bei Club Brügge kurz und klein schoss und nun für 40 Millionen Euro zum FC Arsenal wechselte.
Getty ImagesDer BVB holt wohl auch noch Joey Veerman von der PSV Eindhoven
Mit der bevorstehenden Verpflichtung von Konstantelias sind die Dortmunder Kaderplanungen aber noch nicht abgeschlossen. "Natürlich werden ein paar Gelder frei und die wollen wir sportlich und wirtschaftlich gut einsetzen", sagte Geschäftsführer Lars Ricken. Statt 50 Millionen für El Mala auf den Tisch zu legen, setzt der BVB auf eine andere Lösung. "Natürlich gibt es jetzt die Möglichkeit, dass wir noch mehr als einen Spieler verpflichten. Wir haben einige Spieler im Kopf, die uns noch verstärken können", versicherte Sportdirektor Ole Book.
Einer davon ist ganz offensichtlich Joey Veerman von der PSV Eindhoven sein. Der BVB hat nach Angaben von Sky Gebrauch von der Ausstiegsklausel des 27-jährigen Leistungsträgers (8 Tore, 14 Vorlagen in 30 Eredivisie-Spielen) gemacht und den Niederländer für eine Ablösesumme zwischen 22 und 25 Millionen Euro verpflichtet. Der Medizincheck soll am Montag erfolgen.
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