"Das ist ein Spiegelbild von Julian Nagelsmanns Mannschaftsführung", kritisierte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus im Bild-Format "Lothar legt los" die Vorgehensweise des Bundestrainers im Fall Goretzka. Nagelsmann selbst habe "das Fass aufgemacht und zum Überlaufen gebracht", so Matthäus. "Als Leon zur WM gefahren ist, musste er das Gefühl gehabt haben, dass er gesetzt ist auf der Doppelsechs. Im Endeffekt hat er nur die zweite oder dritte Geige gespielt."
Goretzka geriet indes auch wegen einer Szene beim Elfmeterschießen gegen Paraguay in die Schlagzeilen. Darin hatte Kapitän Joshua Kimmich nach weiteren Schützen gefragt und seinen Mittelfeldkollegen angesprochen, der wiegelte allerdings eher ab und schien sich das Übernehmen eines Elfmeters nicht zuzutrauen.
Nagelsmann derweil trat wenige Tage nach Deutschlands dritter verkorkster WM in Folge von seinem Amt zurück. Für die Nachfolge arbeitet der DFB derzeit an der Verpflichtung von Jürgen Klopp.