Goretzka hatte offenbar mit einer deutlich größeren Rolle im DFB-Team bei der WM 2026 gerechnet. Wurde das für Ex-Bundestrainer Nagelsmann zum Problem?
Die Personalie Leon Goretzka sorgte während der enttäuschenden WM 2026 offenbar für Spannungen in der deutschen Nationalmannschaft.
Die Rolle des zentralen Mittelfeldspielers habe mannschaftsintern für Fragezeichen gesorgt, heißt es in der Sport Bild. Goretzka habe sich ziemlich zurückgezogen und war offensichtlich enttäuscht von seinem Standing bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der Hintergrund: In einem viel beachteten kicker-Interview im März hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann Goretzka noch ziemlich klar in Aussicht gestellt, bei der WM viel zu spielen und eine ähnlich große Bedeutung zu haben wie in der WM-Qualifikation, in der er in fünf von sechs Spielen in der Startelf stand.
Letztlich kam der Ex-Bayern-Star, der möglicherweise vor einem Wechsel zu einem italienischen Topklub steht, in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) aber jeweils nur zu einem Kurzeinsatz, zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador (1:2) saß Goretzka komplett auf der Bank. Beim bitteren Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay (4:5 n.E.) war der 31-Jährige dann zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden.
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Goretzka wegen einer Szene besonders in den Schlagzeilen
"Das ist ein Spiegelbild von Julian Nagelsmanns Mannschaftsführung", kritisierte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus im Bild-Format "Lothar legt los" die Vorgehensweise des Bundestrainers im Fall Goretzka. Nagelsmann selbst habe "das Fass aufgemacht und zum Überlaufen gebracht", so Matthäus. "Als Leon zur WM gefahren ist, musste er das Gefühl gehabt haben, dass er gesetzt ist auf der Doppelsechs. Im Endeffekt hat er nur die zweite oder dritte Geige gespielt."