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Germany v Ghana - International FriendlyGetty Images Sport

"Sollte Julian Nagelsmann besser weglassen": Das "stört" Lothar Matthäus am Bundestrainer

Einen Monat vor der Beginn der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada sieht Lothar Matthäus die deutsche Nationalmannschaft für das Turnier gut aufgestellt. Zwar sei das DFB-Team "nicht der große Favorit", wie Matthäus im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte - "aber wenn wir von schweren Verletzungen verschont bleiben, haben wir eine konkurrenzfähige Mannschaft, die sehr weit kommen kann."

  • Matthäus: "Diese Sätze stören mich"

    Aus Sicht des 65-Jährigen stehe die erste Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann weitestgehend, auch die Rollenverteilung sei geregelt. Offensivstar Jamal Musiala, der nach seiner langwierigen Verletzung noch nach Leichtigkeit sucht, bereitet Matthäus ebenfalls keine Sorgen: "Er hat jetzt noch genügend Zeit, unter Beweis zu stellen, dass er wieder der Spieler wird, der er vor seiner Verletzung war", sagte der Rekordnationalspieler, "und dann ist er gesetzt, dann kommt man an ihm gar nicht vorbei". Selbiges gelte für Florian Wirtz.

    Dem Bundestrainer allerdings empfahl Matthäus, an seiner öffentlichen Kommunikation zu arbeiten. Mit Verweis auf das Beispiel Deniz Undav, den Nagelsmann trotz dessen Siegtreffers im Spiel gegen Ghana Ende März kritisiert hatte, sagte Matthäus: "Man darf als Bundestrainer dann nicht sagen, dass Undav gegen Ghana schlecht gespielt hat, bis er das Siegtor geschossen hat. Diese Sätze stören mich. Diese ganzen öffentlichen Erklärungen zu Spielern sollte Julian Nagelsmann besser weglassen."

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  • SC Freiburg v SC Braga - UEFA Europa League 2025/26 Semi-Final Second LegGetty Images Sport

    Löw schießt den ganz großen Wurf nicht aus

    Derweil räumt auch der frühere Bundestrainer Joachim Löw dem DFB-Team große Chancen ein, sieht aber auch noch Verbesserungsbedarf. "Deutschland kann man wieder sehr viel zutrauen - vielleicht auch alles. Deutschland hat mittlerweile in den letzten zwei, drei Jahren auch wieder spielerische Fortschritte erzielt. Es gab ja ein paar Jahre mit Schwierigkeiten, einem Umbruch und so weiter", sagte Löw am Montag in Berlin.

    Ihm gefalle, so der Erfolgstrainer der 2014er-Weltmeister, die aktuelle Spielergeneration. "Spieler wie Florian Wirtz, Jamal Musiala, Kai Havertz, Joshua Kimmich, um nur einige zu nennen, können auf dem höchsten Niveau agieren, das man braucht, wenn man ein Turnier gewinnen will. Auf der anderen Seite wird die Mannschaft mit der größten Stabilität im Turnier Weltmeister. Und da kann unsere Mannschaft noch ein bisschen nachlegen", sagte Löw.

  • Löw bereitet eine Sache Sorgen

    Man habe, führte der 66-Jährige aus, in manchen Spielen das Gefühl: "Wir sind überlegen, besser und dominant, aber plötzlich macht der Gegner ein Tor und wir lassen ihn wieder zurück ins Spiel kommen. Das wird ein wichtiges Thema. Eingespielt sind wir insgesamt ganz gut, spielerische Akzente können wir setzen. Stabil zu sein, das macht nachher den Weltmeister. Da müssen wir uns noch verbessern."

    Die deutsche Nationalmannschaft ist bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar jeweils in der Vorrunde ausgeschieden. Beim WM-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) trifft Deutschland in der Gruppenphase auf Curacao, die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) und Ecuador.

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