LUIS ENRIQUE PSGIMAGO / Propaganda Photo

Sieg mit Sorgen: PSG-Trainer Luis Enrique bangt um zwei absolute Leistungsträger

Was am 7. Mai 2019 an der Anfield Road los war, wird wohl kein Fan des FC Liverpool jemals vergessen. In einer fast aussichtslosen Situation – nach einem 0:3 im Halbfinal-Hinspiel – drehten die Reds gegen den FC Barcelona derart auf, dass sie das Stadion explodieren ließen und doch noch an einem denkwürdigen Abend ins Endspiel der Champions League einzogen. 

Auf etwas ähnliches hatten die Liverpool-Fans auch am Dienstag gehofft. Diesmal galt es, ein 0:2 im Königsklassen-Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain aufzuholen, bei dem die Truppe von Trainer Arne Slot vor einer Woche chancenlos gewesen war. Das Stadion war dasselbe, der Rahmen mit englischem, nasskaltem Wetter passte auch – und die Hymne "You'll never walk alone" schallte schon vor dem Anpfiff über die Tribünen. 

  • Aber die Überzeugung, die die Reds-Anhänger mit ihrem leidenschaftlichen Gesang vermitteln wollten, dass vielleicht doch noch etwas möglich ist, zeigte sich bei der Mannschaft auf dem Rasen erst einmal nicht. Wieder war es PSG, das den Ball meist kontrollierte und die sichtlich bemühten Liverpooler lange Wege laufen ließ. Immerhin kamen die Reds nach sechs Minuten durch einen – ungefährlichen – Kopfball von Alexander Isak zu einem Abschluss aufs PSG-Tor. Etwas, das ihnen im Hinspiel nicht gelungen war. 

    Richtig anzünden konnte das Spiel der Hausherren die Fans aber nicht. Zu dominant war PSG vor der Pause, das sich einige gute Möglichkeiten erarbeitete. Von einem echten Sturmlauf war Liverpool ganz weit entfernt, auch wenn es eine Doppelchance gab, bei der PSG-Torhüter Matvey Safonov und Kapitän Marquinhos kurz hintereinander überragend retteten. 

    Die Pariser machten vor der Pause erneut den deutlich besseren Eindruck – und mit einem halben Auge dürften das auch die Verantwortlichen des FC Bayern München registriert haben, denn schließlich ist PSG der nächste Gegner des FCB, falls dieser sich am Mittwoch im Rückspiel gegen Real Madrid durchsetzen sollte. "Machen wir nicht!", antwortete Bayern-Coach Vincent Kompany, als ein Journalist während der Pressekonferenz am Dienstag seine Frage mit "Wenn wir mal auf das Halbfinale schauen …" einleitete. 

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  • PSG drohen große Sorgen vor dem CL-Halbfinale

    Aber dass PSG zwei personelle Nackenschläge kassierte, könnte die Aufgabe in einem potenziellen Halbfinale für den Rekordmeister etwas leichter machen. In der ersten Halbzeit meldete sich Nuno Mendes mit einer Oberschenkelverletzung ab. "Er ist einer der besten Linksverteidiger der Welt", lobte Deutschlands Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes den Portugiesen bei Prime Video und bezeichnete ihn als "Vollgranate". "Das wäre eine deutliche Schwächung, wenn er nicht dabei sein sollte", sagte er mit Blick auf das Halbfinale. 

    Nach dem Seitenwechsel kollidierte PSG-Flügelspieler Desire Doue dann im Seitenaus mit einem Mikrofon und einem Balljungen – und der aktuelle 'Golden Boy' ließ sich ebenfalls auswechseln. Ob er bis zum ersten CL-Halbfinale, das schon in zwei Wochen ansteht, wieder hergestellt ist, dürfte eine der beiden großen Sorgen von Paris-Trainer Luis Enrique sein. 

    Der musste sich auch im zweiten Durchgang kurzfristig Sorgen machen, denn Liverpool drehte noch einmal auf und kam zu einigen gefährlichen Abschlüssen sowie einem Elfmeter, der aber nach Ansicht der Videobilder wieder einkassiert wurde. Das 1:0 von Ousmane Dembele in der 71. Minute war dann die Entscheidung zugunsten der Gäste, die die restlichen Minuten locker herunterspielten und noch auf 2:0 durch Dembele erhöhten. Der 7. Mai 2019 bleibt damit weiterhin ein einzigartiger Abend an der Anfield Road. 

  • Florian WirtzGetty Images

    Florian Wirtz: Wieder nichts Zählbares

    Besser Wirtz nicht – und das liegt beim FC Liverpool nicht einmal ausschließlich am deutschen Nationalspieler: Florian Wirtz lieferte am Dienstag gegen PSG mal wieder eines dieser Spiele, in dem er gute Pässe im Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen spielte – aber am Ende gab es keine Situation und keine Szene, die vom teuren Neuzugang in Erinnerung bleiben wird. Kein Tor, kein Assist, kein Abschluss aufs Tor, kein Pass, der einem Mitspieler eine Großchance ermöglichte. 

    Stattdessen gab es das Bemühen und die Einsatzbereitschaft, die in England von Trainer Arne Slot und den Reds-Fans grundsätzlich gefordert werden. Aber das, wofür ein Verein normalerweise 125 Millionen Euro Ablöse zahlt, brachte er wieder mal nicht auf den Platz. Dass die extrem hohe Transfersumme immer wieder hervorgekramt wird, ist das offensichtlichste Zeichen dafür, dass die Ansprüche an den deutschen Nationalspieler andere sind. 

    Wirtz steht kurz vor dem Saison-Endspurt bei sechs Toren und zehn Assists in 44 Pflichtspielen. Zumindest bei den Vorlagen hätten auch noch zwei gegen PSG dazu kommen können – aber wieder mal lag es an den Teamkollegen, dass der 22-Jährige keinen Scorerpunkt verbuchen konnte: In der 53. Minute sprang Mohamed Salah nach einem starken Doppelpass mit Wirtz die Kugel im Sechzehner viel zu weit vom Fuß. Und in der 81. Minute wurde Curtis Jones im Strafraum noch geblockt, nachdem ihn Wirtz mit einem Pass in Szene gesetzt hatte.

    "Er hat mitgespielt, er hatte gute Aktionen. Man hat seine Klasse gesehen", sagte Matthias Sammer als Experte bei Amazon Prime, schob jedoch ein großes Aber hinterher: "Vielleicht ist er insgesamt das Spiegelbild von Liverpool: Du siehst Können, aber du siehst im Moment nicht das ganz Besondere in dieser Mannschaft."

    In einer Saison, in der es in Liverpool viele Baustellen gibt, ist Florian Wirtz eine davon. Das war schon vor dem Viertelfinal-Aus in der Champions League klar – und es bedarf wohl grundlegender Änderungen bei den Reds im System, der Aufstellung, der Ausrichtung oder auf der Trainerbank, damit sich in naher Zukunft noch etwas daran ändert.

    Zumindest Letzteres scheint angesichts des tristen Saisonverlaufs der Reds im zweiten Slot-Jahr durchaus möglich zu sein. Seine Entscheidung, den ewig verletzten Alexander Isak ausgerechnet im Do-or-Die-Spiel gegen PSG mit einem 0:2-Rückstand starten zu lassen, dürfte Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker sein.

    Der Niederländer hat es nicht geschafft, die teuren Neuzugänge in ein funktionierendes Konstrukt zu pressen. Die Quittung folgte auf dem Fuß: Liverpool wird eine titellose Spielzeit verbringen, in der Premier League droht gar noch das Verpassen der Champions League. Und Slots einzige Antwort darauf scheint zu sein, noch mehr Spieler kaufen zu wollen. "Mal sehen, ob wir nach dem Verkauf einiger guter Spieler diesen Sommer neue Spieler hinzufügen können", soll er laut Fabrizio Romano nach der Pleite gesagt haben.

    Ob das nach einem 500-Millionen-Sommer der richtige Weg ist - auch für die Liverpool-Bosse - darf bezweifelt werden. Umso mehr dürfte der Namen Xabi Alonso nun durch die Katakomben der Anfield Road umherwabern. Eine Lösung, die insbesondere Wirtz helfen könnte.

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  • Liverpool FC v Paris Saint-Germain FC - UEFA Champions League 2025/26 Quarter-Final Second LegGetty Images Sport

    Mohamed Salah: Trauriger CL-Abschied von der Anfield Road

    Es sollte ein magischer Abend werden, doch als die Liverpool-Fans beim "You'll never walk alone" ihre Schals hochhielten und lautstark mitsangen, saß er nur auf der Bank. Schon wieder. Reds-Trainer Arne Slot hatte Mohamed Salah schon beim Hinspiel vor einer Woche in Paris zu Beginn draußen gelassen und ihn auch nicht gebracht, als die Engländer beim 0:2 dringend mehr Offensive brauchten. Stattdessen wechselte er fünf andere Spieler ein, darunter auch mit Trey Nyoni lieber einen unerfahrenen 18-Jährigen als den Weltstar aus Ägypten. 

    Am Dienstag war allen klar, dass es nun das letzte Champions-League-Heimspiel für Salah werden könnte, wenn die Reds nicht gegen PSG die nächste Runde erreichen. Denn schließlich hatte Salah nach neun Jahren in Liverpool seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. 

    Und im Rückspiel benötigten die Reds immer noch Tore – doch wieder nahm Salah erstmal auf der Bank Platz. Stattdessen startete Alexander Isak, der zuvor mehr als vier Monate ausgefallen war. Salah durfte jedoch früher ran als gedacht: Hugo Ekitike verletzte sich übel, ohne dass ein Gegenspieler beteiligt war, sodass der 33-Jährige in der 30. Minute gebracht wurde. 

    Und nur 41 Sekunden später war er gleich an der bis dahin gefährlichsten Liverpooler Szene beteiligt, als er per Flanke eine Doppelchance einleitete. Es sollte der Anfang eines engagierten Auftritts sein, bei dem Salah zeigte, dass er wegen seines doppelten Bankplatzes nicht schmollt. Im Eins-gegen-Eins kommt er aktuell zwar nicht mehr so leichtfüßíg an seinen Gegenspielern vorbei wie einst, doch mit seinen Hereingaben stiftete er gleich mehrfach Gefahr.

    Mit seiner Leistung stand Salah schließlich sinnbildlich für den gesamten FC Liverpool. Bemüht, gewillt, aber wenn es im Sechzehner ernst wurde auch glück- und erfolglos. 2022 noch hatte Salah nach einer Einwechslung gegen die Rangers innerhalb von nur 6:12 Minuten den schnellsten Hattrick der CL-Geschichte erzielt. Viereinhalb Jahre später war er von diesem Dreierpack aber genauso weit entfernt wie der FC Liverpool von der Wende gegen PSG. 

    Und deswegen wurde es ein trauriger CL-Abschied für Mohamed Salah in Liverpool.

Häufig gestellte Fragen

Begonnen hat Ousmane Dembele als Außenstürmer, besonders gerne über die rechte Seite. Doch Trainer Luis Enrique versetzte den Franzosen Anfang 2025 ins Sturmzentrum - und machte ihn damit zum Weltfußballer.

Masour Ousmane Dembele, wie er mit vollem Namen heißt, wurde am 15. Mai 1997 in Vernon, einer kleinen Stadt in der Normandie, geboren. Aber schon mit 13 Jahren zog er 300 Kilometer weiter nach Rennes.

Jetzt läuft Dembele bei Paris Saint-Germain mit der Nummer 10 auf. Im Nationalteam trägt diese jedoch Kylian Mbappe, darum trägt er bei Frankreich die 7. Mit der 7, und zuvor mit der 11, war er auch schon beim FC Barcelona im Einsatz.

Mehreren Angaben zufolge knackt Ousmane Dembele knapp nicht die Marke von 1,80 Metern, sondern steht bei circa 1,78 Metern. Genug Größe, um mit großen Schritten viel Tempo aufzunehmen, aber auch agil und wendig zu sein.

Genaue Gewichtsangaben sind immer schwierig anzugeben, denn das Gewicht der Spieler variiert viel im Laufe der Saison. Doch Dembele ist ziemlich leicht wie man unschwer sieht und dürfte in vielen Phasen der Saison sogar unter 70 Kilogramm haben.

Zu seiner Schuhgröße gibt es keine offiziellen Angaben, aber er scheint sich mit den Ball an den Füßen pudelwohl zu fühlen. Bei seiner Körpergröße wäre eine Größe 42 der Normalfall.

Diese Frage hat auch einen ganz jungen Ousmane Dembele höchst selbst mal vor große Probleme gestellt. Der einfache Grund? Er ist beidfüßig. Sowohl sein linker, als auch sein rechter Fuß ist eine richtige Waffe - das macht ihn auch so gefährlich. 

Seine ersten Spuren auf dem Platz hinterließ Dembele unweit seines Heimatorts Vernon, nämlich bei ALM Evreux. Mit 13 Jahren ging es aber dann schon in die Akademie von Stade Rennes, wo er auch sein Profidebüt feierte.

Der genaue Wohnort von Ousmane Dembele in Paris ist nicht bekannt, vermutlich wohnt er aber in einem der wohlhabenderen Viertel der Stadt wie Neuilly-sur-Seine. In Barcelona wohnte er auch im Luxusviertel Pedralbes, hatte aber immer wieder Zoff mit seinem Vermieter.

Dembele hat laut diversen Medienberichten einige teure Autos in seiner Garage stehen. Unter anderem soll er einen Ferrari F8 Tributo und mehrere Mercedes-Modelle besitzen. In seiner Zeit bei Dortmund besaß der junge Franzose auch schon zwei Autos - fahren musste aber wer anderer, denn damals besaß Dembele noch keinen Führerschein.

Der Angreifer spielte zwar eine Saison lang in der Bundesliga bei Borussia Dortmund, jedoch kann Dembele nicht fließend Deutsch. Neben Französisch kann er sich aber auch in Spanisch gut unterhalten und führt auch in dieser Sprache Interviews.

Ousmane Dembele ist Vater einer Tochter. Das Mädchen, dessen Name geheim gehalten wird, wurde im September 2022 geboren. Was seine Familie betrifft, gibt sich Dembele aber sehr bedeckt.

Seit September 2021 ist Dembele auch verheiratet und zwar mit der marokkanischen Influencerin Rima Edbouche. Damals noch bei Barcelona unter Vertrag, überraschte er nicht nur seine Fans und die Medien, sondern auch seine Barca-Kollegen, die laut mehreren Berichten nicht einmal wussten, dass Dembele eine Partnerin hatte.

Der Franzose bekommt in Paris jährlich um die 18 Millionen Euro. Auch bei Barcelona verdiente Dembele zwischen 15 und 16 Millionen im Jahr, finanzielle Schwierigkeiten dürfte er als keine haben. Schätzungen zu seinem Vermögen gibt es viele, doch wirklich stichhaltig sind die meisten nicht. Die meisten Quellen schreiben von 30-35 Millionen Euro, andere wiederum von über 100 Millionen.

Den ersten Titel gewann Dembele mit dem BVB. 2017 krönte sich die Borussia zum Pokalsieger. Mit seinem Wechsel zum FC Barcelona kamen auch mehr Titel. Drei Meisterschaften, zwei Pokalsiege und zwei Supercup-Erfolge konnte er mit den Katalanen feiern. Und auch in der französischen Heimat hörte das Titelsammeln nicht auf. Je zweimal gewann er bis dato die Meisterschaft, den Pokal und den Supercup. Und dann folgte 2025 der größte Erfolg auf Vereinsebene. Im Finale fegten die Pariser über Inter Mailand hinweg und krönten sich zu den verdienten Champions-League-Siegern.

Doch ein Erfolg dürfte alle diese Titel mit seinen Vereinen überstrahlen. 2018 krönte er sich mit der französischen Nationalmannschaft in Russland zum Weltmeister.

Einmal lautet die Antwort auf diese Frage. Und zwar gerade eben konnte Dembele die Auszeichnung einheimsen. Er setzte sich in der Wahl gegen Lamine Yamal von seinem Ex-Klub Barcelona und seinem Teamkollegen Vitinha durch.

Bislang wurde Ousmane Dembele in seiner Karriere noch nicht mit dem FIFA-Weltfußballer-Award ausgezeichnet. Jedoch steht die Wahl für das Jahr 2025 noch aus - und Dembele gilt als Topfavorit auf die Auszeichnung.

In der französischen Nationalmannschaft bekam Dembele schon bald seinen ganz eigenen und kreativen Spitznamen. "Moskito" nannten ihn schon bald seine Landsmänner, Grund dafür sind seine außergewöhnliche Schnelligkeit und Beweglichkeit.