Nationaltorwart Oliver Baumann (36) hat einen Einblick in seine Gefühlswelt gegeben und erklärt, dass seine Degradierung zur Nummer zwei im DFB-Team zunächst nur schwer zu verdauen gewesen sei.
Getty ImagesOliver Baumann über seine Degradierung im DFB-Team vor der WM: "Das war nicht ganz cool"
Nach dem 2:1 gegen die USA, dem neunten Sieg der DFB-Elf in Folge, erklärte der starke Keeper bei RTL zunächst, er sei "sehr zufrieden" mit seiner Leistung.
Anschließend ging es um das Thema Manuel Neuer (40) und Julian Nagelsmanns (38) Entscheidung, den mehrfachen Welttorhüter für die WM zurückzuholen und ihn vor Baumann zur Nummer eins zu machen.
"Anfangs war das hart, das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her", sagte Baumann. Die Flinte in der Nationalmannschaft ins Korn zu werfen, sei für ihn jedoch kein Thema gewesen: "Aber es war von Anfang an klar, dass ich für die Mannschaft da bin. Nicht herzukommen war kein Thema, es ist ja auch für mich eine WM Ich möchte der Mannschaft helfen, meinen Beitrag leisten. Es gilt jetzt voller Fokus auf mich und auf die Mannschaft."
Auf Nachfrage, wie das "nicht ganz cool" gemeint sei, entgegnete der Keeper von 1899 Hoffenheim: "Ich würd's dabei gerne belassen und nicht weiter darauf eingehen. Die Situation ist, wie sie ist. Wir haben hoffentlich einige Wochen vor uns und wollen alles für den Erfolg tun."
Er betonte anschließend noch, dass er sich mit Neuer gut verstehe: "Unser Verhältnis ist nach wie vor gut und wir werden alles für den Erfolg der Mannschaft tun."
Getty ImagesNagelsmann stellt klar: Neuer wird gegen Curacao spielen
Derweil erklärte Nagelsmann, dass Neuer nach überstandenen Wadenproblemen nun ins Mannschaftstraining einsteigen und dann auch gegen Curacao zum WM-Auftakt das deutsche Tor hüten werde: "Er wird jetzt, wenn wir in Winston-Salem ankommen, ins Mannschaftstraining einsteigen, so ist es geplant, und dann gegen Curacao auch spielen."
Baumann sprach er bei der Gelegenheit noch "ein riesiges Kompliment" aus. Der ehemalige Freiburger hatte als Neuer-Vertreter die beiden Vorbereitungsspiele auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada absolviert und sich laut Nagelsmann vorbildlich "in den Dienst der Mannschaft gestellt".
Dass auf Neuer gegen Curacao nun ein Kaltstart warte, ist für Nagelsmann kein Problem: "Ihm geht es gut, er ist auf dem Weg zur besten Fitness. Er muss sich in seinem Alter nicht eingewöhnen. Er kommt mit einer Drucksituation klar."
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