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Borussia Dortmund v FC Bayern München - BundesligaGetty Images Sport

Niko Kovac ignoriert ihn zu fast 40 Prozent! Ein Profi des BVB erlebt ein unterirdisches Jahr 2026

Stellt man die finalen Momente des ersten und letzten Pflichtspiels der Saison von Borussia Dortmund gegenüber, könnte man annehmen, dass das Spieljahr für Yan Couto ein gutes Ende nahm. Im vergangenen August, beim Pokalauftritt in Essen (1:0), hatte Kelsey Owusu in der fünften Minute der Nachspielzeit mit gestrecktem Bein und voller Wucht gegen das Knie des Brasilianers getreten.

  • Trainer Niko Kovac sagte anschließend, das lediglich mit Gelb geahndete Foul sei "fast ein Anschlag" gewesen. Fünf Tage später jedoch war Couto wieder fit und stand am 1. Spieltag der Bundesliga 90 Minuten auf dem Platz. 33 Spieltage später war es erneut Minute 90+5, in der der Außenverteidiger in den Fokus rückte. Beim Sieg in Bremen steuerte Couto den späten 2:0-Endstand bei.

    Es war Coutos sechste Torbeteiligung (drei Tore, drei Vorlagen), gegenüber seinem verheerenden Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 500 Prozent. Das war es aber beinahe schon an guten Nachrichten über den 23-Jährigen. Couto hat nach nun zwei absolvierten Spielzeiten für seine horrende Ablösesumme von 25 Millionen Euro viel zu wenig Leistung gebracht und ist damit auf dem besten Weg, endgültig als Transferflop abgestempelt zu werden.

    Dabei hatte es für ihn bedeutend besser begonnen in dieser Saison. Couto stand mehrfach in Folge in der Startelf und steigerte sich merklich. Er verringerte die große Bandbreite seiner vorherigen Unzulänglichkeiten - technische Fehler, schwaches Stellungsspiel, miese Zweikampfquote, zu geringe Physis - und schüttelte seine hohe Fehlerquote nach und nach ab. In der Offensive zog er häufig ins Zentrum, auch seine Flanken wurden besser. Fünf seiner sechs Torbeteiligungen brachte er in der Hinrunde zustande.

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    Das Problem von Yan Couto heißt Julian Ryerson

    Doch genau das wurde Coutos Problem - das Stichwort "Torbeteiligungen": Er hatte schlicht das Pech, dass Konkurrent Julian Ryerson in dieser Kategorie die vermutlich beste Saison seines Lebens gespielt hat. Der Norweger bereitete letztlich insgesamt 18 Treffer vor, die Kombination "Flanke Ryerson, Tor Serhou Guirassy" wurde zum berüchtigtsten Spielzug des BVB.

    Deshalb äußerte sich Kovac vor einigen Wochen so über Couto: "Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Yan hat in dieser Saison sehr viel mehr Spielzeit gehabt als letztes Jahr. Julian performt richtig gut, macht das offensiv klasse. Er hat die meisten Assists gegeben. Deswegen ist es für Yan schmerzhaft, aber für mich umso schöner, dass ich zwei gute Jungs auf der rechten Seite habe."

    Dass Kovac nette Worte über Spieler verliert, sie dann aber dennoch längere Zeit außen vor lässt, ist keine Seltenheit. Bei Salih Özcan hatte er im Winter ein deutliches Mehr an Minuten in Aussicht gestellt, aber nicht Wort gehalten. Ähnlich verhält es sich mit Couto: In 37,5 Prozent der 72 Pflichtspiele, die der Kroate beim BVB coachte, saß Couto 90 Minuten lang draußen (27-mal). Neunmal allein im Jahr 2026.

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    Unterirdisches Jahr 2026 für Yan Couto beim BVB

    Dieses lief, man kann es nicht anders sagen, unterirdisch für den viermaligen Nationalspieler. Couto stand nur noch viermal in der Startelf, zuletzt Ende Februar beim 2:3 gegen den FC Bayern. Seitdem spendierte ihm Kovac nur noch 41 Einsatzminuten.

    Dass dieser Trend nicht im Sinne Coutos ist, ist selbstredend. Ryerson wird auch in der kommenden Saison als Favorit auf den Posten des rechten Schienenspielers ins Rennen gehen. Es wäre daher alles andere als verwunderlich, sollten sich die Wege von Dortmund und Couto - in welcher Form auch immer - trennen. Dass seine "Zukunft ungewiss" ist, vermeldeten vor fünf Wochen etwa die Ruhr Nachrichten.

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  • Wie wohl fühlt sich Yan Couto in Deutschland?

    Zumal weiter im Raum steht, wie wohl sich Couto überhaupt in Deutschland fühlt. Im Rahmen der Klub-WM hatte er vergangenen Sommer gegenüber dem brasilianischen Pay-TV-Sender SporTV Aussagen getätigt, die tief blicken ließen: "Ich habe nicht erwartet, dass der Wechsel nach Deutschland so anders sein würde. Sowohl in persönlicher Hinsicht, als auch im Umgang mit der Kälte und den Menschen, die sich mehr abschotten. Es ist nicht einfach, es macht einen großen Unterschied. Deshalb gehen viele Brasilianer nicht mehr nach Deutschland. Es ist eine Herausforderung für mich, ich muss damit umgehen."

    Das gelingt natürlich immer leichter, wenn man sich als Sportler gebraucht fühlt und regelmäßig das tun kann, woran man am meisten Spaß hat. Dies war Couto in Dortmund bislang zu selten vergönnt.

    Als im letzten Heimspiel der Saison, nach einem Sieg gegen Frankfurt und der Verabschiedung von Julian Brandt, Niklas Süle sowie Özcan, ein Mannschaftsbild vor der Südtribüne geschossen wurde, sah einzig Couto alles andere als glücklich aus.

  • Yan Couto: Leistungsdaten und Statistiken

    MannschaftSpieleToreTorvorlagenEinsatzminuten
    FC Girona955175.930
    Borussia Dortmund62342.896
    SC Braga42142.930

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (35 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.