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NagelsmannGetty Images

"Ich bin keiner der wegläuft": Julian Nagelsmann will nach WM-Desaster weiter Bundestrainer sein

Julian Nagelsmann hat nach dem demütigenden Aus gegen Paraguay im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko einen Rücktritt als Bundestrainer ausgeschlossen.

"Ich stehe bereit, wenn man das möchte und wenn man das nicht möchte, muss man mir das sagen”, sagte Nagelsmann bei MagentaTV. “Ich möchte schon weitermachen. Aber im Fußball kann alles passieren. Wenn der DFB mich möchte, bereite ich gerne die EM und Nations League vor. Wenn nicht, dann muss man mir das sagen."

Im ZDF ergänzte er: "Ich bin keiner der wegläuft".


  • Germany v Paraguay: Round Of 32 - FIFA World Cup 2026Getty Images Sport

    Deutschland hat nach dem Ausscheiden im Elfmeterschießen gegen ein Paraguay, das mindestens ab der 60. Minute nur darauf aus war, das Elfmeterschießen zu erreichen, zum dritten Mal hintereinander bei einer WM das Achtelfinale verpasst. 

    Die deutsche Mannschaft ließ im Sechzehntelfinale beinahe jede Tugend vermissen, die früher einmal mit der deutschen Nationalmannschaft verbunden wurde und verspielte nicht nur endgültig den Nimbus, eine Turniermannschaft zu sein, sondern auch den, eine erfolgreiche Mannschaft aus elf Metern zu sein.

    Zum ersten Mal überhaupt verlor die DFB-Elf ein Elfmeterschießen bei einer WM, dass die Mannschaft auch noch die Hälfte (!) ihrer sechs Elfmeter verschoss, sprach Bände.


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  • Jürgen KloppGetty Images

    Julian Nagelsmann hat für viele Entscheidungen Kritik abbekommen

    Nagelsmann stand schon vor Beginn des Turniers in der Kritik, als er zu Beginn des Frühlings in einem vielbeachteten kicker-Interview mehr oder weniger schon seinen Kader und die Rollen der einzelnen Spieler für die Mannschaft definierte. Im Zuge der Vorbereitung kritisierte er dann mit Deniz Undav öffentlich den besten Torjäger und ließ ihn auch dann noch beinahe demonstrativ aus der Startelf, als Undav in den ersten beiden WM-Spielen gegen Curacao und die Elfenbeinküste beinahe nach Belieben traf. Auch sein Umgang bei der Rückkehr von Manuel Neuer in die Nationalmannschaft sorgte für Kritik.

    Vor dem ersten Gruppenspiel, dem 7:1 gegen Curacao, sorgte ein scherzhafter Schlagabtausch zwischen "Schatten-Bundestrainer" Jürgen Klopp und Thomas Müller bei MagentaTV ("Noch" Noch!") für Wirbel. Klopp entschuldigte sich hinterher bei Nagelsmann.

    Beim 1:2 gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel sorgte Nagelsmann für Unverständnis, als er Oliver Baumann nicht spielen ließ, obwohl Deutschland schon als Gruppenerster für die K.o.-Phase qualifiziert war. Auch seine Einwechslungen, die so gar nicht zu den vorher definierten Rollen der Kaderspieler passten, sorgten für Kritik.

    Vor dem Aus gegen Paraguay war es zudem zu einer lebhaften Diskussion gekommen, ob Joshua Kimmich wieder ins Mittelfeld soll. Nagelsmann ließ ihn gegen Paraguay noch als Rechtsverteidiger spielen, schloss aber eine künftige Rückversetzung auf Kimmichs Stammposition nicht aus.

    Dazu wird es nun nicht mehr kommen.

  • Jürgen KloppGetty Images

    Spieler und Rudi Völler stärken Nagelsmann den Rücken - Klopp will nicht über Bundestrainer-Job reden

    Trotz der Misstöne vor, während und nach dem desaströsen WM-Abschneiden stärkten nicht nur Spieler wie Joshua Kimmich oder Kai Havertz Nagelsmann demonstrativ den Rücken, sondern auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler.

    "Es hieß ja, dass ich ihn immer verteidigen würde. Aber das hat er gar nicht nötig. Ich halte ihn für einen Top-Trainer. Ich finde, dass er wahrscheinlich noch der richtige ist. Aber ich bin natürlich auch nicht alleine beim DFB. Ich finde immer noch, dass er die richtige Person am richtigen Ort ist. Wir tun gut daran, uns zu sammeln und uns dann zusammenzusetzen", sagte Völler.

    Wesentlich schärfer forderte Ex-Nationalspieler Mats Hummels Konsequenzen: "Auf verantwortlicher Seite", sagte der Weltmeister von 2014, "schreit das nach Konsequenzen." Fußball sei "zu sehr Leistungssport", als dass nun nicht alles diskutiert werde - auch eine Zukunft ohne Nagelsmann.

    Würde Klopp im Fall der Fälle am Ende doch aus dem Schatten auf die Bühne treten? "Da hab ich noch nicht drüber nachgedacht. [...] Aber es ist jetzt absolut nicht der Moment, darüber zu reden. Ich hab einen Job, den ich sehr gerne mache. Soweit ich gehört habe, ist das kein Halbtagsjob. Es gibt keinen Grund, draufzuhauen. Julian hat recht. Die Mannschaft wollte, aber sie konnte in bestimmten Situationen nicht."



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Häufig gestellte Fragen

Ihr Dachverband DFB wurde am 28. Januar 1900 gegründet. Achte Jahre und gut zwei Monate später, im April 1908, stieg das erste Länderspiel. Dieses verlor die deutsche Nationalmannschaft in der Schweiz mit 3:5.

Anders als andere Nationalmannschaften hat die deutsche kein festes Heimstadion. Deutschland spielt im Berliner Olympiastadion, in der Münchner Allianz Arena, im Dortmunder Signal Iduna Park aber auch in anderen Anlagen.

Das lässt sich aufgrund Deutschlands vieler Spielstätten nicht pauschal sagen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich viermal zum Weltmeister, dreimal zum Europameistermeister und 2017 zum Konföderationen-Pokalsieger gekrönt.

Lothar Matthäus ist mit 150 Auftritten Deutschlands Rekordnationalspieler. Ebenfalls auf dem Podest und dreistellig sind Miroslav Klose (137) sowie Thomas Müller (131). 

Mit 71 Treffern in 137 Länderspielen führt Miroslav Klose vor Gerd Müller, der in 62 Auftritten 68-mal eingenetzt hat.

Unter anderem Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Lothar Matthäus, Miroslav Klose, Philipp Lahm, Manuel Neuer, Toni Kroos u.v.m.

In erster Linie "DFB Team", aber etwa auch "DFB Auswahl".