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England Press Conference - FIFA World Cup 2026Getty Images Sport

Harry Kane als Verteidiger? Donald Trump wundert sich nach Englands WM-Aus über Thomas Tuchel

Auch bei US-Präsident Donald Trump hat die Defensivtaktik von Thomas Tuchel beim dramatischen Aus der Engländer im WM-Halbfinale gegen Argentinien für Verwunderung gesorgt. 

  • "Haben ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt"

    Dass selbst sein Kumpel Harry Kane plötzlich defensiv spielen musste, sei "vielleicht ein Fehler" gewesen, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Trump Tower in New York: "Sie führten, und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching."

    Tuchel hatte im Duell mit Lionel Messis Argentiniern beim Stand von 1:0 defensiv gewechselt und sich weitgehend aufs Verteidigen beschränkt. Diese Taktik ging schief, England kassierte späte Gegentreffer und schied aus. Dafür erhielt der deutsche Trainer viel Kritik aus der Heimat. Beim Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag (23.00 Uhr MESZ) geht es nur noch um einen guten Abschluss des Turniers.

    Aus Trumps Sicht könnte Kane dabei helfen. Der Bayern-Star sei bei dieser WM "fantastisch" gewesen, lobte der US-Präsident: "Wir haben einmal Golf miteinander gespielt, er ist ein großartiger Typ."

    Kane hatte bereits in der vergangenen Woche über die Begegnung mit Trump vor rund 18 Monaten gesprochen. Damals habe ihn der Politiker zum Golfen in Palm Beach eingeladen. "Es war eine ziemlich surreale Erfahrung", sagte Kane: "Er spielt, ehrlich gesagt, ziemlich gut. Ich hoffe, ich kann noch so gut spielen wie er, wenn ich in seinem Alter bin."

  • England Press Conference - FIFA World Cup 2026Getty Images Sport

    Tuchel sieht die Schuld nicht bei sich: "Ich bereue nichts"

    Tuchel verteidigte seine viel diskutierten Entscheidungen hingegen abermals. "Ich bereue nichts, ich habe versucht, meinem Team zu helfen. Ich habe auf meine Erfahrung, meinen Instinkt und meinen Wettbewerbsgeist vertraut", sagte Tuchel bei der Pressekonferenz, bei der er eigentlich über das Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag (23.00 Uhr) sprechen sollte.

    "Ich übernehme die persönliche Verantwortung für diese Entscheidungen. Die Entscheidungen werden unter Stress getroffen", fügte Tuchel an: "Wenn ihr jemanden braucht, den ihr beschuldigen könnt, ich bin der Cheftrainer."

    Am Mittwoch in Atlanta hatte England gegen Argentinien mit 1:0 geführt, dann aber zog sich das Team weit zurück. Tuchel wechselte drei Defensivspieler ein, um die Führung über die Zeit zu retten. Doch dies gelang nicht, England schied nach späten Gegentreffern noch aus. Tuchel erhielt für seine Taktik heftige Kritik. "Es ist unsere Narbe, die wir tragen, als Trainer, als Spieler. Es ist eine sehr schmerzhafte Niederlage, die wir tragen müssen, nicht die Kritiker, nicht die Experten", sagte der Deutsche: "Es schmerzt, und es wird auch noch lange schmerzen. Wir haben gehofft und geträumt."

  • Tuchel: Ein Spiel, das "niemand spielen" will

    Für England geht es nun in Miami um einen versöhnlichen Abschluss des Turniers. "Es ist ein offizielles Spiel, ein großes Spiel gegen eines der besten Teams der Welt", sagte Tuchel: "Wenn wir das Spiel gewinnen, haben wir das beste Ergebnis bei einer WM seit 60 Jahren erreicht." 1966 hatte England bei seiner einzigen Finalteilnahme den Titel geholt.

    Dennoch betonte der 52-Jährige erneut, dass dieses Spiel "niemand spielen" wolle. Frankreich war in seinem Halbfinale an Europameister Spanien (0:2) gescheitert, der nun am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) Weltmeister Argentinien im Endspiel fordert.

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