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Manny FernandezGetty Images

Er ist der Liebling eines Ex-Bayern-Trainers und hat einen 360-fachen Marktwert: BVB schaut angeblich auf Senkrechtstarter

Manchmal gibt es sie noch: Die Spieler, die keinem Scout als 13-Jähriger aufgefallen sind, dann in eine Jugendakademie eines renommierten Klubs geholt wurden, um auf die Profilaufbahn bestens vorbereitet zu werden. Emmanuel Fernandez ist solch ein Spieler. Der 24-Jährige von den Rangers aus Glasgow wird laut schottischen Medienberichten aktuell, und das nicht zum ersten Mal, mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht – und allein das ist schon eine Sensation. Denn Fernandez kommt von ganz unten und hat etwas geschafft, das mit dem Wort "Senkrechtstart" noch unzureichend beschrieben werden kann. 

  • Manny Fernandez: Klub bricht Leihe nach nur einem Monat ab

    Emmanuel Oluwasegun Opeyemi Fernandez – oder "Manny", wie er sich selbst nennt – wuchs als jüngstes von acht Kindern in einer Familie mit nigerianischen Wurzeln in London auf. Mit dem Fußball begann er im Grundschulalter und wurde dabei nicht sonderlich auffällig. Als körperlich starker Stürmer ging es für ihn los, dann folgte die Versetzung ins Mittelfeld, in dem seine Zweikampfstärke gefragt war. Als er es immerhin in die U18 von Brentford schaffte, sah es plötzlich danach aus, als ob sich eine Tür für ihn öffnen sollte – doch das war nicht der Fall. Mit 17 Jahren folgte der Wechsel in die Jugend von Gillingham, danach erfolglose Leihen zu den nicht unbedingt klangvollen Klubs Sheppey und Margate, der nach einem Monat von ihm genug hatte. 

    Als die Fußball-Jugend für Manny Fernandez vorbei war, hatte er – positiv formuliert – die freie Wahl. Oder anders ausgedrückt: keinen Verein. Er schloss sich Ramsgate an, in der siebten englischen Liga. Dort habe er "die Körperlichkeit des Fußballs" gelernt, sagte er vor einem Jahr. "Weil der Ball dort die meiste Zeit nicht auf dem Boden ist", ergänzte er. Genau das Richtige für den 1,98 Meter großen Manny Fernandez, um seine Defensivfähigkeiten zu verbessern, denn inzwischen war er zum Innenverteidiger umgeschult worden. Mit Erfolg: Nach nur einem Jahr ging es für ihn mit einem Riesensprung nach oben – immerhin in die dritte englische Liga zu Peterborough. 

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  • DANNY RÖHL MANNY FERNANDEZ RANGERS Getty Images

    Manny Fernandez wird zum Liebling eines Ex-Bayern-Trainers und plötzlich drei Millionen Euro teurer

    Als Außenseiter aus dem Amateurbereich tat er sich erwartungsgemäß vier Ligen höher als zuvor erst einmal schwer. Es folgten zwei Leihen zu Spalding und Barnet, um bei diesen kleineren Klubs unterklassig mehr Spielpraxis zu sammeln. Zur Saison 2023/24 meldete sich Fernandez wieder bei Peterborough, mit 21 Jahren, wenig Hoffnung und einem Marktwert von 50.000 Euro. Was danach folgte, war immer noch nicht der große Durchbruch, denn Fernandez bekam nur wenige Minuten. Erst ein Jahr später setzte Coach Darren Ferguson, der Sohn des großen Sir Alex, auf ihn und machte ihn bei Peterborough zum Stammspieler. Der Transfer im vergangenen Sommer zu den Rangers kam trotzdem überraschend – und die Ablösesumme sorgte bei den Fans in Glasgow für große Fragezeichen. 

    Drei Millionen Euro zahlte der Klub für einen Spieler, der erst eine ordentliche Saison bei einem englischen Drittligisten hinter sich hatte. Sein Marktwert war nur ein Bruchteil der von den Rangers investierten Summe – doch der neue Coach Danny Röhl, beim FC Bayern München noch Co-Trainer unter Hansi Flick und Niko Kovac, machte sich dafür stark, auf das Potenzial bei Manny Fernandez zu setzen, von dem er überzeugt war. 

  • MANNY FERNANDEZ RANGERS Getty Images

    Manny Fernandez ist jetzt das 360-fache wert und Nationalspieler

    Und die großen Fragezeichen verschwanden schnell. Nach einer Anlaufphase etablierte sich Manny Fernandez nicht nur bei den Rangers als Leistungsträger, sondern überzeugte alle und jeden. Mit riesigem Einsatz warf er sich in die Zweikämpfe, grätschte, lief Bälle ab – und erzielte vorne sogar noch fünf Liga-Tore. "Ich bringe Führungsqualitäten mit, bin aggressiv, gewinne die meisten meiner Kopfballduelle und kann auch Fußball spielen", hatte er den Rangers schon vor der Saison angekündigt. 

    Die Belohnungen für seine starken Auftritte prasselten nur so auf ihn ein: Die Rangers-Fans kürten ihn zum Spieler des Jahres, er wurde ins Team der Saison 25/26 in der Premiership gewählt – und für Nigerias Nationalmannschaft nominiert. Dort debütierte er im März und traf gleich in seinem zweiten Spiel, beim 2:2 gegen Jordanien. 

    Sein Marktwert ist entsprechend explodiert und beträgt nun 18 Millionen Euro – und damit das 360-fache des Betrags, der für ihn noch vor drei Jahren veranschlagt wurde. Bereits im Winter soll unter anderem Borussia Dortmund auf ihn aufmerksam geworden sein und ihn nun wieder auf der Liste haben, meldet die Zeitung Daily Record. Angesichts der früheren Verbindung zwischen Rangers-Coach Röhl, der vor dem Wechsel nach Salzburg steht, und BVB-Trainer Kovac könnte es durchaus einen heißen Tipp aus Schottland für die Borussia gegeben haben, auch wenn das Team aus Glasgow seinen neuen Top-Star grundsätzlich wohl nur ungerne abgeben würde. 

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  • schlotterbeck jubel dfbGetty Images

    BVB droht Schlotterbeck-Abgang im Sommer: kommt für ihn Manny Fernandez?

    Die Dortmunder haben zwar mit Joane Gadou aus Salzburg bereits einen Innenverteidiger geholt, doch die Situation in der Abwehrzentrale könnte es erforderlich machen, dass der BVB auf dieser Position noch einmal nachlegt – vielleicht mit Manny Fernandez. Denn Niklas Süle ist weg, Emre Can fällt aufgrund seines Kreuzbandrisses lange aus. Bleibt mit Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck und Luca Reggiani noch ein Trio, um das es in den vergangenen Wochen einige Gerüchte gab. 

    Anton soll angeblich aus BVB-Sicht nicht verkauft werden, doch bei einem großen Angebot könnten die Dortmunder vielleicht doch schwach werden. Anders sieht der Fall bei Schlotterbeck aus, der bekanntermaßen eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hat, die bereits in diesem Sommer gilt. Sollte er eine starke WM spielen, ist nicht ausgeschlossen, dass sich der deutsche Nationalspieler verabschiedet, auch wenn er seinen Vertrag erst im Frühjahr mit großem Tamtam verlängert hatte und der BVB ihn halten möchte. Diesbezüglich soll der neue Real-Trainer Jose Mourinho offenbar großes Interesse an der Personalie Schlotterbeck haben. An Luca Reggiani, der kürzlich für Italiens Nationalteam debütierte, soll Inter Mailand interessiert sein. 

    Falls einer aus diesem Trio gehen sollte, hätten die Dortmunder wieder in der Abwehrzentrale Bedarf und mit Manny Fernandez offenbar einen Kandidaten im Auge. Eine Grundvoraussetzung für dessen Wechsel zum BVB ist jedenfalls erfüllt: Seine Trikotnummer ist bei der Borussia nicht vergeben – und die trägt er bislang auf jeder seiner Stationen. "Mein Bruder ist mit 37 Jahren gestorben und ihm zu Ehren nehme ich die 37", erklärte Manny Fernandez. 

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (35 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.