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France v Spain: Semi Final - FIFA World Cup 2026Getty Images Sport

"Deswegen kannst du es nicht einstudieren": Flog Frankreich wegen der Unlust am Training aus der WM?

Nach dem WM-Aus von Frankreich im Halbfinale gegen Spanien (0:2) analysierten Christoph Kramer und Christian Streich im ZDF die tieferen Ursachen. Laut den Experten lag das Scheitern vor allem an mangelnder taktischer Disziplin und fehlender Demut. Vor allem Kramer suchte die Schuld keineswegs im körperlichen Bereich oder im mangelnden Einsatzwillen der Einzelspieler.

  • "Frankreich kannst du gar nichts absprechen. Die wollten alle, die sind gelaufen", betonte der 33-Jährige und verwies auf die guten Laufwerte der Mannschaft. Das Problem der Franzosen liege vielmehr im mannschaftstaktischen Verhalten gegen den Ball.

    Für Kramer lag der entscheidende Unterschied woanders: Frankreich habe es beim Halbfinale schlichtweg nicht als funktionierende Einheit geschafft. "Der große Unterschied ist, dass sie es nicht zusammen machen", sagte der ZDF-Experte.

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    "Haben keinen Bock": Kramer kritisiert Frankreich

    Gerade das Coaching einer solchen Ansammlung an Individualisten stelle für den Trainerstab eine immense Herausforderung dar. Kramer analysierte dies wie folgt: "Diese Rasselbande musst du trainieren. Wenn du mit Dembele, mit Mbappe so viele internationale Top-Weltklasse-Leute hast, dann ist die größte Aufgabe als Trainer wahrscheinlich, die bei Laune zu halten."

    Anschließend holte der Weltmeister von 2014 zum Rundumschlag gegen das Abwehrverhalten der Offensivreihe aus: "Du siehst heute bei Frankreich im Anlaufverhalten, dass Spanien gegen sie ewig spielen kann. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie einfach keinen Bock haben zu trainieren, und du es deswegen nicht einstudieren kannst."

  • Streich voll des Lobes über Spanien

    Ex-Freiburg-Trainer Christian Streich pflichtete Kramer bei und untermauerte seine Sicht mit Beispielen aus dem spanischen Kollektiv, das im Gegensatz zum französischen Starensemble funktionierte. Vor allem die defensive Disziplin der spanischen Offensivkräfte nötigte dem langjährigen Bundesligacoach Respekt ab: "Die Systematik heute, wie Spanien verteidigt hat, wie ein Lamine Yamal, der es natürlich machen muss, wie Baena, wie Oyarzabal verteidigt haben - jedes Mal, wenn der Franzose dir den Rücken gezeigt hat, raus im Pressing. Jedes Mal."

    Der entscheidende Unterschied liege für Streich in der tieferen Struktur und der Historie der beiden Teams. Während der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente einen Großteil seiner Spieler bereits aus den U-Nationalmannschaften kennt und geformt hat, gleicht der französische Kader einer Ansammlung von Weltstars mit ausgeprägten Egos. 

    Dies wirke sich direkt auf das Verhältnis zum Trainer aus. Streich schwärmte regelrecht von der Beziehung zwischen den spanischen Akteuren und ihrem Übungsleiter: "Die haben eine Demut vor dem Trainer, eine Dankbarkeit, weil er sie gefördert hat. Und dann ist es eine andere Geschichte."

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  • France v Spain: Semi Final - FIFA World Cup 2026Getty Images Sport

    Spanien im WM-Finale gegen England oder Argentinien

    Frankreichs Traum vom dritten Finale in Serie ist am Dienstagabend geplatzt. Nach dem verdienten 2:0 der bärenstarke Spanier bleibt für die Equipe Tricolore nur noch das Spiel um Platz drei. Die Furia Roja dagegen wird es im Finale am Sonntag mit dem Sieger des zweiten Halbfinals zu tun bekommen, in dem sich am Mittwochabend (21 Uhr) England und Titelverteidiger Argentinien gegenüberstehen.