Vor dem Duell seines Ex-Klubs Bayern München mit Real Madrid in der Champions League hat der ehemalige Weltfußballer Lothar Matthäus den spanischen Edelklub kritisiert.
Getty Images"Dann weint er": Ehemaliger Weltfußballer wettert gegen Vinicius Junior
Bei Sky 90 fand er nicht nur deutliche Worte für Reals Superstar Vinicius Junior sowie dessen Verhalten auf dem Platz, sondern auch für das Gebaren des Klubs in der jüngeren Vergangenheit. "Vinicius ist natürlich ein toller Spieler, provoziert aber ohne Ende", begann Matthäus und konkretisierte dann: "Wenn man ihn dann mal richtig auf dem Platz packt, beschwert er sich nur, dann weint er. So ein bisschen typisch, die Art."
Reals Boykott der Ballon-d'Or-Gala 2024 war für den 65-Jährigen nicht in Ordnung: "Rodri ist Weltfußballer geworden, dann haben sie gesagt: 'Ja, ungerecht, hätte einer von uns werden müssen.' Also boykottieren wir. Das macht man nicht. Aus Respekt gegenüber den Gegnern, den anderen Mannschaften und Spielern – das macht man nicht. Die Presse hat es ja auch negativ gesehen, und so verliert ein Verein, der Großes geschaffen hat und eine ganz große Geschichte hat, irgendwie an Ansehen."
Matthäus' Fazit: "Also ich finde auch nicht gut, wie sich Real Madrid in den letzten Jahren verhalten hat."
Getty Images SportMathhäus sieht Bayern gegen Real in der Favoritenrolle
Ähnlich wie der Weltmeister von 1990 hatte sich am Sonntag sein ehemaliger Bayern-Kamerad Markus Babbel geäußert. Im 'Doppelpass' bei Sport 1 sagte dieser: "Real ist mit der unsympathischste Verein Europas und es wäre sehr schön, wenn die Bayern weiterkommen." Eine Aussage, die vom Publikum mit großem Applaus bedacht wurde. In der Talksendung wurde dann unter anderem auch besagter Ballon-d'Or-Eklat 2024 thematisiert.
Bayern und Real kreuzen am Dienstagabend im Viertelfinal-Hinspiel im Bernabeu erstmals die Klingen. Das Rückspiel steigt acht Tage später in der Allianz Arena. Für Matthäus ist in dieser Paarung der formstarke FC Bayern favorisiert: "Ich sehe bei Real schon gewisse Schwächen, die ich früher beim ganz großen Real Madrid nicht gesehen habe. Das sieht man ja auch schon an den Trainerwechseln. Das hinterlässt Spuren."
Und weiter: "Mbappe war lange angeschlagen, über Vinicius wird viel diskutiert – nicht nur über seine sportlichen Leistungen. Es gibt viele andere Themen bei Real, die ich als großen Vorteil für den FC Bayern sehe."
Die Rekordtransfers von Real Madrid:
- Jude Bellingham: Kam 2023 für 127 Millionen Euro Ablöse von Borussia Dortmund
- Eden Hazard: Kam 2019 für 120,8 Millionen Euro Ablöse vom FC Chelsea
- Gareth Bale: Kam 2013 für 101 Millionen Euro Ablöse von Tottenham Hotspur
- Cristiano Ronaldo: Kam 2009 für 94 Millionen Euro Ablöse von Manchester United
- Aurelien Tchouameni: Kam 2022 für 80 Millionen Euro Ablöse von der AS Monaco
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