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Erling HaalandGetty Images

"Chancentod" Erling Haaland setzt seine irre Serie fort - nächster BVB-Schock bei der WM

Marcus Pedersen brachte Norwegen in der 43. Minute in Führung. Für die restlichen Tore sorgten zwei Doppelpacker: Erling Haaland (48. und 58.) sowie Ismaila Sarr (53. und 90.+3).

  • RyersonGetty Images

    Nächster BVB-Schock bei der WM: Sorgen um Ryerson

    Norwegens Fans hatten auf den Rängen des Stadions von New Jersey noch nicht ein einziges Mal ihre jetzt schon legendäre Ruder-Show aufgeführt, da musste Julian Ryerson schon das Feld verlassen. Der 28-jährige Rechtsverteidiger von Borussia Dortmund zog sich in der Anfangsphase eine muskuläre Verletzung im rechten Oberschenkel zu und wurde in der 12. Minute für Marcus Pedersen ausgewechselt.

    Dabei hatte das Spiel für Ryerson eigentlich gut begonnen: Mit einer starken Ecke bereitete er bereits in der 3. Minute Norwegens erste Topchance vor, Kristoffer Ajer vergab aber per Kopf völlig freistehend. Nach seiner Auswechslung marschierte Ryerson vor dem roten Norwegen-Block Richtung Bank, die Fans feierten ihn dabei lautstark.

    Wie schlimm es Ryerson erwischt hat, ist noch nicht bekannt - vermutlich aber weniger schlimm als seinen BVB-Kollegen Nico Schlotterbeck. Der 25-jährige Innenverteidiger war bei Deutschlands 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste am Samstag umgeknickt, zog sich dabei eine schwere Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zu und fällt monatelang aus, wie der DFB am Montag mitteilte.

  • Erling Haaland(C)Getty Images

    Erling Haaland: Erst Chancentod - dann setzt er seine irre Serie fort

    Norwegens Führungstor erzielte in der 43. Minute ausgerechnet der für Ryerson eingewechselte Pedersen, profitierte dabei aber von gleich zwei Patzern der senegalesischen Hintermannschaft. Kalidou Koulibaly spielte einen verheerenden Fehlpass im eigenen Strafraum, Keeper Edouard Mendy griff bei Pedersens haltbaren Schuss ins kurze Eck daneben.

    Dann rückte der bis dahin blasse Erling Haaland in den Fokus. Zunächst in ungewöhnlicher Rolle - und zwar als Chancentod. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vergab der Stürmer von Manchester City innerhalb kürzester Zeit zwei hochkarätige Gelegenheiten. Nach einem weiteren Mendy-Patzer (diesmal vertändelte er den Ball) schoss Haaland aus spitzem Winkel an den Pfosten statt ins leere Tor. Sekunden später scheiterte er mit einem Kopfball am nun stark parierenden Mendy.

    Nach der Pause machte es Haaland besser: In Minute 48 vollstreckte er nach einem Traumpass von Martin Ödegaard zum 2:0, zehn Minuten später verwertete er eine halbhohe Hereingabe volley. 

    "Das gehört zu den größten Abenden meines Lebens. Es war ein ganz besonderer Moment", sagte der Torjäger, der auch von den Bildern vom Vortag schwärmte, als Norwegens Anhänger für "großartige Stimmung" am Times Square in New York gesorgt hatten: "Es war verrückt."

    Mit diesem Doppelpack traf Haaland auch im zwölften Pflichtspiel in Folge für Norwegen. Insgesamt hält er nach 52 Einsätzen bei 59 Treffern. Auch beim WM-Auftakt gegen den Irak hatte Haaland doppelt getroffen, mit vier Treffern ist er in der WM-Torschützenliste gleichauf mit Kylian Mbappe Zweiter hinter Lionel Messi (fünf).

  • Auch das DFB-Team betroffen: Was Senegals später Anschluss für den WM-Spielplan bedeutet

    Aus deutscher Sicht sind die Entwicklungen in Norwegens Gruppe I hochinteressant. Sofern sich das DFB-Team am 29. Juni in Boston gegen einen noch unbekannten Gruppendritten durchsetzt, würde es in einem möglichen Achtelfinale am 4. Juli in Philadelphia nämlich gegen den Sieger der Gruppe I gehen. Also Frankreich, so seit Wochen die einhellige Meinung. 

    Nach den Entwicklungen der Nacht deutet weiterhin alles darauf hin: Frankreich führte die Gruppe vor dem abschließenden Spieltag mit sechs Punkten dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz vor Norwegen an. Am letzten Spieltag reicht der Equipe Tricolore im direkten Duell mit Norwegen somit ein Remis für den Gruppensieg. Danach hatte es aber lange nicht ausgesehen. Erst durch Ismaila Sarrs Anschlusstor in der dritten Minute der Nachspielzeit rutschte Norwegen in der Tabelle hinter Frankreich.

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