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Jürgen KloppGetty Images

Bundestrainer Jürgen Klopp als Botschafter von Red Bull? Ex-DFB-Präsident schlägt Alarm

Er könne sich einen Bundestrainer mit Brause-Cap auf der Bank "keinesfalls vorstellen", sagte der 81-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ergänzte: "Sollte sich dies bewahrheiten, ich kann das noch nicht glauben, wäre es ein völliges No-Go."

  • Warum? "Stellen Sie sich das doch mal eine Minute vor, dann stellt Red Bull demnächst die deutsche Nationalmannschaft auf", sagte Zwanziger und warnte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Werben um Klopp davor, zu viel Einfluss des Dosen-Imperiums zuzulassen. "Red Bull will Macht gewinnen in den Sport hinein", sagte er: "Durch eine Person mit der neben dem Präsidenten wichtigsten Funktion im deutschen Fußball, vielleicht sogar die allerwichtigste."

    Klopp hätte für den kolportierten Fall, dass er als Bundestrainer RB-Werbebotschafter bleiben würde, "zwei Loyalitäten: Einerseits will Red Bull mit ihm Geld verdienen, andererseits soll er als Bundestrainer die möglichst optimale Leistung für den deutschen Fußball erbringen." Ein Ding der Unmöglichkeit.

  • Jürgen Klopp? "Der Bundestrainer kann nicht zwei Hüte tragen"

    Die Lösung liegt für Zwanziger auf der Hand: "Wenn es ihm so wichtig ist, Bundestrainer zu werden, dann muss er alles andere sein lassen. Deutscher Nationaltrainer ist ein Riesenamt in dieser Gesellschaft, immer noch und trotz der Dinge, die in den letzten Jahren nicht so gut gelaufen sind. Der Bundestrainer kann nicht zwei Hüte tragen."

    Die DFB-Spitze mit Präsident Bernd Neuendorf und Vize Hans-Joachim Watzke ist auf dem Weg nach New York, um mit Klopp über dessen mögliches Engagement beim Verband zu verhandeln. Weil der 59-Jährige als "Head of Global Soccer" noch bis 2029 an Red Bull gebunden ist, könnte eine Ablöse fällig werden. Um diese zu umgehen, soll die Lösung erdacht worden sein, Klopp könnte auch als Bundestrainer für das Unternehmen werben.

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Häufig gestellte Fragen

Jürgen Klopp wurde am 16. Juni 1967 in Stuttgart geboren.

Ja, Jahre bevor Jürgen Klopp als Trainer zur Legende wurde, war er selbst als Fußballer aktiv. Seine Laufbahn begann 1972 in der Jugend des SV Glatten.

Klopps Karriere im Herrenfußball begann 1986 beim TuS Ergenzingen. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 2001 stand er unter anderem beim 1. FC Pforzheim, den Amateuren von Eintracht Frankfurt, Viktoria Sindlingen, Rot-Weiss Frankfurt sowie – am längsten – beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag. Für die Mainzer spielte er von 1990 bis 2001.

Jürgen Klopp zählt zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Als Cheftrainer von Borussia Dortmund wurde er in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 Deutscher Meister. Zudem gewann er 2011/12 den DFB-Pokal sowie 2013 und 2014 den DFL-Supercup (heute: Franz Beckenbauer Supercup). Mit dem FC Liverpool sicherte er sich 2019/20 die englische Meisterschaft und die FIFA Klub-Weltmeisterschaft. In seinem Trophäenschrank stehen außerdem zwei englische Ligapokale und ein FA Cup. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere markierte der Gewinn der UEFA Champions League mit Liverpool in der Saison 2018/19. Insgesamt kommt Klopp auf 13 Titel als Trainer.

Klopp hat die Champions League einmal in seiner Karriere gewonnen - 2018/19 mit dem FC Liverpool.

Im Laufe seiner Karriere hatte Klopp das Privileg, zahlreiche Superstars zu trainieren. Zu den bekanntesten zählen wohl Robert Lewandowski, Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Mohamed Salah, Sadio Mane und Virgil van Dijk. Bei der deutschen Nationalmannschaf trainiert er darüber hinaus künftig Florian Wirtz, Jamal Musiala, Joshua Kimmich und Co.

Laut mehreren Quellen (Forbes, IMDB) beläuft sich Klopps geschätztes Vermögen auf mehr als 50 Millionen Euro.

Jürgen Klopp ist Vater eines Sohnes namens Marc, der 1988 geboren wurde. Marc stammt aus Klopps erster Ehe und war selbst als Fußballer aktiv – unter anderem bei Borussia Dortmund II und Darmstadt 98.

Er ist seit 2005 mit Ulla Sandrock verheiratet. Zuvor war er mit Sabine Klopp liiert.

Für seine beiden äußerst erfolgreichen Spielzeiten mit dem FC Liverpool wurde Klopp 2019 und 2020 zum FIFA-Welttrainer des Jahres gekürt.

"Kloppo" ist der gebräuchlichste Spitzname des heutigen Bundestrainers. Der Spitzname "The Normal One" wird deutlich seltener verwendet. Diesen Titel gab Klopp sich selbst bei seiner Vorstellung im Jahr 2015 beim FC Liverpool – als Anspielung auf Jose Mourinhos berühmtes "The Special One"-Interview –, um seine Bodenständigkeit und Authentizität zu unterstreichen.