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Borussia Dortmund v Borussia Mönchengladbach - BundesligaGetty Images Sport

Abschied nach 24 Jahren: Sebastian Kehl verlässt den BVB mit sofortiger Wirkung

Sebastian Kehl hatte nochmal kräftig Werbung für seine Arbeit gemacht. Die von ihm maßgeblich zusammengestellte Mannschaft von Borussia Dortmund habe "einen Punkteschnitt von 2,3 pro Spiel" und erledige "in der Liga einen richtig guten Job", sagte er am Samstagabend nach dem turbulenten 3:2 (0:2) gegen den Hamburger SV. Die Fans seien glücklich nach Hause gegangen, fügte er hinzu. Dass dies sein letzter Arbeitstag als Sportdirektor beim BVB sein würde, war da noch nicht abzusehen.

  • Am Sonntagmittag verkündete der Klub das Aus von Kehl, das "einvernehmlich" und mit sofortiger Wirkung erfolge. Weil die Arbeit des 46-Jährigen oftmals kritisch gesehen wurde, kommt die Trennung nicht völlig überraschend. Wohl aber der Zeitpunkt der Demission. Zumal der Sportdirektor längst mit den Planungen für die neue Saison beschäftigt war. Auch in den zähen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck, deren Ausgang die gesamte Ausrichtung des Klubs prägt, hatte er eine große Rolle gespielt.

    Im Sommer sei "der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken: "Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt." Kehl habe "enorme Verdienste für unseren Verein, und für sein großes Engagement sind wir ihm sehr dankbar".

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  • Sebastian KehlGetty

    Sebastian Kehl war seit 2022 Sportdirektor beim BVB

    Der BVB spielt eine herausragende Bundesliga-Saison, hat aber wegen der Dominanz von Bayern München keine Chance auf den Titel. Im DFB-Pokal und in der Champions League ist Dortmund bereits früh ausgeschieden, insbesondere in der Königsklasse wurde das Team den hohen Erwartungen nicht gerecht.

    Seit 2018 war Kehl vier Jahre Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, in dieser Zeit gelang Dortmund der DFB-Pokalsieg 2021. Im Sommer 2022 übernahm der ehemalige BVB-Profi den Posten des Sportdirektors, 2024 erreichten die Schwarz-Gelben das Finale der Champions League. Kehl galt lange als Erbe von Hans-Joachim Watzke, doch den begehrten Chefposten erhielt Ricken.

    "Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet und ich habe eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub. Trotzdem haben wir nun gemeinsam das Gefühl entwickelt, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen – sowohl für den BVB als auch für mich", sagte Kehl, der als Spieler 13 Jahre in Dortmund verbracht hatte. Zuletzt gab es Gerüchte über ein mögliches Engagement des 46-Jährigen als Sportvorstand beim Hamburger SV, ein Aufstieg beim BVB war in der Konstellation nicht möglich.

    "Das Feld" bei den Westfalen sei "bestellt", ergänzte Kehl: "Ich wünsche dem Verein bei seiner Neuausrichtung nur das Allerbeste und weiterhin die größtmöglichen Erfolge. Borussia Dortmund, das unglaubliche Stadion und die Südtribüne werden immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Es war mir eine Ehre."

  • Folgt Markus Krösche beim BVB auf Sebastian Kehl?

    Dem BVB steht im Sommer ein Umbruch bevor. Unter anderem Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan werden den Klub verlassen, Felix Nmecha verlängerte seinen Vertrag (bis 2030). Eine Entscheidung in der Causa Schlotterbeck steht aus.

    Wer auf Kehl folgt, ist offen. Markus Krösche, der bei Eintracht Frankfurt höchst erfolgreich arbeitet, gilt als Kandidat. "Ich bin kein Typ, der jetzt irgendwie die nächsten Schritte plant. Ich bin im Heute und Hier. Und ich bin total gerne bei Eintracht Frankfurt", sagte er am Samstagabend im 'Aktuellen Sportstudio' des ZDF. Sein Vertrag bei den Hessen läuft noch bis 2028.

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  • Die Rekordtransfers des BVB

    1. Ousmane Dembele: 2016 für 35,5 Millionen Euro von Stade Rennes
    2. Sebastien Haller: 2022 für 31 Millionen Euro von Ajax Amsterdam
    3. Mats Hummels: 2019 für 30,5 Millionen Euro vom FC Bayern
    4. Jobe Bellingham: 2025 für 30,5 Millionen Euro vom AFC Sunderland
    5. Jude Bellingham: 2020 für 30,15 Millionen Euro von Birmingham City