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Mohamed Sissoko of LiverpoolPhil Cole/Getty Images

Überlegungen zu Coronavirus-Impfstoff-Tests in Afrika: Ex-Liverpooler Momo Sissoko fordert Ermittlungen gegen Medizinprofessoren

Der frühere Liverpool-Profi Mohamed "Momo" Sissoko hat sich dafür ausgesprochen, dass gegen die beiden französischen Mediziner, die Coronavirus-Impfstoff-Tests in Afrika vorgeschlagen hatten, ermittelt wird.

"Man muss diesen Fall genauestens untersuchen und die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen, weil die Aussagen zu afrikanischen Menschen vollkommen unzulässig sind", sagte der ehemalige Nationalspieler Malis im Gespräch mit Goal und SPOX.

Sissoko über Vorschlag der Mediziner: "Ein Skandal"

Professor Jean-Paul Mira (Chef der Intensivstation des Cochin Krankenhauses in Paris) und Professor Camille Locht, Forschungsdirektor bei Inserm (französisches Institut für Gesundheit und medizinische Forschung), hatten im französischen Fernsehen über den Einsatz eines Impfstoffs im Kampf gegen das Coronavirus diskutiert. 

"Was die beiden gesagt haben, ist ein absoluter Skandal. Ich kann nicht verstehen, warum sie nicht gefeuert wurden und warum es bei uns nicht größer thematisiert wurde", so Sissoko weiter.

Mohamed Sissoko springt Samuel Eto'o und Didier Drogba zur Seite

Sissoko sprang damit auch den beiden Ex-Stürmerstars Samuel Eto'o und Didier Drogba zur Seite. Beide hatten sich ebenfalls lautstark über die Äußerungen der beiden Mediziner beschwert. 

"Ihr seid Müll! Afrika ist nicht dazu da, dass ihr damit spielt", schrieb der Kameruner Eto'o auf Instagram. Drogba, ehemals Nationalspieler der Elfenbeinküste, war ebenfalls außer sich: "Es ist undenkbar, dass wir das akzeptieren würden. Afrika ist kein Labor. Ich wehre mich auf das Schärfste gegen diese ernsthaft rassistischen und verächtlichen Bemerkungen."

Sissoko wiederum bezeichnete die Reaktion der beiden Ex-Profis als nachvollziehbar. "Ich bin definitiv geschockter von der Aussage der Professoren als von der Samuel Eto'os", so der 35-Jährige abschließend.

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