Nizza wird die Saison in der Ligue 1 als Dritter beenden, das ist seit der 1:2-Niederlage in Marseille am Sonntagabend so gut wie klar. Mario Balotellis Anstrengungen, die der Italiener mit einer persönlichen Bestmarke krönte, wurden im Duell mit dem Süd-Rivalen also nicht belohnt.
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Sechs Punkte beträgt nun, zwei Spieltage vor Schluss, der Rückstand auf das zweitplatzierte PSG. Es war erst die dritte Saison-Niederlage für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre - ein schwacher Trost. Für Balotelli persönlich gab es aber ein Stückchen Historie zu bejubeln.
Sein Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Marseille war vermutlich nicht sein schönstes - er drückte den Ball etwas unbeholfen aus kurzer Distanz über die Linie - aber es war bereits sein 15. in dieser Spielzeit. So oft hat Balotelli im Verlauf einer Saison noch nie getroffen.
Kurz vor dem Ende der Partie gab es zudem einen kuriosen Moment, als Balotelli in den Boden trat und sich scheinbar selbst verletzte. Allerdings dürfte sein Stolz wohl mehr unter dieser unglücklichen Aktion gelitten haben als sein Körper.
Davon abgesehen war es ein eher unscheinbarer Auftritt des 26-Jährigen, der sich zumindest ein paar Sporen beim Trainer in der Defensivarbeit verdiente. Marseilles Florian Thauvin weiß davon ein Lied zu singen, er musste nach einem Zweikampf mit Balotelli früh verletzt vom Platz.
Balotellis fehlende Einstellung bleibt derweil weiterhin ein Thema. Besonders nach den Aussagen, die Roberto Mancini, sein früherer Coach bei Manchester City, unter der Woche tätigte. "Er hat so viel Qualität, dass er schon am Anfang seiner Karriere auf dem Level von Ronaldo hätte sein müssen. Wenn er da jetzt noch immer nicht ist, dann ist das ein Stück weit auch sein eigener Fehler", sagte Mancini zu TMW Radio.
In der selben Show gab Balotelli dann zu: "Ich hatte während der letzten beiden Spielzeiten ein paar Probleme und spielte wirklich schlecht. Aber jetzt bin ich zurück in der Spur, würde ich sagen." Eine der angesprochenen Komplikationen waren die Dissonanzen mit Brendan Rodgers, seinem Trainer beim FC Liverpool, der nun bei Celtic Glasgow arbeitet.
Der Nordire hegt jedenfalls offenbar immer noch tiefe Gefühle für Balotelli. Gefragt nach dem besten Spieler, den er je trainiert hat, sagte Rodgers auf einer Veranstaltung in Glasgow mit einem Augenzwinkern: "Mario!" Dass es sich dabei nur um einen Joke handelte, verstand Balotelli aber selbstredend sofort - und griff zu Twitter, um seine ganz persönliche Antwort auf Rodgers zu geben.
Dennoch ist Mario in Nizza inzwischen wieder glücklich. Zwar ist seine Zukunft über den Sommer hinaus weiterhin offen, jedoch ist ersichtlich, dass er seine Zeit im Süden Frankreichs genießt.
In der vergangenen Woche wurde er sogar neben dem "I Love Nizza"-Symbol erspäht und postete ein Video auf Instagram mit der Unterschrift: "Schönes Nizza".
Zudem veröffentlicht er regelmäßig Kunst von Fans auf Instagram, vergangenen Freitag präsentierte er dabei eines der coolsten Stücke.
Es zeigt ihn selbst im Heimtrikot von OGC, seine Initialen auf seinem Kopf. Außerdem ist sein Kopf als der eines Adlers dargestellt, angelehnt an den Spitznamen des Top-Klubs aus Nizza.

