Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt nach 30 Jahren wieder ein Länderspiel zu Hause gegen England. Beim Abschied von Lukas Podolski sorgt er selbst für den Unterschied. Die Stimmen.
Erlebe die WM-Qualifikation live und auf Abruf auf DAZN. Jetzt Gratismonat sichern!
Joachim Löw (Trainer Deutschland): Wenn man ein Drehbuch schreiben hätte können, wäre es vermutlich so. Ich finde besondere Spieler verdienen einen besonderen Abschied. In einem solchen Spiel dann noch ein Tor zu schießen, dass hat er sich verdient. Eigentlich wollte ich ihn früher runter nehmen, aber er wollte so lange wie möglich bleiben und dann machte er auch noch das Tor. Bei Lukas muss man über das Sportliche nicht reden. Er war immer zu 100 Prozent bei der Sache, seine Einstellung war top, seine unheimliche Empathie hat er immer eingebracht und seine positive Grundeinstellung hat der Nationalmannschaft gut getan.
...über das Spiel: Wir waren in der ersten Halbzeit sehr nervös, die jungen Spieler waren zum ersten Mal in der Zusammensetzung am Platz. Die Engländer haben mit mehr Intensität gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gefangen. Die jungen Spieler kamen besser ins Spiel. Ich finde gut, dass sie diese Erfahrungen machen,Es war gut. Die Raumaufteilung war in der zweiten Halbzeit besser. Am Anfang standen Brand, Sane, Werner eng zusammen, die Engländer hatten keine Probleme.
...über eine Zukunft ohne Podolski: Lukas war dynamisch, im Torabschluss einmalig. Es hat diesen Respekt vorgelebt über die ganze Zeit.
Lukas Podolski (Kapitän Deutschland): Das ist ein geiler Film: Wir gewinnen 1:0, und ich mache das Ding. Ich weiß ja auch, dass ich einen linken Fuß habe, den mir der liebe Gott oder sonst wer gegeben hat. Ich bin stolz auf die vergangenen 13 Jahre.
Toni Kroos (Mittelfeldspieler Deutschland): Solche Sachen passieren nur im Fußball. Solch eine Kulisse und dann das Ding so in den Winkel zu hauen - unglaublich. Es war ja auch wirklich kein geschenktes Tor. Eine schöne Sache für Lukas. Als Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir auch dahinter Qualität haben, wenn einige nicht dabei sind.
Marc-Andre ter Stegen (Torhüter Deutschland): Es ist nunmal so das manche kommen und manche gehen. Heute geht ein hervorragender Fußballer, der auch seine Höhen und Tiefen hatte. Grundsätzlich versuche ich immer meinen Job zu machen. Heute hat es gut geklappt, es war ein gutes Spiel. Es gab wenige Chancen aber dafür klare. Ich habe gestern erfahren, dass ich spielen werde.
Thomas Müller (Angreifer Deutschland): Ein besseres Drehbuch hätte man gar nicht schreiben können, wobei es mir als Regisseur ein wenig zu kitschig gewesen wäre. Allerdings war das ja auch kein ungewöhnliches Tor für ihn. Er soll die Momente aufsaugen und genießen. Die Leute sind ja nur für ihn gekommen. Normalerweise ist das Stadion nach Spielende in zehn Minuten leer, aber dieses Mal wollen sie alle Lukas nochmal sehen. Wenn einer 130 Länderspiele gemacht hat, muss er auch etwas Besonderes haben.
Gareth Southgate (Trainer England): Es ist nie schön zu verlieren, aber ich bin trotzdem mit der Leistung meiner Mannschaft heute sehr zufrieden. Die jungen Spieler haben viel gelernt. Es war taktisch und vom System her sehr gut, was wir gemacht haben. Es hat uns einfach nur das Glück im Abschluss gefehlt.
