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Bericht: Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen Werbebandenbetrug bei DFB-Spielen

In die Affäre um den Betrug von Werbekunden, die zu Spielen der deutschen Nationalmannschaft Einblendungen auf Banden im Stadion gebucht hatten, kommt Bewegung. Wie die FAZ in ihrer Samstagausgabe berichtet, hat die Commerzbank als mutmaßlich geschädigter Premiumsponsor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Dies bestätigte das Geldinstitut der Zeitung. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt erklärte, dass in diesem Zusammenhang ein Vorermittlungsverfahren geführt werde. Weitere Auskünfte könnten zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden. Nach FAZ-Informationen sollen etwa 60 Werbekunden von den jahrelangen Manipulationen betroffen sein. Der Fall könnte sich noch ausweiten.

DFB lässt Manipulationsvorwürfe von Spezialunternehmen prüfen

Ende Mai hatte der internationale Sportvermarkter Infront aus der Schweiz, der seit vielen Jahren für den DFB aktiv ist, mitgeteilt, dass gegen einen eigenen Mitarbeiter der Verdacht betrügerischer Aktivitäten bestehe. Bis 2018 hatte der DFB dieses Vermarktungsrecht an die Agentur Infront verkauft. Infront hatte bereits bestätigt, "betrügerische Aktivitäten entdeckt" zu haben, die "mutmaßlich von einem ehemaligen leitenden Mitarbeiter begangen wurden."

Einer der geprellten Kunden ist die Commerzbank, aber auch andere Konzerne wie Mercedes-Benz, die Deutsche Telekom oder Bitburger sind betroffen. Bei der mutmaßlichen Betrugsmasche soll sich um falsch abgerechnete Bandenwerbezeiten gehandelt haben.

Der ehemalige Mitarbeiter habe die durch seine Aktivitäten generierten Einnahmen vermutlich aus dem Unternehmen transferiert. Die Staatsanwaltschaft Thurgau in der Schweiz ermittelt ebenfalls schon länger. Der DFB lässt die Manipulationsvorwürfe derzeit von einem Spezialunternehmen für forensische Aufklärung klären.

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