Nils Petersen vom SC Freiburg: Deutschlands bester Stürmer im vorläufigen WM-Kader

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Nils Petersen vom SC Freiburg steht mit 29 Jahren vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Der Stürmer wurde von Bundestrainer Joachim Löw in den vorläufigen Kader für die anstehende FIFA-Weltmeisterschaft in Russland berufen. Dabei wurde bis zum Dienstagmorgen über andere spekuliert.

Sandro Wagner oder auch Kevin Volland waren die gehandelten Namen, die sich nach Timo Werner und Mario Gomez im deutschen Sturm angeblich Hoffnung auf eine WM-Teilnahme machen durften. Doch dann Löw zauberte mit Petersen eine Überraschung aus dem Hut.

Nils Petersen vom SC Freiburg im Steckbrief

Alter: 29
Position: Mittelstürmer
Klub: SC Freiburg
A-Länderspiele: 0

"Ich habe nichts gelernt, keine Ausbildung gemacht, die anderen Leute können wahrscheinlich viel mehr als ich. Manchmal schäme ich mich, weil ich so wenig Wissen von der Welt besitze", sagte Petersen vergangenen Dezember im Interview mit dem Focus.

Die Fußballbranche sei oberflächlich "und wir Fußballer sind nicht so belesen", führte er damals aus: "Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren." 

Petersen meinte allerdings auch, dass er sich über Wasser halte, 2"weil ich ganz gut kicken kann". Genau das belegen die Statistiken der laufenden Bundesliga-Saison. Gemäß der Zahlen ist Petersen gar der beste deutsche Stürmer.

Petersen ist bester deutscher Stürmer

15 Tore erzielte der ehemalige Angreifer des FC Bayern München in 32 Spielen für Freiburg und liegt damit vor Niclas Füllkrug, Mark Uth, Volland (je 14), Werner (13), Wagner (12) und Gomez (9). Zudem ist Petersen der ideale Einwechselspieler, ist mit 20 Toren der Rekord-Joker der Bundesliga-Historie.

Und auch vor dem gegnerischen Tor ist Petersen eiskalt, verwertete in der abgelaufenen Saison 63 Prozent seiner Großchancen und liegt auch hier deutlich vor Wagner (47 Prozent), Gomez (35 Prozent) oder Werner (30 Prozent). Eine Nominierung erscheint also auf den ersten Blick logisch.

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Andererseits setzt Bundestrainer Löw gerne auf arrivierte Kräfte - und zu eben jenen zählt Petersen keinesfalls. Bislang bestritt der Offensivmann noch kein einziges A-Länderspiel für die DFB-Elf und kam lediglich für die U21 sowie die Olympia-Auswahl zum Einsatz.

Mit seiner offenen und ehrlichen Art und seinen konstant starken Leistungen - immerhin traf er in den letzten drei Jahren in der Liga immer zweistellig - könnte Petersen dennoch ein Gewinn für die Mannschaft in Russland sein - sollte er denn auch im endgültigen WM-Kader stehen.

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