Nach Informationen von ESPN soll Spielgestalter Nico Paz (21) Messis Trikot mit der Rückennummer 10 erhalten. Diese Entscheidung sei "intern schon gefallen" und werde kommuniziert, wenn der Verband AFA wie angestrebt in den kommenden Monaten den Vertrag mit Erfolgstrainer Lionel Scaloni (49) verlängert hat.
Scaloni, der die Albiceleste 2018 zunächst als Interimslösung übernahm und anschließend unter anderem in zwei WM-Endspiele und dem Gewinn von zwei Copa Americas führte, ist noch bis Ende dieses Jahres an die AFA gebunden. Er soll unbedingt gehalten werden.
Dass Paz beim mittelschweren Umbruch seiner Mannschaft nach den Rücktritten der Routiniers Messi und Nicolas Otamendi (38, River Plate) eine wichtige Rolle einnehmen soll und dies auch durch die Übernahme der prestigeträchtigen Nummer dokumentiert wird, überrascht nicht.
Der offensive Mittelfeldspieler hat sich nach seinem Wechsel von Real Madrid zu Como 1907 im Sommer 2024 prächtig entwickelt und eine herausragende Saison in der Serie A mit 13 Toren und 7 Vorlagen hinter sich.
Auch in der Albiceleste spielt er eine immer größere Rolle und gehörte bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada zu Scalonis Aufgebot. Bislang absolvierte Paz elf Länderspiele und lief dabei mit der Nummer 11 auf.
Als weitere Kandidaten für die Nummer 10 in Argentiniens Nationalmannschaft gelten die Mittelfeldstars Alexis Mac Allister (27), der diese auch beim FC Liverpool trägt, und Enzo Fernandez (25, Manchester City). Messi lief mit dem Shirt in den vergangenen 17 Jahren auf.
Getty ImagesLionel Messi trifft "eine Entscheidung, die wehtat"
Anfang dieser Woche verkündete der Angreifer von Inter Miami seinen Abschied aus der Nationalelf. "Es war eine Entscheidung, die wehtat - und die mir auch jetzt noch tief im Inneren wehtut -, aber ich verstehe, dass die Zeit dafür gekommen ist", schrieb Messi in einem hochemotionalen Statement. "Ich habe es immer geliebt, bei der Nationalmannschaft zu sein. Ich habe immer alles gegeben und jetzt habe ich nichts mehr zu bieten - und außerdem kommen großartige junge Spieler nach, die ihren Platz verdient haben."
Das verlorene WM-Finale gegen Spanien vor wenigen Wochen (0:1 n.V.) bleibt damit sein letzter Einsatz für Argentinien. Mit 207 Partien und 105 Toren ist Messi jeweils Rekordspieler seines Landes.

