Löw: "Italien mit eigenen Mitteln geschlagen"

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Nach einem sehr umkämpften und spannendem Viertelfinale steht die DFB-Elf im Halbfinale. Die Spieler und der Trainer sind erleichtert und blicken nach vorne. Die Stimmen.

Deutschland und Italien liefern sich ein nervenaufreibendes Viertelfinale und am Ende setzt sich die DFB-Elf im Elfmeterschießen durch.

Jonas Hector (Abwehrspieler Deutschland): Das ist schwer, in Worte zu fassen. Aber ich bin überglücklich, dass er doch reingegangen ist. Es waren nicht mehr viele Leute da. Irgendwann muss man dann, und dann hab ich mein Herz in die Hand genommen. Wir sind zum Glück eine Runde weiter. Es war sehr anstrengend. Natürlich war etwas Glück dabei.

Mats Hummels (Abwehrspieler Deutschland):  Das ist ein langer Weg (zum Elfmeterpunkt, d. Red.). Man wechselt das Eck. Ich war heilfroh, dass Buffon nur mit den Fingerspitzen dran ist. Die zweite Gelbe Karte tut jetzt weh, wegen zwei solcher Situationen gesperrt zu sein. So kann sich mein geschundener Körper noch zwei, drei Tage mehr erholen.

Manuel Neuer (Torwart Deutschland): Das Elfmeterschießen habe ich so noch nicht erlebt. Das hat sehr lange gedauert. Die beiden, die ich gehalten habe, habe ich noch im Kopf. Die anderen haben nur in die Mitte geschossen. Den Bonucci wollte ich nicht zweimal treffen lassen, deshalb hab ich ihn gehalten.

Sami Khedira (Mittelfeldspieler Deutschland): Was die Mannschaft heute geleistet hat, ist eines Champions würdig. Sie hat Italien komplett dominiert. Das Elfmetertor war unglücklich. Unser Weg ist definitiv noch nicht zu Ende. Wir haben immer wieder betont, wir brauchen 23 Mann, das hat man heute wieder gesehen.

Jerome Boateng (Abwehrspieler Deutschland): Wir waren die bessere Mannschaft. Es war ein harter Kampf, die Italiener waren immer gefährlich. Wir sind verdient in Führung gegangen und haben dann einen blöden Elfmeter gegen uns bekommen. Ich wollte die Hände weglassen, damit nicht Foul gepfiffen wird und bekomme sie dann nicht mehr rechtzeitig runter, ist dumm gelaufen. Der Lucky Punch hat heute nicht gesessen. Elfmeterschießen ist Glück, aber wir hatten Manu, das hat geholfen.

Joachim Löw (Trainer Deutschland): Ich bin natürlich glücklich, dass wir im Halbfinale stehen, unabhängig vom Gegner. Sowas muss man erstmal verarbeiten. Da braucht man Ruhe. Elfmeterschießen haben wir immer mal geübt, aber die Spieler machen das auch selbst nach dem Training. Nervenstärke ist dabei wichtig, und die hatten wir heute. Die Youngster haben es am Ende ja auch entschieden. Joshua Kimmich und Jonas Hector haben getroffen.

Die Italiener sind generell eine gute Mannschaft und verteidigen gut. Sie haben wenige Chancen zugelassen. Wir hatten einige Fehler im Passspiel und haben die Italiener so stark gemacht. Die Dreierkette hatten wir gewählt, weil wir das Zentrum zu machen wollten. Italien hat sehr gute Automatismen in der Offensive, aber das ist auch berechenbar. Man muss die Italiener mit  ihen eigenen Mitteln und Intelligenz schlagen.

Natürlich war es nicht ideal, dass Sami Khedira so früh runter musste. Es ist wohl eine Adduktorenzerrung. Mats Hummels ist gesperrt, aber das passiert jeder Mannschaft im Turnier. Da müssen und werden wir Lösungen finden. 

Antonio Conte (Trainer Italien): Die Jungs haben alles gegen ein äußerst starkes Team gegeben. Im Elfmeterschießen von Deutschland besiegt zu werden, schmerzt, doch ich bin auf die Leistung meiner Mannschaft sehr stolz. Die Spieler haben ihr Bestes geleistet. Für mich war diese zweijährige Zeit als Trainer der Nationalmannschaft eine unglaubliche Erfahrung. Die Nationalelf hat den Respekt der Rivalen verdient. Italiens Trainerbank schenkt große Emotionen, jetzt ist natürlich die Enttäuschung groß. Es ist aber kein Adieu, sondern ein auf Wiedersehen.

Leonardo Bonucci (Abwehrspieler Italien): Wir sind stolz auf unsere Leistung, weil wir dem Weltmeister Deutschland standgehalten haben. Natürlich schmerzt uns die Niederlage. Applaus für Conte, der eine tolle Mannschaft aufgebaut hat. Ich bin stolz, Mitglied dieses Team zu sein. Wir danken den italienischen Tifosi für ihren>

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