Klinsmann: EM-Gruppenphase "nicht mehr Kaliber wie früher"

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Der US-Nationaltrainer kritisiert die Aufstockung des Turniers, versteht die Kritik am DFB-Team nicht und spricht über die Copa und das anstehende Spiel gegen den Favoriten.

Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht die Aufstockung der EURO auf 24 Mannschaften kritisch. Die Vorrunde werde "verwässert. Die Gruppenphase hat nicht mehr das Kaliber von früher. Man hat sich mit dem neuen Modus keinen Gefallen getan", sagte der Coach der US-Amerikaner in einer Telefonkonferenz mit deutschen Medien. Die EM gehe "erst mit dem Achtelfinale richtig los. Dann geht es zur Sache".

Wenig Verständnis zeigt Klinsmann auch für die Diskussionen um die Führungsspieler in der deutschen Nationalmannschaft. "Das können doch nur die beurteilen, die mittendrin sind. Ich bin sicher, dass die deutsche Mannschaft einige Chefs hat, die sehr viel Erfahrung haben und die was sagen", meinte Klinsmann. Der Weltmeister gehöre weiter "zu den absoluten Favoriten, und das wird sich auch zeigen, wenn das Turnier mit dem Achtelfinale erst mal richtig losgeht."

Klinsmann sieht die Spiele der EM in Frankreich am Rande der Copa America in den USA. Der frühere Torjäger hat mit seinem Team das Halbfinale erreicht. Dort trifft das US-Team in Houston/Texas auf Vize-Weltmeister Argentinien mit Superstar Lionel Messi. "Wir sind unglaublich stolz. Das Halbfinale war das große Ziel. Und jetzt sind wir noch hungriger", betonte Klinsmann.

Argentinien sei zwar "ein dicker Brocken. Aber wir haben keine Angst. Die kochen auch nur mit Wasser. Und bei der Copa wird im Halbfinale keine Verlängerung gespielt. Also gewinnen wir halt im Elfmeterschießen".

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