Die romantische Vorstellung, dass Benzema ein letztes Mal im Sturm von OL wirbeln könnte, war während des Sommer-Transferfensters ein durchaus realistisches Szenario. Laut L'Equipe wandte sich die Vereinsführung an den Stürmer, um sein Interesse an einer Rückkehr in die Ligue 1 auszuloten.
Dessen Bereitschaft, finanzielle Opfer zu bringen, reichte jedoch nicht aus, um die rechtlichen Komplikationen seiner Situation in Saudi-Arabien zu überwinden.
Der 39-jährige Franzose ist zwar seit dem Ende seines Vertrags bei Al-Hilal ohne Klub, doch noch bis 2030 als Botschafter der saudi-arabischen Profiliga gebunden.
Benzemas Berater sollen nach Möglichkeiten gesucht haben, beide Rollen unter einen Hut zu bringen, doch die Anforderungen der französischen Spitzenliga wurden als unvereinbar mit den Reisen und Einsätzen angesehen, die seine Verpflichtungen in Saudi-Arabien mit sich bringen.
Angeblich Probleme mit Trainer Simone Inzaghi
Benzemas Zeit in der saudischen Hauptstadt ging vor einigen Tagen zu Ende. Dieser Abgang folgte auf eine Phase, in der es Berichten zufolge zu Reibereien mit Trainer Simone Inzaghi gekommen war, der auf einen jüngeren, dynamischeren Mittelstürmer für seinen Angriff gedrängt hatte.
Auslöser für diesen Abgang war das aggressive Vorgehen des Vereins auf dem Transfermarkt, insbesondere die Verpflichtung von Ollie Watkins von Aston Villa. Da der englische Nationalspieler kam, um den Stammplatz einzunehmen, wurde Benzemas Rolle zunehmend überflüssig.
Karim Benzema: Anzeichen für Karriereende mehren sich
Da die Tür nach Lyon offenbar verschlossen ist und seine Zeit als Spieler in Saudi-Arabien vorbei zu sein scheint, nehmen die Spekulationen zu, dass der Stürmer seine Karriere an den Nagel hängen könnte.
Benzema wurde in Lyon ausgebildet und gewann als Profi vier Meisterschaften mit dem Klub. 2009 wechselte er zu Real Madrid, wo er seine größten Triumphe feierte. Benzema holte mit den Königlichen fünfmal die Champions League und wurde 2022 mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet. 2023 zog er nach Saudi-Arabien weiter, wo er zunächst für Al-Ittihad und bis zuletzt für Al-Hilal spielte.



