Joachim Löw: "Gezweifelt habe ich nicht"

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Deutschlands Nationaltrainer hat eine erfolgreichen EM-Qualifikation nie in Frage gestellt und ist sehr zufrieden mit den Darbietungen seiner Mannschaft.

Bundestrainer Joachim Löw hat offenbart, dass er, trotz der teilweise mäßigen Ausgangsposition, stets fest an eine erfolgreiche Qualifikation des DFB-Teams für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich geglaubt hat.

"Gezweifelt habe ich nicht. Ich war schon jederzeit überzeugt, dass wir die Qualifikation schaffen", sagte Löw auf der Pressekonferenz nach dem 3:2-Sieg am Montag gegen Schottland. Deutschland ist das Ticket für die EM damit kaum noch zu nehmen.

Schottlands Presse schwärmt von Thomas Müller

Zugleich war der 55-Jährige "überrascht, wie schnell die Mannschaft Dinge umsetzt, wenn fast alle dabei sind. Schon nach drei oder vier Trainingseinheiten klappen viele Dinge. Das ist eine Stärke dieser Mannschaft."

Tipico

Die teilweise mäßigen Leistungen im Jahr nach dem WM-Sieg in Brasilien bereiteten ihm aber kein Kopfzerbrechen, vielmehr blickt er optimistisch in die nähere Zukunft.  "Im letzten Jahr haben wir oft mit unterschiedlichen Aufstellungen gespielt, da konnte man teilweise gar nicht mehr verlangen. Diese Woche hat mir erneut die Überzeugung gegeben, dass die Mannschaft gut ist. Wenn wir ein bisschen Zeit haben, dann wird es gut."

Lob für Müller und Gündogan

Für Offensivmann Thomas Müller, Doppeltorschütze gegen die Schotten, fand der ehemalige Stürmer selbst schon fast keine Worte mehr: "Thomas hat ein wahnsinnig gutes Gefühl für Situationen. Er schleicht sich in Räume und wappnet sich dort schon für Abpraller. Er riecht einfach, wohin der Ball geht. Das kann man nicht lernen, das hat Thomas irgendwie im Blut."

DFB-Team nach 3:2: Kein Grund zur Sorge

Auch für den Siegtorschützen Ilkay Gündogan war Löw voll des Lobes: "Das Wechselspiel mit Mesut Özil hat schon in der zweiten Halbzeit gegen Polen gut geklappt. Ilkay ist mit seiner schnellen Ballannahme und seinen Drehungen ein sehr guter Spieler im Zwischenraum", so der Bundestrainer weiter und zeigte sich glücklich über dessen Comeback: "Nach langer Verletzungspause hat er nun wieder mal zwei Länderspiele gemacht, und die waren absolut zufriedenstellend. Ich bin richtig froh, dass ich Ilkay wieder dabei habe. Man hat in beiden Spielen gesehen, welchen Wert er hat."

Emre Can feierte in den vergangenen beidem Begegnungen seine ersten Einsätze in der A-Nationalmannschaft und agierte auf der für ihn ungewohnten Position des Rechtsverteidigers teilweise unglücklich. "Nach zwei Länderspielen kann man keine Wunderdinge erwarten. Er war zum ersten Mal bei uns dabei und hat gesehen und gemerkt, dass das Tempo ein anderes ist als bei der U21. Aber er hat gute Ansätze, ein gutes Zweikampfverhalten, körperliche Robustheit und fußballerische Klasse", verteidigte Löw seinen neuen Schützlinge und mahnte dennoch an: "Natürlich muss er Dinge verbessern und dabei muss man ihn begleiten. Aber er ist sehr jung, von daher bin ich mit ihm nach diesen beiden Spielen zufrieden."

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