(fb) Hamburg/Bremen. Den Auftakt machte das Aufeinandertreffen im Halbfinale des DFB-Pokals am 22. April: In der HSH-Nordbank-Arena lieferten sich der Hamburger SV und Werder Bremen einen typischen Pokalfight. Die Gäste waren durch Per Mertesacker in Front gegangen, der nach einem Abpraller am schnellsten reagierte und das 0:1 markierte (11.). Ivic Olic glich aus dem Gewühl heraus im zweiten Durchgang aus (67.). Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, der HSV musste die Verlängerung mit zehn Mann überstehen, nachdem Kapitän David Jarolim wegen eines Foulspiels an Mesut Özil mit der roten Karte vom Platz geflogen war. Es sollten dennoch keine Treffer mehr fallen und das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.
Wiese wird zum Helden
Ausgerechnet Tim Wiese wurde für Werder zum Helden. Der Keeper, der in Hamburg nach seiner Kung-Fu-Attacke gegen Ivica Olic ein Jahr zuvor nicht besonders gern gesehen ist, hatte vor dem Spiel die Stimmung mit markigen Sprüchen („Wir müssen den Hamburgern einen auf den Deckel geben“) angeheizt. Nun wurde er in der Lotterie des Elfer-Schießens vor der Hamburger Fankurve der Matchwinner. Er parierte gleich drei Strafstöße (gegen Jerome Boateng, Ivica Olic und Marcell Jansen). Die Bremer versenkten dagegen in Person von Claudio Pizarro, Torsten Frings und Mesut Özil, Werder stand im Endspiel und durfte nach Berlin zum Pokalfinale reisen.
„Trotsche“ legt per Kopf den Grundstein
Acht Tage später standen sich die ewigen Kontrahenten erneut gegenüber und wieder ging es um das Erreichen eines Endspiels. Im Halbfinale des UEFA-Cups fand das Hinspiel im Bremer Weserstadion statt und der HSV präsentierte sich dort im Stile einer Spitzenmannschaft. Martin Jol, der damals bei den „Rothosen“ am Spielfeldrand stand, hatte seine Mannschaft bestens ein- und aufgestellt. Abgeklärt gewann Hamburg in Bremen mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte der kleine Mittelfeldspieler Piotr Trochowski per Kopf (27.). Der Grundstein für den Einzug ins Finale war also gelegt.
Gravgaard und die Papierkugel
Doch es folgte ein Rückspiel, das in die Geschichte einging: Der HSV erwischte einen Start nach Maß und ging durch Olic früh in Führung (11.). Werder bewies Comeback-Qualitäten und meldete sich durch Diegos Ausgleichstor zurück (39.). Als der Ex-Bremer Frank Rost nach gut einer Stunde einen Flatterball von Claudio Pizarro aus gut 25 Metern passieren ließ, hieß es 2:1 für die Gäste (66.). Hamburg drängte auf den Ausgleich, doch auf kuriose Art und Weise fiel die Entscheidung zugunsten Bremens: Ein frustrierter Fan hatte aus einem Blatt Papier, das vor dem Spiel zur Choreo der HSV-Fans gehörte, eine Kugel gefaltet und auf das Spielfeld geworfen. Bei einem Bremer Konter wollte Thomas Graavgaard das Leder klären. Der Ball landete aber genau auf dieser Papierkugel, Gravgaard traf den Ball nicht richtig und es gab Ecke für Werder. Frank Baumann köpfte zum 1:3 ein (83.). Damit war das Spiel praktisch entschieden, Hamburg verkürzte durch Olic zwar noch auf 2:3, doch zu mehr reichte es nicht.
Almeida trifft doppelt
Diesen Tiefschlag hatte der HSV auch drei Tage später noch nicht verdaut. In der Bundesliga mussten sie in Bremen ran. Mit einem Sieg hätte die Jol-Elf ihre Chancen auf den Meistertitel gewahrt, doch wieder erwies sich Werder als Spielverderber. Beide Mannschaften gingen zu diesem Zeitpunkt personell auf dem Zahnfleisch, Hugo Almeidas Doppelpack (34./49.) entschied die Begegnung. Hamburg war nach den Pleiten im Pokal und im UEFA-Cup gegen Werder auch noch aus dem Meisterrennen ausgeschieden.
Eure Meinung: Welche Erinnerungen habt Ihr an diese verrückten Derbywochen?
Wiese wird zum Helden
Ausgerechnet Tim Wiese wurde für Werder zum Helden. Der Keeper, der in Hamburg nach seiner Kung-Fu-Attacke gegen Ivica Olic ein Jahr zuvor nicht besonders gern gesehen ist, hatte vor dem Spiel die Stimmung mit markigen Sprüchen („Wir müssen den Hamburgern einen auf den Deckel geben“) angeheizt. Nun wurde er in der Lotterie des Elfer-Schießens vor der Hamburger Fankurve der Matchwinner. Er parierte gleich drei Strafstöße (gegen Jerome Boateng, Ivica Olic und Marcell Jansen). Die Bremer versenkten dagegen in Person von Claudio Pizarro, Torsten Frings und Mesut Özil, Werder stand im Endspiel und durfte nach Berlin zum Pokalfinale reisen.
„Trotsche“ legt per Kopf den Grundstein
Acht Tage später standen sich die ewigen Kontrahenten erneut gegenüber und wieder ging es um das Erreichen eines Endspiels. Im Halbfinale des UEFA-Cups fand das Hinspiel im Bremer Weserstadion statt und der HSV präsentierte sich dort im Stile einer Spitzenmannschaft. Martin Jol, der damals bei den „Rothosen“ am Spielfeldrand stand, hatte seine Mannschaft bestens ein- und aufgestellt. Abgeklärt gewann Hamburg in Bremen mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte der kleine Mittelfeldspieler Piotr Trochowski per Kopf (27.). Der Grundstein für den Einzug ins Finale war also gelegt.
Gravgaard und die Papierkugel
Doch es folgte ein Rückspiel, das in die Geschichte einging: Der HSV erwischte einen Start nach Maß und ging durch Olic früh in Führung (11.). Werder bewies Comeback-Qualitäten und meldete sich durch Diegos Ausgleichstor zurück (39.). Als der Ex-Bremer Frank Rost nach gut einer Stunde einen Flatterball von Claudio Pizarro aus gut 25 Metern passieren ließ, hieß es 2:1 für die Gäste (66.). Hamburg drängte auf den Ausgleich, doch auf kuriose Art und Weise fiel die Entscheidung zugunsten Bremens: Ein frustrierter Fan hatte aus einem Blatt Papier, das vor dem Spiel zur Choreo der HSV-Fans gehörte, eine Kugel gefaltet und auf das Spielfeld geworfen. Bei einem Bremer Konter wollte Thomas Graavgaard das Leder klären. Der Ball landete aber genau auf dieser Papierkugel, Gravgaard traf den Ball nicht richtig und es gab Ecke für Werder. Frank Baumann köpfte zum 1:3 ein (83.). Damit war das Spiel praktisch entschieden, Hamburg verkürzte durch Olic zwar noch auf 2:3, doch zu mehr reichte es nicht.
Almeida trifft doppelt
Diesen Tiefschlag hatte der HSV auch drei Tage später noch nicht verdaut. In der Bundesliga mussten sie in Bremen ran. Mit einem Sieg hätte die Jol-Elf ihre Chancen auf den Meistertitel gewahrt, doch wieder erwies sich Werder als Spielverderber. Beide Mannschaften gingen zu diesem Zeitpunkt personell auf dem Zahnfleisch, Hugo Almeidas Doppelpack (34./49.) entschied die Begegnung. Hamburg war nach den Pleiten im Pokal und im UEFA-Cup gegen Werder auch noch aus dem Meisterrennen ausgeschieden.
Eure Meinung: Welche Erinnerungen habt Ihr an diese verrückten Derbywochen?

