Bist du 24 oder älter?

Hilf uns, Dein Alter zu bestätigen, indem Du eine ehrliche Antwort gibst. Diese Seite enthält Werbung für Glücksspiel (24+).

Age-restricted content

Du bist noch nicht alt genug, um Inhalte zum Thema Wetten anzusehen. Du wirst auf die Startseite weitergeleitet.

alt
Uli HoeneßGetty Images

"Das versteht kein Mensch": Uli Hoeneß attackiert einen DFB-Boss explizit

"Ich finde, die Vorstellung unserer Mannschaft war eine einzige Katastrophe. Es war eine Blamage für unser Land“, sagte Hoeneß im Interview mit RTL/Sky. Deutschland scheiterte im Sechzehntelfinale überraschend im Elfmeterschießen an Außenseiter Paraguay.

Als Hauptschuldiger gilt gemeinhin Bundestrainer Julian Nagelsmann, der mittlerweile durch Jürgen Klopp ersetzt wurde. Laut Hoeneß sei über Nagelsmann aber "genug gesagt worden. Ich glaube, der ist nicht alleine Schuld. Ich bin nicht bereit, jetzt wo er am Boden liegt, auf ihn draufzutreten". 

Stattdessen knöpfte sich Hoeneß lieber Andreas Rettig vor: "Der war ja Sportdirektor. Keiner hat es verstanden. Er kann das nicht. Und dass er jetzt noch weiterwursteln kann bis zum Ende des Jahres, obwohl er dann aufhört, versteht kein Mensch."

Tatsächlich arbeitet Rettig seit 2023 nicht als Sportdirektor, sondern als Geschäftsführer Sport für den DFB. Sein Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Als Sportdirektor fungiert Rudi Völler und wird diese Rolle auch unter Klopp innehaben.

"Völler und der Präsident hätten diesem Unfug ein Ende machen müssen"

In Hoeneß' Augen war Rettig offenbar für vermeintliche Fehlentwicklungen abseits des Platzes verantwortlich, unter anderem die Debatten über das Quartier und eine vermeintlich zu große Präsenz der Familien. "Mein Freund Rudi Völler und der Präsident (Bernd Neuendorf, Anm. d. Red.), den ich eigentlich sehr schätze, hätten diesem Unfug ein Ende machen müssen", erklärte Hoeneß.

"Dass Frauen und Kinder von Anfang an bei einer WM sind - ich meine, das ist Arbeit. Und das viele Geld, das wir alle verdienen, ist auch Entschädigung für entgangene Muße. Bei uns wurde diskutiert, das Quartier ist so und so und in Chicago war der Kaffee besser. Der Fußball ist das entscheidende und das ist brutale, harte Arbeit. Das habe ich bei unserer Mannschaft vermisst."

imago-sport-1080365591.jpgIMAGO

Per Mertesacker übernimmt Anfang 2027 von Andreas Rettig

Rettig entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Lieblingsfeind von Hoeneß. Schon während dessen diversen Tätigkeiten bei der DFL, dem FC St. Pauli, dem FC Augsburg, dem 1. FC Köln, dem SC Freiburg und Bayer Leverkusen hatte ihn der Patron des FC Bayern wiederholt kritisiert. 

2022 rief Hoeneß beispielsweise live im Sport1-Doppelpass an und bezeichnete Rettig im Zuge der Katar-WM als "König der Scheinheiligen". Im Vorfeld der WM 2026 lieferten sich Rettig und Hoeneß einen öffentlichen Schlagabtausch über Kritik an Nagelsmanns Arbeit.

Rettigs Nachfolger als Geschäftsführer Sport ab 1. Januar wird Ex-Nationalspieler Per Mertesacker. "Ganz neuen Wind" verspricht sich Hoeneß von ihm. "Ich bin sehr glücklich, dass Per Mertesacker das jetzt übernimmt. Ich glaube, er macht erstens vernünftige Kommentare im Fernsehen. Zweitens hat er selbst auf hohem Niveau Fußball gespielt. Drittens hat er bei Arsenal acht Jahre lang die Akademie geleitet. Wenn er es nicht kann, wer sonst?"

Vor allzu hohen Erwartungen warnte Hoeneß derweil bei Klopp und kritisierte dessen "friendly takeover" beim DFB. Kritik übte Hoeneß zudem an FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Werbung

HAT IHNEN DIESE STORY GEFALLEN?

Fügen Sie GOAL.com als bevorzugte Quelle bei Google hinzu, um mehr von uns zu lesen

GOAL bei Google bevorzugen