EXKLUSIV
Tiemoue Bakayoko wurde immer als großartiges Talent angesehen. Doch als Claude Makelele Präsident vom AS Monaco war, gab es Stimmen, dass der damals 19-Jährige nicht sein volles Potenzial ausschöpft. Auch Trainer Leonardo Jardim war nicht begeistert von dem Jugendlichen, aber Gespräche mit Makelele haben Bakayoko veranlasst, seine Ernährung zu ändern, in ein Haus zu ziehen und sein Leben zu vereinfachen.
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"Als ich (zu Monaco, Anm. d. Red.) kam, sah ich ihn auf der Bank. Er war nur Ersatz und spielte nie. Ich dachte mir 'OK', sah mir ein paar Videos von ihm an und besuchte ihn auf dem Trainigsplatz", verriet Claude Makelele im exklusiven Gespräch mit Goal. "Eines Tages entschloss ich mich dazu, mit ihm zu sprechen und mich jeden Tag um ihn zu kümmern. Die Art, wie er spielte - er machte viele Dinge falsch."
Wechsel von Monacos Tiemoue Bakayoko zum FC Chelsea kurz vor dem Abschluss
Doch das Problem kam von abseits des Platzes: "Ich habe gesehen, dass es nicht nur Fußball war. Es gab ein anderes Problem (im Privatleben, Anm. d. Red.), aber das kann ich nicht verraten." Makele gab aber nicht auf, denn er sah etwas in dem jungen Mann und er wollte ihm nach eigener Aussage helfen.
Makelele versuchte ihm zu helfen
"Ich sprach mit ihm und versuchte, ihm zu helfen. Er sollte den Kopf frei bekommen. Als Mittelfeldspieler musst du zu 100 Prozent konzentriert sein. Ein kleines Problem hier, ein anderes Problem da - so kannst du dich nicht auf deinen Job konzentrieren. Ich sprach einen ganzen Monat, jeden Tag mit ihm und erklärte ihm Dinge auf dem Trainingsplatz", erzählte der ehemalige französische Nationalspieler weiter.
Getty ImagesDabei bewies er nicht nur bei Bakayoko ein glückliches Händchen: "Ich habe mich auf ihn konzentriert, nicht nur auf ihn, auch auf Kylian Mbappe und Thomas Lemar. Sie waren ebenfalls nur Ersatzspieler. Aber als ich entschied, Monaco zu verlassen, sagte ich zu dem Trainer: Diese Spieler brauchen mehr Spielzeit, sie brauchen mehr Wettbewerb."
"Er muss noch viel lernen"
Und wie man in der vergangenen Saison gesehen hat, sollte Makelele Recht behalten: "In der nächsten Saison ist genau das dann passiert und es war genial, oder? Ich denke Bakayoko, ich weiß nicht, ob er zu Chelsea oder Manchester United geht, aber es wird gut sein für ihn und er wird stärker werden. Er hat eine enorme Qualität, er wird seine Zeit brauchen aber er wird noch viel lernen müssen für die Premier League, denn sie ist nicht einfach."
"Er trifft viele Entscheidungen und ein Spieler wie er braucht diese Fehler, um besser zu werden. Nun braucht er noch einen Manager der ihn zu einem großen Spieler macht", schließt der 44-Jährige seine Beurteilung ab.
Makelele bestritt 217 Spiele für Chelsea und gewann dabei zweimal die Meisterschaft und erreichte einmal das Finale der Champions League. Aktuell ist er Co-Trainer bei Swansea City unter Paul Clement.



