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Cenk Tosun Turkey Albania 10/12/19Depo Photos

BFV und NFV wollen Nachahmer von Tosun bestrafen

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) droht Spielern, die den provozierenden Torjubel des türkischen Nationalspielers Cenk Tosun nachahmen, mit Konsequenzen. Nachdem im Bereich des BFV am vergangenen Wochenende Spieler bei mindestens zwei Partien nach Toren in Richtung der Zuschauer salutiert hatten, teilte der Verband mit, dass "ein solches provozierendes Verhalten nicht toleriert und jeder einzelne Fall zur Anzeige vor dem Sportgericht gebracht wird".

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Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) erklärte am Dienstag auf SID-Nachfrage, einen ähnlichen Kurs einzuschlagen: "Beleidigungen und Provokationen haben auf und neben dem Spielfeld keinen Platz und werden nicht toleriert. Jedwede Vorkommnisse, auch im Zusammenhang mit nachahmenden Torjubel und Provokationen, die in Verbindung mit den Ereignissen rund um die Länderspiele der Türkei gegen Albanien und Frankreich stehen, werden vom NFV-Sportgericht sanktioniert. Dies werden wir gegenüber unseren Vereinen auch noch einmal mit aller Deutlichkeit ausdrücken."

BFV kündigt "empfindliche Strafen" für "politisch motivierte Provokationen" an

Tosun hatte beim Spiel der Türkei gegen Albanien (1:0) in der EM-Qualifikation am vergangenen Freitag nach seinem Siegtreffer in der 90. Minute zu den Zuschauern salutiert. Der BFV teilte nun auf seiner Verbandshomepage mit: "Spieler, die den Fußball für politisch motivierte Provokationen missbrauchen, können sich der Diskriminierung gemäß Paragraf 47 a der Rechts- und Verfahrensordnung schuldig machen und müssen mit empfindlichen Strafen rechnen."

Verbandsspielleiter Josef Janker machte deutlich, dass der BFV es nicht dulden werde, "dass jemand unseren Sport für Diskriminierungen, Provokationen und Beleidigungen missbraucht". Fußball stehe für "Fairplay, Respekt, Gewaltfreiheit, Toleranz und Anerkennung", deshalb werde der BFV "von unserer Linie der Null-Toleranz-Politik bei gewalttätigen oder diskriminierenden Vorfällen auch keinen Millimeter abweichen".

Darüber hinaus behielt sich auch der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) Maßnahmen gegen mögliche Nachahmer vor. Wie Geschäftsführer Holger Fuchs am Dienstag dem SID sagte, sei es "durchaus denkbar", dass der Verband aktiv werde, falls Fälle in die Richtung publik würden. Derweil teilte Fuchs auch mit, dass am vergangenen Wochenende in seinem Regionalverband weniger Spiele als sonst ausgetragen worden und ihm Vorfälle wie in Bayern nicht bekannt seien.

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