Andres Iniesta: Der, der den Unterschied macht

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Wenn er den Ball streichelt, applaudieren sogar die Fans von Real Madrid. Andres Iniesta ist immer noch der Schlüsselspieler bei den Spaniern und kann nun einen Rekord einstellen.

Andres Iniesta könnte am Freitag wie auch Cesc Fabregas sein 14. Spiel bei einer EM-Endrunde bestreiten und mit dem bisherigen spanischen Rekordhalter Iker Casillas gleichziehen. Das besondere dabei: Der inzwischen 32-Jährige verlor noch kein einziges Spiel (zehn Siege, drei Remis) - diesen EM-Rekord hält er gemeinsam mit seinem Weggefährten Cesc Fabregas. Was er seinem Nationalmannschaftskollegen voraus hat: Der Zauberer vom FC Barcelona stand in jedem dieser 13 EM-Spiele in der Startelf, Fabregas nur in sechs Partien.

109 Länderspiele bestritt Iniesta für die Iberer und gewann dabei die Europameistertitel 2008 und 2012 sowie den des Weltmeisters 2010. Ganz zu schweigen von acht Meisterschaften und vier CL-Titeln mit dem FC Barcelona. Satt ist er aber noch lange nicht. Iniesta spielt weiterhin eine Schlüsselrolle bei den Spaniern. Zuletzt zu bestaunen bei seiner Vorarbeit zum 1:0-Siegtor von Pique gegen Tschechien.


Andres Iniesta: Der Fußball-Kavalier


90 Minuten lang war der Titelverteidiger angerannt, bis Iniesta mit seiner perfekt gechippten Flanke seinen Teamkollegen vom FC Barcelona bediente - und Spanien erlöste. 

Iniesta wird von seinen Mitspielern weiterhin gesucht - insbesondere, wenn sie sich eine geniale Idee erhoffen. Nach Sergio Ramos (112) hatte der Mittelfeldregisseur die meisten Ballaktionen und gewann für einen Spieler auf seiner Position überragende 83% seiner Zweikämpfe. Von der UEFA wurde er wenig überraschend zum "Man of the Match" gewählt, Tschechiens Trainer Pavel Vrba adelte ihn nach Schlusspfiff gewiss nicht als Erster als "absoluten Ausnahmespieler".

Die spanischen Hoffnungen ruhen also weiter auf seinen schmalen Schultern. Denn die meisten der Helden, die 2008 mit dem Titelsammeln anfingen, sind entweder zurückgetreten (Xavi, Carles Puyol), haben es nicht in den Kader geschafft (Fernando Torres) oder sitzen auf der Bank (Iker Casillas). Nur Andres Iniesta zaubert weiter.

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