Paredes EricGetty Images

Leandro Paredes war nicht der einzige Übeltäter: Zwei weitere Argentinier schlugen nach dem WM-Finale zu

Paredes hatte sich nach Abpfiff einen unfassbaren Aussetzer geleistet, erst Eric getreten, dann auch noch Gavi geschlagen und zu Boden geworfen. Dafür war er nach Spielende noch mit einer Roten Karte bedacht und heftiger Kritik von zahlreichen ehemaligen Top-Stars bedacht worden.

  • Olmo und Rodri kassieren Faustschläge von Argentiniern

    Mladen Petric bezeichnete Paredes' Aktion als "unentschuldbar". Zlatan Ibrahimovic wetterte, dass er dem 32-Jährigen von den Boca Juniors gar eine "Kopfnuss gegeben" hätte, wenn er noch Spieler wäre. Micah Richards lederte: "Das ist peinlich!"

    Doch nicht nur Paredes sorgte mit seinem schon während des Spiels unmöglichen Verhalten für Kopfschütteln und Fassungslosigkeit. Da gab es zum Beispiel Nahuel Molina, der dem jubelnd vorbeilaufenden und nicht provokant agierenden Rodri ansatzlos einen Faustschlag auf die Brust gab. Das war letztlich der Auslöser für die schändliche Aktion von Paredes gegen Gavi.

    Weitere Videoaufnahmen zeigen, wie auch Co-Trainer Roberto Ayala völlig die Kontrolle verlor und Dani Olmo aus dem Nichts einen Faustschlag ins Gesicht beziehungsweise an den Hals gab. Der völlig überraschte Olmo wehrte sich nicht und wurde anschließend von Eric weggezogen. 

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  • Otamendi schimpft über Rodri und Laporte: "Die ganze Woche geheult!"

    Für Aufsehen sorgte auch ein Wortgefecht zwischen Nicolas Otamendi und Rodri, das von DAZN Espana verbreitet wurde. Beide Spieler kennen sich aus gemeinsamen Jahren bei Manchester City, was Otamendi jedoch nicht davon abhielt, sich den besten Spieler der WM verbal vorzuknöpfen. "Du solltest anfangen, weniger zu reden, mein Freund. Ihr habt die ganze Woche geheult, du und Laporte, ihr beide!", schimpfte der 38-Jährige über Rodri, der mit einem völlig entgeisterten Blick reagierte.

    Rodri hatte vor dem WM-Finale gesagt, er gehe davon aus, dass Argentinien fair spielen werde, es aber auch hitzig werden könne und man dies ignorieren müsse. Laporte verwies auf die durchaus harte Gangart der Albiceleste im Turnierverlauf, die oftmals von den Schiedsrichtern kaum sanktioniert wurde. 

    "In den letzten Spielen haben wir Dinge gesehen, die uns wirklich überrascht haben. Vor allem bei Argentinien, einer Mannschaft, die mit ihren Zweikämpfen viele kleine Botschaften sendet", hatte Laporte gesagt.

  • Unai Simon erteilt Argentinien eine Lehrstunde in puncto Fair Play

    Das Verhalten der Argentinier und besonders ihre Spielweise stießen auch Lothar Matthäus sauer auf. "Das war kein Fußball, den ich sehen möchte", sagte Matthäus im RTL/Sky-Interview: "Gott sei Dank hat Spanien gewonnen." Zu den Ereignissen nach Abpfiff urteilte der Rekordnationalspieler: "Das ist ihre Mentalität. Argentinien hat kein gutes Gesicht gezeigt."

    Die Disziplinarkommission der FIFA dürfte die Vorfälle nach Ende des Finals in den kommenden Tagen weiter untersuchen. Besonders Paredes blüht eine lange Strafe, aber auch Molina und Ayala dürften für ihre Faustschläge nicht ungeschoren davonkommen.

    Als wesentlich besserer Gewinner präsentierte sich etwa Spaniens Torhüter Unai Simon, der, nachdem sich der Staub etwas gelegt hatte, zu jedem einzelnen Argentinier ging, abklatschte und alles Gute wünschte.

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