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Lothar MatthäusGetty

"Er ist nicht da, wo er sein soll!" Lothar Matthäus macht sich große Sorgen um einen DFB-Star bei der WM

"Tut ihm einen Gefallen und holt ihn da hinten weg", flehte Matthäus Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Bild regelrecht an, seinen Plan mit Kimmich als Rechtsverteidiger noch einmal zu überdenken. Der Rekordnationalspieler ist der Meinung, dass der 31-Jährige auf seiner jetzigen Position "nicht den Einfluss" hat, "den ich mir von einem Kapitän wünsche". Kimmich bemühe sich, "aber er ist nicht da, wo er sein soll".

  • Matthäus kritisiert Kimmich scharf: "Nicht jemand, der die Mannschaft führt"

    Er sehe "Joshua nicht auf dem Platz, wie ich ihn seit Jahren kenne", sagte Matthäus weiter. Bei den Bayern, wo Kimmich zentral spielt, sei er "absolute Weltklasse", erklärte der Weltmeister von 1990. Und im Nationalteam? "Ich sehe ihn nicht von der Körpersprache und der Positionierung als jemanden, der die Mannschaft führt, der Einfluss nimmt, wenn es nicht so läuft", sagte Matthäus. Hinten auf rechts schaffe er das "irgendwie nicht".

    Die Debatte um die Positionierung des Nationalmannschaftskapitäns nimmt nun trotz der eigentlich in Stein gemeißelten Entscheidung Nagelsmanns weit vor der WM auch deshalb wieder Fahrt auf, weil besonders Kimmichs Nebenmann im Bayern-Mittelfeld eine rätselhaft schwache WM spielt. Gegen Ecuador erwischte Aleksandar Pavlovic erneut keinen guten Tag, wirkte wie schon in den ersten beiden WM-Spielen behäbig und uninspiriert und musste zur Pause folgerichtig runter. Felix Nmecha, der bis dahin ein starkes Turnier spielte, verschuldete mit einem haarsträubenden Ballverlust derweil den zwischenzeitlichen Ausgleich in der ersten Halbzeit.

    Dennoch bescheinigte der Bundestrainer dem Duo auf der Doppelsechs eine "gute" Leistung. Kimmich sei bei der EM 2024 dazu ein "top Rechtsverteidiger mit den mit Abstand besten Werten" gewesen. Und überhaupt: "Ich will weder auf Felix noch auf Pavlo verzichten."

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  • Ecuador v Germany: Group E - FIFA World Cup 2026Getty Images Sport

    Kimmich in Nagelsmanns WM-Kader fast alternativlos auf rechts

    Das Problem ist zudem: Nagelsmann verzichtete bei der Nominierung seines WM-Kaders auf einen gelernten Rechtsverteidiger. Kimmich ist dort also fast alternativlos. Der gegen Ecuador geschonte, weil angeschlagene Nathaniel Brown könnte dort zwar aushelfen und die Seiten tauschen, dann müsste aber der im letzten Gruppenspiel durchaus wacklige David Raum links spielen. Alternativ könnte Nagelsmann auf eine Dreierkette umstellen mit Waldemar Anton als Ergänzung zu Antonio Rüdiger und Jonathan Tah.

    2023 hatte Nagelsmann seine Amtszeit mit Kimmich im Zentrum begonnen. Er zog ihn für die Heim-EM nach rechts, beorderte ihn dann zurück ins Mittelfeld, um ihn im Oktober 2025 wieder als Rechtsverteidiger aufzubieten. 

    Eine kleine Hintertür ließ sich Nagelsmann vor dem Sechzehntelfinale am kommenden Montag aber trotz allem offen. Ein weiterer Wechsel im Hin und Her mit Kimmich sei zwar "nicht geplant". Er sagte aber auch: "Im Fußball sollte man nichts ausschließen."

    Und Kimmich selbst? Der beließ es bei seiner gewohnt diplomatischen Linie. Es sei "einzig und allein die Entscheidung des Trainers", es gehe darum, wo Nagelsmann das Gefühl habe, "wo ich am besten weiterhelfen kann", versicherte der Kapitän: "Da wird er mich aufstellen. Und da spiele ich dann."

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Häufig gestellte Fragen

Ihr Dachverband DFB wurde am 28. Januar 1900 gegründet. Achte Jahre und gut zwei Monate später, im April 1908, stieg das erste Länderspiel. Dieses verlor die deutsche Nationalmannschaft in der Schweiz mit 3:5.

Anders als andere Nationalmannschaften hat die deutsche kein festes Heimstadion. Deutschland spielt im Berliner Olympiastadion, in der Münchner Allianz Arena, im Dortmunder Signal Iduna Park aber auch in anderen Anlagen.

Das lässt sich aufgrund Deutschlands vieler Spielstätten nicht pauschal sagen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich viermal zum Weltmeister, dreimal zum Europameistermeister und 2017 zum Konföderationen-Pokalsieger gekrönt.

Lothar Matthäus ist mit 150 Auftritten Deutschlands Rekordnationalspieler. Ebenfalls auf dem Podest und dreistellig sind Miroslav Klose (137) sowie Thomas Müller (131). 

Mit 71 Treffern in 137 Länderspielen führt Miroslav Klose vor Gerd Müller, der in 62 Auftritten 68-mal eingenetzt hat.

Unter anderem Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Lothar Matthäus, Miroslav Klose, Philipp Lahm, Manuel Neuer, Toni Kroos u.v.m.

In erster Linie "DFB Team", aber etwa auch "DFB Auswahl".