Nach Berichten über ein sensationelles Comeback beim FC Sevilla setzt Innenverteidiger Sergio Ramos seine Karriere nun möglicherweise doch anderswo fort.
AFPSensationscomeback platzte aus kuriosem Grund: Sergio Ramos steht stattdessen wohl vor überraschendem Wechsel zum Erzrivalen eines Ex-Klubs
Sergio Ramos: Stand der geplante Kauf des FC Sevilla im Weg?
Wie in der Sendung "La Tribu" beim spanischen Radiosender Radio Marca berichtet wird, hat sich eine erneute Rückkehr des aktuell vereinslosen Ramos nach Sevilla zerschlagen. Demnach wollte der 39-Jährige sogar kostenlos bis Saisonende für seinen Jugendklub spielen, Präsident Jose Maria del Nido Carrasco lehnte allerdings ab.
Dem Bericht zufolge fürchtet del Nido Carrasco, dass Ramos ihn von seinen Aufgaben entbinden könnte, wenn er den Verein im Sommer übernehmen sollte. Der frühere Kapitän von Real Madrid soll aktuell am Kauf des FC Sevilla arbeiten und als Kopf einer privaten Investorengruppe bereits ein offizielles Angebot dafür hinterlegt haben. Del Nido Carrasco sah es offenbar nicht ein, Ramos nun als Spieler zum Klub zurückzuholen, wenn jener ihn in einigen Monaten vor die Tür setzen könnte.
Getty Images SportHeuert Sergio Ramos bei Olympique Marseille an?
Wie bei Radio Marca weiter berichtet wird, orientiert sich Ramos nun um und soll dabei ein Engagement in Frankreich im Auge haben. Es sei derzeit am wahrscheinlichsten, dass er sich Olympique Marseille anschließt. Die Verhandlungen wegen einer Unterschrift des ehemaligen spanischen Nationalspielers beim derzeitigen Tabellendritten der Ligue 1 laufen derzeit, heißt es. Spruchreif sei allerdings noch nichts.
Ein Wechsel nach Marseille wäre aufgrund von Ramos' Vergangenheit bei Paris Saint-Germain natürlich äußerst brisant. Serienmeister PSG ist der absolute Erzrivale von OM, Ramos war 2021 von Real Madrid nach Paris gewechselt. In den folgenden zwei Jahren absolvierte er für die Hauptstädter dann 58 Pflichtspiele (sechs Tore).
Nach der Zeit bei PSG war Ramos im Sommer 2023 zum FC Sevilla zurückgekehrt. Bei dem Traditionsverein aus Andalusien spielte er einst schon im Nachwuchs und schaffte dort als Teenager den Sprung zum Profi, ehe er 2005 nach Madrid wechselte.
Sergio Ramos hat wohl noch einen großen Traum im Hinterkopf
Ramos' Rückkehr nach Sevilla dauerte nur ein Jahr, nach einigen Monaten ohne Verein hatte sich der Spanier dann im Februar 2025 dem mexikanischen Topklub CF Monterrey angeschlossen. Zu Jahresbeginn kehrte er Mexiko schon wieder den Rücken und peilt seither eine Rückkehr nach Europa an.
Im November war berichtet worden, dass Ramos damit unter anderem die Hoffnung verbindet, es noch in Spaniens Kader für die WM im Sommer zu schaffen. Ein vermutlich aussichtsloses Unterfangen, schließlich hatte Ramos das bisher letzte seiner insgesamt 180 Länderspiele vor knapp fünf Jahren im März 2021 absolviert und war seither nicht mehr nominiert worden. Zudem hatte ihn Nationaltrainer Luis de la Fuente regelrecht dazu gedrängt, im Februar 2023 seinen Rücktritt aus der Furia Roja offiziell zu machen und dürfte daher kaum offen für ein Ramos-Comeback mit bald 40 Jahren sein.
Sich bei einer Unterschrift in Marseille dort rasch einen Stammplatz zu erarbeiten, erscheint für Ramos angesichts der guten Besetzung im Abwehrzentrum der Südfranzosen kompliziert. Mit Nayef Aguerd, Benjamin Pavard, Leonardo Balerdi oder Facundo Medina verfügt Marseilles Trainer Roberto De Zerbi schließlich über mehrere Innenverteidiger von Top-Format.
IMAGO / Nicolo CampoSergio Ramos: Seine bisherigen Stationen als Profi
- 2004 bis 2005: FC Sevilla
- 2005 bis 2021: Real Madrid
- 2021 bis 2023: Paris Saint-Germain
- 2023 bis 2024: FC Sevilla
- Februar bis Dezember 2025: CF Monterrey



