Wer gewinnt die WM 2018? Die Favoriten und Geheimfavoriten auf den Weltmeistertitel in Russland

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Endlich ist es so weit, die WM 2018 in Russland steht vor der Tür! Goal schaut sich im Vorfeld des Turniers den Favoritenkreis mal genauer an.

In den kommenden Wochen beschäftigt die Fußball-Fans rund um den Globus diese eine entscheidende Frage: Wer wird Weltmeister und holt sich bei der FIFA WM 2018 in Russland den Titel?

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Eine Frage, die vom Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien am 14. Juni bis zum großen Finale am 15. Juli in Moskau weltweit für Diskussionen sorgen wird. Schon im Vorfeld wird haarklein analysiert: Wer sind die Top-Favoriten? Wer zählt zum erweiterten Favoritenkreis? Welche Geheimtipps könnten für eine Überraschung sorgen?

Goal schaut sich den Favoritenkreis für das Gigantentreffen des Sommers in Russland mal ganz genau an.


WM 2018: Wer sind die Top-Favoriten?


Beim Blick auf die 32 teilnehmenden Nationen an der WM 2018 in Russland kristallisieren sich vier Mannschaften heraus, die man als Top-Favoriten auf den Titel bezeichnen kann: Deutschland als Titelverteidiger, Brasilien um Superstar Neymar, die mit unglaublich viel Talent ausgestatteten Franzosen und die wieder auf höchstem Level agierenden Spanier.


Top-Favorit bei der WM 2018: Deutschland


Germany 07062018

Zwar ohne 2014er Final-Held Mario Götze, den Bundestrainer Joachim Löw nicht in sein WM-Aufgebot berief, aber dennoch mit der Bürde des Titelverteidigers geht die DFB-Elf ins Turnier. Wie vor vier Jahren in Brasilien soll der Gewinn der Krone des Weltfußballs nur über Deutschland gehen.

Seit 2006 hat Deutschland bei großen Turnieren immer mindestens das Halbfinale erreicht - und sich unter Löw zu einem Team entwickelt, dass nicht nur kratzen, beißen und effektiv sein kann, sondern auch für Spielkultur und Kreativität steht. Eben jene Aspekte ließ das Team allerdings beim 0:1 im Härtetest gegen Brasilien Ende März als auch im verlorenen Freundschaftsspiel gegen Österreich (1:2) letzte Woche merklich vermissen.

So könnte Deutschland spielen (4-2-3-1):

  • Neuer
  • Kimmich, Boateng, Hummels, Hector
  • Kroos, Khedira - Müller, Özil, Reus
  • Werner

Das DFB-Team wird dennoch von beinahe jedem Experten genannt, wenn es um die heißesten Anwärter auf den WM-Titel geht. Zurecht, vor allem wegen der Breite im Kader und der Weltklasse, die auf fast allen Positionen der Startelf garantiert ist. Fragezeichen sind dennoch auch kurz vor Turnierbeginn noch vorhanden: Etwa die Form Manuel Neuers, der als Nummer eins nach Russland reisen wird, wegen seines Mittelfußbruchs aber seit September 2017 ohne Pflichtspiel ist. Oder die letzte Durchschlagskraft der Offensive um Spielmacher Mesut Özil und den jungen Stoßstürmer Timo Werner.

Deutschland bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Deutschlands Gruppe ist sicherlich nicht einfach, kommt mit Auftaktgegner Mexiko, den Schweden und Südkorea aber machbar daher. Der erste dicke Brocken dürfte erst im Viertelfinale warten, wo es möglicherweise zu einem Duell mit den starken Belgiern kommen könnte.

Deutschlands Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Viertelfinale (Aus nach 0:3 gegen Kroatien)
2002 in Japan und Südkorea Vize-Weltmeister (0:2-Finalniederlage gegen Brasilien)
2006 in Deutschland Dritter (Halbfinal-Aus nach 0:2 n.V. gegen Italien, 3:1 im Spiel um Platz 3 gegen Portugal)
2010 in Südafrika Dritter (Halbfinal-Aus nach 0:1 gegen Spanien, 3:2 im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay)
2014 in Brasilien Weltmeister (1:0 n.V. im Finale gegen Argentinien)

Top-Favorit bei der WM 2018: Spanien


Spain 05062018

Spanien hätte wahrscheinlich zwei WM-Kader nominieren können und würde mit beiden Teams zu den Favoriten gehören. Die Breite im Team von Trainer Julen Lopetegui ist beeindruckend, eine Achse mit Torhüter David De Gea, dem Innenverteidiger-Duo Gerard Pique und Sergio Ramos, den Mittelfeldstrategen Sergio Busquets und Andres Iniesta, den kreativen Geistern Isco, David Silva oder Thiago und Mittelstürmer Diego Costa macht die Furia Roja zum vielleicht sogar heißesten Anwärter auf den Titel.

So könnte Spanien spielen (4-3-2-1):

  • De Gea
  • Odriozola / Carvajal, Ramos, Pique, Alba
  • Busquets, Iniesta, Thiago
  • David Silva, Isco - Diego Costa

Die Spanier hatten bei den letzten beiden großen Turnieren enttäuscht, schieden 2014 in Brasilien als Titelverteidiger bereits in der Vorrunde aus und strichen bei der EM 2016 nach der Achtelfinal-Pleite gegen Italien die Segel. In Russland scheinen die Iberer aber wieder voll auf der Höhe zu sein, wobei der Kern mit Spielern wie Pique, Ramos, Iniesta, Busquets oder Silva immer noch geprägt ist von Akteuren, die schon die goldene spanische Ära zwischen 2008 und 2012 begründeten.

Spanien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

2018 hat es Spanien in Gruppe B mit Portugal, Marokko und dem Iran zu tun, das Weiterkommen dürfte normalerweise ein Selbstläufer sein. Im Achtelfinale könnte man auf Gastgeber Russland treffen, im Viertelfinale könnte es zum Kracher gegen Argentinien kommen. Die Albiceleste - damals jedoch ohne Superstar Lionel Messi angetreten - hatte Spanien bei einem Testspiel im März mit 6:1 vermöbelt.

Spaniens Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Vorrunden-Aus (Niederlage gegen Nigeria, Remis gegen Paraguay, Sieg gegen Bulgarien)
2002 in Japan und Südkorea Viertelfinale (Aus nach Elfmeterschießen gegen Südkorea)
2006 in Deutschland Achtelfinale (Aus nach 1:3-Niederlage gegen Frankreich)
2010 in Südafrika Weltmeister (1:0 n.V. im Finale gegen Holland)
2014 in Brasilien Vorrunden-Aus (Niederlagen gegen Holland und Chile, Sieg gegen Australien)

Top-Favorit bei der WM 2018: Brasilien


Brazil 25052018

Er hat es rechtzeitig geschafft! Superstar Neymar, der seit Februar wegen eines Haarrisses im Mittelfußknochen kein Spiel mehr für PSG bestritten hatte, kann Brasilien bei der WM in Russland von Beginn an helfen. Beim Testspielsieg gegen Kroatien Anfang Juni feierte der 26-Jährige sein Comeback und erzielte gleich ein Tor.

Wie schon 2014 im eigenen Land, als nach der berühmten 1:7-Klatsche gegen Deutschland ohne den verletzt ausfallenden Superstar im Halbfinale Schluss war, ruht auch 2018 ein Großteil der Erwartungen auf Neymar. Und wenngleich Selecao-Legende Pele zuletzt besorgt feststellte, dass Brasilien noch kein Team sei, hat man diesmal mehr Qualität im Kader als vor vier Jahren.

Brasilien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

So hat Neymar in der Offensive etwa Unterstützung von Barcas Philippe Coutinho, Chelseas Willian und wahlweise City-Youngster Gabriel Jesus oder Liverpool-Torjäger Roberto Firmino. Das Mittelfeld um Barcas Paulinho oder Real-Abräumer Casemiro ist deutlich stärker besetzt als bei der Heim-WM und auch die Defensivreihe um Keeper Alisson, Thiago Silva oder Marcelo kann sich trotz des Ausfalls von Rechtsverteidiger Dani Alves sehen lassen.

So könnte Brasilien spielen (4-2-3-1):

  • Alisson
  • Danilo, Thiago Silva, Miranda, Marcelo
  • Casemiro, Paulinho - Willian, Coutinho, Neymar
  • Gabriel Jesus

Mit der Schweiz, Serbien und Costa Rica hat Brasilien eine zwar nicht zu unterschätzende, aber machbare Gruppe erwischt. Wird man Erster, könnte im Viertelfinale ein Klassiker gegen England warten.

Brasiliens Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Vize-Weltmeister (0:3-Finalniederlage gegen Frankreich)
2002 in Japan und Südkorea Weltmeister (2:0 im Finale gegen Deutschland)
2006 in Deutschland Viertelfinale (Aus nach 0:1-Niederlage gegen Frankreich)
2010 in Südafrika Viertelfinale (Aus nach 1:2-Niederlage gegen Holland)
2014 in Brasilien Vierter (Halbfinal-Aus nach 1:7 gegen Deutschland, 0:3 im Spiel um Platz 3 gegen Holland)

Top-Favorit bei der WM 2018: Frankreich


France 30052018

20 Jahre nach dem bisher einzigen WM-Triumph - damals im eigenen Land und angeführt von Superstar Zinedine Zidane - könnte Frankreich wieder bereit sein für die Krone des Weltfußballs. Bei der Heim-EM 2016 nach unglücklicher Final-Niederlage gegen Portugal den Titel knapp verpasst, will die Elf von Trainer Didier Deschamps diesmal zum ganz großen Wurf ansetzen.

Im Tor ist Hugo Lloris seit Jahren eine Konstante, mit Samuel Umtiti und Raphael Varane haben die Franzosen endlich auch wieder ein Innenverteidiger-Duo von absolutem Weltklasse-Format. Auf den defensiven Außenbahnen hinkt die Besetzung den übrigen Positionen zwar etwas hinterher - in Mittelfeld und Offensive ist Frankreich mit N'Golo Kante, Paul Pogba, Ousmane Dembele, Kylian Mbappe oder Antoine Griezmann auf jeden Fall eines der Teams mit der größten Ansammlung von Talent.

So könnte Frankreich spielen (4-3-3):

  • Lloris
  • Sidibe, Varane, Umtiti, Mendy
  • Kante, Matuidi, Pogba
  • Mbappe, Griezmann, Giroud

Fehlte es Pogba, Griezmann und Co. vor vier Jahren in Brasilien, als man gut spielte und im Viertelfinale äußerst unglücklich am späteren Weltmeister Deutschland scheiterte, vielleicht noch etwas an Erfahrung, scheint die Equipe Tricolore diesmal für alle Eventualitäten gerüstet.

Frankreich bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Mit Dänemark, Peru und Australien hat Frankreich zudem Gruppengegner erwischt, gegen die man sich das eine oder andere Startproblem leisten könnte und wohl trotzdem den Sprung ins Achtelfinale schafft. Wird man Gruppenerster, könnte es im Viertelfinale dann zur Neuauflage des EM-Endspiels gegen Portugal kommen.

Frankreichs Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Weltmeister (3:0 im Finale gegen Brasilien)
2002 in Japan und Südkorea Vorrunden-Aus (Remis gegen Uruguay, Niederlagen gegen Senegal und Dänemark)
2006 in Deutschland Vize-Weltmeister (Final-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Italien)
2010 in Südafrika Vorrunden-Aus (Remis gegen Uruguay, Niederlagen gegen Mexiko und Südafrika)
2014 in Brasilien Viertelfinale (Aus nach 0:1-Niederlage gegen Deutschland)

WM 2018: Wer sind die Mitfavoriten?


Hinter den vier Top-Favoriten lauern vier Länder, die zwar nicht zu den absolut heißesten Anwärtern auf den WM-Titel 2018 zählen, die man aber dennoch zum Favoritenkreis zählen sollte: Zu den Mitfavoriten gehören Belgiens Goldene Generation, Europameister Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und seine Argentinier sowie Fußball-Mutterland England.


Mitfavorit bei der WM: Argentinien


Argentina 07062018

Für Superstar Lionel Messi, der Ende Juni sein 31. Lebensjahr vollendet, ist es vielleicht die letzte Chance, es seinem Vorgänger Diego Maradona gleichzutun und Argentinien zu einem WM-Titel zu führen. Vor vier Jahren in Brasilien war er ganz nahe dran, musste sich im Finale aber dem DFB-Team geschlagen geben.

Natürlich hängt auch 2018 in Russland wieder sehr viel von Messi ab - vielleicht zu viel. Zwar hat Argentinien in der Offensive mit Paulo Dybala, Gonzalo Higuain, Sergio Agüero oder Angel Di Maria viele weitere Ausnahmekönner zur Verfügung. Den Beweis, dass sie gemeinsam optimal funktionieren, blieben sie bisher aber stets schuldig.

So könnte Argentinien spielen (4-2-3-1):

  • Caballero
  • Salvio, Otamendi, Fazio, Tagliafico
  • Mascherano, Lo Celso - Pavon, Messi, Di Maria
  • Higuain

So mühte sich die Albiceleste auch durch die WM-Qualifikation, löste das Ticket erst am letzten Spieltag durch einen 3:1-Sieg in Ecuador. Messi war dabei mit allen drei Treffern natürlich mal wieder der entscheidende Mann und holte die Kohlen aus dem Feuer.

Argentinien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Zu den Top-Favoriten zählt der amtierende Vize-Weltmeister in Russland daher nicht. Dennoch ist die Qualität Argentiniens so hoch, dass ihnen der große Wurf durchaus zuzutrauen ist, wenn alles optimal läuft. Aber: Schon die Vorrundengruppe wird mit Kroatien, Nigeria und Island kein Selbstläufer, ist eine der schwersten der acht Gruppen. Und: Im Viertelfinale könnten die Spanier warten, denen man im Testspiel im März krachend mit 1:6 unterlag.

Argentiniens Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Viertelfinale (Aus nach 1:2-Niederlage gegen Holland)
2002 in Japan und Südkorea Vorrunden-Aus (Niederlage gegen England, Remis gegen Schweden, Sieg gegen Nigeria)
2006 in Deutschland Viertelfinale (Aus nach Elfmeterschießen gegen Deutschland)
2010 in Südafrika Viertelfinale (Aus nach 0:4-Niederlage gegen Deutschland)
2014 in Brasilien Vize-Weltmeister (0:1-Finalniederlage gegen Deutschland)

Mitfavorit bei der WM: Portugal


Cristiano Ronaldo Portugal 05062018

Ähnlich viel wie bei den Argentiniern von Messi hängt bei den Portugiesen von Cristiano Ronaldo ab. Ist der Superstar von Real Madrid in der Lage, die Nationalelf nach dem hart erkämpften EM-Titel 2016 auch bei einer WM mal zum ganz großen Wurf zu führen?

Portugal bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Wie vor zwei Jahren in Frankreich müsste nun auch in Russland aber sehr viel optimal für Portugal laufen, damit der Traum vom WM-Triumph wahr werden kann. Klar hat das Team auch abgesehen von Ronaldo Qualität, zum Beispiel mit Sportings William Carvalho und Bruno Fernandes im Mittelfeld, Valencia-Shootingstar Goncalo Guedes oder City-Techniker Bernardo Silva. Ausreichend für einen WM-Titel scheint das aber nicht zwingend.

Zumal das Abwehrzentrum um Pepe, Jose Fonte oder Bruno Alves mittlerweile arg in die Jahre gekommen ist und Benfica-Talent Ruben Dias noch nicht bereit wirkt für die ganz große internationale Bühne.

So könnte Portugal spielen (4-4-2):

  • Patricio
  • Soares, Fonte, Pepe, Guerreiro
  • Carvalho, Moutinho, Fernandes, B. Silva
  • Ronaldo, A. Silva / Guedes

In der Gruppe dürfte Portugal Platz zwei hinter Spanien angesichts der machbaren weiteren Gegner Iran und Marokko sicher sein. Schon im Achtelfinale könnte dann mit Uruguay aber ein ganz harter Brocken auf Ronaldo und Co. warten.

Portugals Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich nicht qualifiziert
2002 in Japan und Südkorea Vorrunden-Aus (Niederlagen gegen USA und Südkorea, Sieg gegen Polen)
2006 in Deutschland Vierter (Halbfinal-Aus nach 0:1-Niederlage gegen Frankreich, 1:3 im Spiel um Platz 3 gegen Deutschland)
2010 in Südafrika Achtelfinale (Aus nach 0:1-Niederlage gegen Spanien)
2014 in Brasilien Vorrunden-Aus (Niederlage gegen Deutschland, Remis gegen Ghana, Sieg gegen USA)

Mitfavorit bei der WM: England


England 28052018

Lange hatten die Three Lions vor großen Turnieren kein Team mehr, das vom Potenzial her so gut war wie jenes nun vor der WM 2018. Trainer Gareth Southgate hat eine Mannschaft mit hoher fußballerischer Qualität beisammen, die durchaus das Zeug dazu hat, zu überraschen und um den WM-Titel mitzuspielen.

England bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Durchgehend noch junge, aber gleichzeitig bereits erfahrene Akteure wie Innenverteidiger John Stones, wie die Offensiv-Stars Dele Alli, Raheem Sterling oder Marcus Rashford machen Hoffnung, zudem hat England mit Harry Kane mal wieder einen Torjäger von absolutem Weltklasse-Format am Start. Und mit Tottenhams Eric Dier eine ordnende Hand auf der Sechs, die den Technikern vorne den Rücken frei hält.

So könnte England spielen (3-5-2):

  • Pickford
  • Walker, Cahill, Stones
  • Dier - Trippier, Rose - Alli, Rashford / Lingard
  • Sterling, Kane

In Gruppe G dürfte sich England mit Belgien um den Gruppensieg streiten, die anderen Gegner aus Tunesien und Panama sollten im Normalfall keine allzu großen Hürden darstellen. Der weitere Verlauf des Turniers hängt dann auch von der Platzierung in der Vorrunde ab, im Viertelfinale winken dann - je nachdem, ob Erster oder Zweiter in der Gruppe - Klassiker gegen Brasilien oder Deutschland.

Englands Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Achtelfinale (Aus nach Elfmeterschießen gegen Argentinien)
2002 in Japan und Südkorea Viertelfinale (Aus nach 1:2-Niederlage gegen Brasilien)
2006 in Deutschland Viertelfinale (Aus nach Elfmeterschießen gegen Portugal)
2010 in Südafrika Achtelfinale (Aus nach 1:4-Niederlage gegen Deutschland)
2014 in Brasilien Vorrunden-Aus (Niederlagen gegen Italien und Uruguay, Remis gegen Costa Rica)

Mitfavorit bei der WM: Belgien


Belgium 28052018

Schon vor der WM 2014 und der EM 2016 als Geheimfavorit gehandelt, zählt Belgien diesmal zum engeren Favoritenkreis. Ist die Goldene Generation der Roten Teufel nun bereit, ernsthaft den Titelgewinn anzupeilen?

Die individuelle Qualität dafür scheint vorhanden: Mit Chelseas Thibaut Courtois einer der weltbesten Torhüter im Kasten, eine erstklassige Defensivreihe mit den Premier-League-Stars Vincent Kompany, Jan Vertonghen und Toby Alderweireld, Routine im Mittelfeldzentrum mit Axel Witsel oder Mousa Dembele, Genialität im Spiel nach vorne mit Kevin De Bruyne, Eden Hazard oder Dries Mertens. Und mit Romelu Lukaku einen Weltklasse-Torjäger im Sturmzentrum.

So könnte Belgien spielen (3-4-2-1):

  • Courtois
  • Alderweireld, Kompany, Vertonghen
  • Meunier, Witsel, De Bruyne, Carrasco
  • E. Hazard, Mertens
  • Lukaku

Zudem können die Belgier auf die Unterstützung des 1998er Weltmeisters Thierry Henry bauen, der Franzose steht Chefcoach Roberto Martinez als Co-Trainer zur Seite. Durch die Quali spazierte Belgien mit neun Siegen und einem Remis, wurde vor Griechenland und Bosnien klar Erster.

Belgien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Bei der WM nun in Gruppe G gemeinsam mit den Engländern (weitere Gegner: Panama und Tunesien) klarer Favorit aufs Weiterkommen. Wird man Zweiter, könnte im Viertelfinale das Duell mit Weltmeister Deutschland warten.

Belgiens Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Vorrunden-Aus (Remis gegen Holland, Mexiko und Südkorea)
2002 in Japan und Südkorea Achtelfinale (Aus nach 0:2-Niederlage gegen Brasilien)
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika nicht qualifiziert
2014 in Brasilien Viertelfinale (Aus nach 0:1-Niederlage gegen Argentinien)

WM 2018: Wer sind die Geheimfavoriten?


Neben den acht Top- oder Mitfavoriten gibt es auch im Vorfeld der WM 2018 wieder die Teams, die als Überraschungen, als sogenannte Geheimfavoriten gehandelt werden. Zu nennen sind hier diesmal: Kroatien mit Ausnahmekönnern wie Luka Modric oder Ivan Rakitic, Uruguay um das Mega-Sturmduo Edinson Cavani und Luis Suarez, die bestens organisierte und von Arsenals Granit Xhaka angeführte Schweiz sowie die spielfreudigen Kolumbianer um Bayern-Star James Rodriguez.


Geheimfavorit bei der WM: Kroatien


Croatia Jersey

Es ist die wohl letzte Chance von Kroatiens so starker, aber allmählich in die Jahre kommender Generation um Real-Star Luka Modric, Barca-Stratege Ivan Rakitic, Ivan Perisic, Dejan Lovren oder Mario Mandzukic, bei einer WM zu glänzen. Schon 2014 hatten die Kroaten ein starkes Team, scheiterten aber schon in der Gruppenphase hinter Mexiko und Brasilien.

Kroatien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

2018, 20 Jahre nach dem sensationellen dritten Platz bei der WM 1998, soll es nun endlich so weit sein, dass die 98er-Helden wie Davor Suker oder Zvonimir Boban auch bei einem WM-Turnier würdige Nachfolger bekommen. Die Qualifikation lief keineswegs reibungslos, als Zweiter hinter Island musste Kroatien in die Playoffs, wo man sich dann jedoch klar gegen Griechenland durchsetzte.

So könnte Kroatien spielen (4-2-3-1):

  • Subasic
  • Vrsaljko, Corluka, Lovren, Strinic
  • Brozovic, Rakitic - Rebic, Modric, Perisic
  • Mandzukic

Gelingt es Trainer Zlatko Dalic, aus vielen individuell hervorragenden Akteuren, zu denen auch Reals Mateo Kovacic oder der Frankfurter Ante Rebic zählen, eine echte Einheit zu formen, können die Kroaten in Russland durchaus überraschen. Schon die Gruppe ist allerdings schwer, mit Nigeria und Island liefert sich die Dalic-Elf vermutlich ein enges Rennen um Platz zwei hinter Argentinien.

Kroatiens Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Dritter (Halbfinal-Aus nach 1:2-Niederlage gegen Frankreich, 2:1 im Spiel um Platz 3 gegen Holland)
2002 in Japan und Südkorea Vorrunden-Aus (Niederlagen gegen Mexiko und Ecuador, Sieg gegen Italien)
2006 in Deutschland Vorrunden-Aus (Niederlage gegen Brasilien, Remis gegen Japan und Australien)
2010 in Südafrika nicht qualifiziert
2014 in Brasilien Vorrunden-Aus (Niederlagen gegen Brasilien und Mexiko, Sieg gegen Kamerun)

Geheimfavorit bei der WM: Uruguay


Uruguay 04062018

Um dieses Sturmduo beneiden die Urus wahrscheinlich sogar die besten Nationen: Edinson Cavani, in der abgelaufenen Saison 40 Pflichtspieltore für Paris Saint-Germain. Und Luis Suarez, 31 Pflichtspieltreffer für den FC Barcelona. Auf Cavani und Suarez ruhen nach relativ souveräner Qualifikation als Zweiter der Südamerika-Gruppe natürlich auch in Russland die größten Hoffnungen Uruguays.

Uruguay bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Aber das Team hat sicherlich noch mehr zu bieten als zwei der besten Angreifer der Welt. Atletico Madrids eingespieltes Innenverteidiger-Duo mit Routinier Diego Godin und Youngster Jose Gimenez zum Beispiel. Oder ganz viel Talent im Mittelfeldzentrum mit Juves Rodrigo Bentancur, Inters Matias Vecino und Sampdorias Lucas Torreira, dazu mit Fernando Muslera einen seit Jahren verlässlichen Keeper.

So könnte Uruguay spielen (4-4-2):

  • Muslera
  • Varela, Gimenez, Godin, Caceres
  • Nandez, Vecino, Bentancur, Rodriguez
  • Cavani, Suarez

Eine Konstante ist auch Trainer Oscar Tabarez, der schon seit 2006 im Amt ist und das Team stets mit ruhiger Hand führte. Bei der WM 2010 ging es bis ins Halbfinale, schließlich wurde Uruguay Vierter. Bei der WM in Brasilien vor vier Jahren war zwar etwas enttäuschend schon im Achtelfinale Schluss - diesmal soll es aber weiter hinausgehen.

Die Gruppengegner sind mit Russland, Saudi-Arabien und Ägypten vergleichsweise leicht. Kommt Uruguay in einen Lauf, ist die große Überraschung für die Südamerikaner durchaus drin.

Uruguays Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich nicht qualifiziert
2002 in Japan und Südkorea Vorrunden-Aus (Niederlage gegen Dänemark, Remis gegen Frankreich und Senegal)
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika Vierter (Halbfinal-Aus nach 2:3-Niederlage gegen Holland, 2:3 im Spiel um Platz 3 gegen Deutschland)
2014 in Brasilien Achtelfinale (Aus nach 0:2-Niederlage gegen Kolumbien)

Geheimfavorit bei der WM: Schweiz


Switzerland 08062018

Die Schweizer haben eine starke Truppe beisammen, die Trainer Vladimir Petkovic seit vier Jahren stetig immer weiter entwickelt hat und aus der viele wichtige Spieler gerade im besten Fußballeralter sind. Torhüter Yann Sommer (29), Mittelfeld-Chef Granit Xhaka (25), Abwehrorganisator Fabian Schär (26), Offensiv-Wirbler Xherdan Shaqiri (26) oder Stoßstürmer Haris Seferovic (26) etwa.

Angreichert wird der Kader mit hochveranlagten Youngsters wie Schalkes Breel Embolo, den Gladbachern Denis Zakaria und Nico Elvedi oder Dortmunds Manuel Akanji sowie Routiniers wie Stephan Lichtsteiner oder Valon Behrami. Mit dieser hervorragenden Mischung ist den Schweizern in Russland so manche Überraschung zuzutrauen.

So könnte die Schweiz spielen (4-2-3-1):

  • Sommer
  • Lichtsteiner, Schär, Akanji, Rodriguez
  • Behrami, Xhaka - Shaqiri, Dzemaili, Zuber / Embolo
  • Seferovic

Zumal die Nati schon bei den letzten beiden großen Turnieren überzeugte und jeweils nur sehr unglücklich im Achtelfinale an Argentinien (WM 2014) und Polen (EM 2016) scheiterte. Was jeweils und auch diesmal vielleicht fehlte, ist ein Torjäger auf absolutem Top-Niveau, Seferovic oder auch Josip Drmic und Mario Gavranovic genügen diesen Ansprüchen nicht.

Schweiz bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Die Gruppe der Schweizer bei der WM 2018 ist indes schwierig, aber machbar. Im Kampf um Platz zwei hinter Top-Favorit Brasilien dürften die Eidgenossen ihre Nase leicht vor den Serben und Costa Rica haben. Im Achtelfinale könnte dann Deutschland warten ...

Die Bilanz der Schweiz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich nicht qualifiziert
2002 in Japan und Südkorea nicht qualifiziert
2006 in Deutschland Achtelfinale (Aus nach Elfmeterschießen gegen Ukraine)
2010 in Südafrika Vorrunden-Aus (Sieg gegen Spanien, Niederlage gegen Chile, Remis gegen Honduras)
2014 in Brasilien Achtelfinale (Aus nach 0:1-Niederlage n.V. gegen Argentinien)

Geheimfavorit bei der WM: Kolumbien


Colombia 25052018

Kolumbien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights

Schon vor vier Jahren in Brasilien begeisterte Kolumbien, allen voran James Rodriguez machte auf sich aufmerksam und wurde WM-Torschützenkönig. Das Viertelfinal-Aus gegen den Gastgeber konnte aber auch er nicht verhindern, in Russland könnten die Kolumbianer nun jedoch wieder überraschen.

So könnte Kolumbien spielen (4-2-3-1):

  • Ospina
  • Arias, D. Sanchez, Mina, Mojica
  • C. Sanchez, Barrios - Cuadrado, James, Muriel
  • Falcao

Bayern-Star James ist auch diesmal der wichtigste Spieler, mit Tottenham-Verteidiger Davinson Sanchez, Monaco-Goalgetter Radamel Falcao oder Juves Juan Cuadrado hat das Team von Trainer Jose Pekerman aber weitere Akteure von internationalem Top-Format in seinen Reihen.

 

Kolumbien hat für die WM in Russland die wohl ausgeglichenste Gruppe gezogen, gilt in einer Staffel mit Polen, Senegal und Japan als Favorit auf den Gruppensieg. Im Achtelfinale würde dann wohl Belgien oder England warten - beide zwar Mitfavoriten, aber für Kolumbien nicht unschlagbar.

Kolumbiens Bilanz bei den letzten fünf WM-Turnieren:

1998 in Frankreich Vorrunden-Aus (Niederlagen gegen Rumänien und England, Sieg gegen Tunesien)
2002 in Japan und Südkorea nicht qualifiziert
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika nicht qualifíziert
2014 in Brasilien Viertelfinale (Aus nach 1:2-Niederlage gegen Brasilien)

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