Borussia Dortmund v FC St. Pauli - BundesligaGetty Images Sport

Muss der BVB um seinen Trainer bangen? Weltklub soll Interesse an Niko Kovac haben

Manchester United beschäftigt sich offenbar mit einer möglichen Verpflichtung von Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac im kommenden Sommer.

  • BVB: Manchester United hat Niko Kovac wohl für Sommer auf dem Zettel

    Wie der Transferexperte Rudy Galetti für das englische Portal TEAMtalk berichtet, hat United Kovac auf die Liste potenzieller langfristiger Nachfolger für den Anfang Januar entlassenen Ruben Amorim gesetzt. Bis Saisonende steht bei den Red Devils interimsmäßig noch Michael Carrick an der Seitenlinie, der in seinem ersten Spiel am Samstag einen 2:0-Derbysieg gegen Manchester City bejubeln durfte.

    United sehe in Kovac ein spannendes Trainerprofil und wolle den BVB-Coach in den kommenden Monaten genau beobachten, heißt es. Kontakt habe es bis dato allerdings noch nicht gegeben und die Engländer wollen ohnehin noch bis zum Frühjahr warten, ehe man sich konkret um den neuen Chefcoach bemüht.

    Neben Kovac werden einige weitere prominente Namen bei United gehandelt. Unter anderem der aktuelle englische Nationaltrainer Thomas Tuchel, der jüngst beim FC Chelsea entlassene Enzo Maresca oder Oliver Glasner sollen Thema bei den Verantwortlichen im Old Trafford sein. Letzterer hatte vor kurzem verkündet, dass er Crystal Palace mit Ablauf seines Vertrages am Saisonende verlassen wird.

  • Werbung
  • Borussia Dortmund v SV Werder Bremen - BundesligaGetty Images Sport

    BVB-Trainer Niko Kovac wurde wohl vom FC Chelsea kontaktiert

    Kovac hatte beim BVB Anfang Februar 2025 vom kurz zuvor entlassenen Nuri Sahin übernommen. In einer schwierigen Situation stabilisierte er die Borussia, führte sie noch in die Champions League und erhielt Ende August zur Belohnung einen neuen, bis 2027 datierten Vertrag.

    Obwohl der Kovac-Fußball Kritikern spielerisch zu mau ist, läuft es für den BVB auch in der aktuellen Saison gut. In der Bundesliga ist man Tabellenzweiter, in der Champions League haben die Dortmunder zudem noch alle Chancen, unter den Top-8 der Ligaphase zu landen und es damit direkt ins Achtelfinale der Königsklasse zu schaffen.

    Kovacs gute Arbeit beim BVB ist in England derweil wohl nicht nur Manchester United aufgefallen. So soll laut Galetti auch der FC Chelsea seine Fühler nach dem 54-Jährigen ausgestreckt haben, als man jüngst auf der Suche nach einem Maresca-Nachfolger war. Es gab demnach direkten Kontakt zwischen den Blues und Kovac, der jedoch umgehend absagte, da er Dortmund keinesfalls mitten in der Saison verlassen wollte. Chelsea installierte stattdessen Liam Rosenior als neuen Trainer.

  • Die Trainerstationen von Niko Kovac in der Übersicht

    • April 2011 - Juni 2012: Co-Trainer RB Salzburg
    • Januar - Oktober 2013: U21-Nationaltrainer Kroatien
    • Oktober 2013 - September 2015: A-Nationaltrainer Kroatien
    • März 2016 - Juni 2018: Cheftrainer Eintracht Frankfurt
    • Juli 2018 - November 2019: Cheftrainer FC Bayern München
    • Juli 2020 - Januar 2022: Cheftrainer AS Monaco
    • Juli 2022 - März 2024: Cheftrainer VfL Wolfsburg
    • seit Februar 2025: Cheftrainer Borussia Dortmund

Häufig gestellte Fragen

Er kam am 15. Oktober 1971 in West-Berlin zur Welt. Aufgewachsen ist er ebenfalls dort – als Sohn kroatischer Einwanderer.

Niko Kovac blickt auf eine lange Karriere als Profifußballer zurück. Ab 1991 war der Kroate im Profibereich aktiv, ehe er 2009 seine Laufbahn beendete.

Niko Kovac begann seine fußballerische Laufbahn in der Jugend von Rapide Wedding. 1989 wechselte der Kroate zu Hertha 03 Zehlendorf, ehe er zwei Jahre später bei Hertha BSC in der 2. Bundesliga anheuerte. Dort reifte er zum Profi und schloss sich 1996 Bayer Leverkusen an, für das er drei Jahre lang spielte.

Nach zwei Spielzeiten beim Hamburger SV (1999–2001) wechselte Kovac zum FC Bayern München, wo er bis 2003 aktiv war und insgesamt drei Titel gewann: 2001 den Weltpokal sowie 2003 das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal.

Anschließend kehrte er zu Hertha BSC zurück – und damit zu seinem ersten Profiklub. Nach drei weiteren Saisons in Berlin wechselte er nach Österreich zu RB Salzburg, wo er 2009 seine aktive Karriere beendete.

 


Vier Titel hat Niko Kovac bislang in seiner Trainerkarriere gewonnen. Seinen ersten Titel holte er 2018: Damals sicherte sich der Kroate mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. 

Nach seinem Wechsel zum FC Bayern München gewann er in der Saison 2018/19 zunächst den Supercup. Unter Kovac als Cheftrainer konnten sich die Münchner zum Saisonende das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal sichern. 

Sowohl als Trainer als auch als Spieler konnte Niko Kovac einige Erfolge feiern. Die Champions League hat er bislang jedoch noch nicht gewonnen.

Sechs Cheftrainerposten hat Niko Kovac in seiner Karriere bislang inne gehabt. Nach seiner Berufung als Trainer der kroatischen Nationalmannschaft war Kovac für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern München, AS Monaco und den VfL Wolfsburg tätig. Aktuell ist der Kroate beim BVB als Trainer unter Vertrag.

Vor allem während seiner Zeit an der Seitenlinie des FC Bayern München, aber auch in der kroatischen Nationalmannschaft hat Kovac einige Stars trainiert. Unter Kovac liefen bei den Bayern Topspieler wie Arjen Roben, Franck Ribery, Thomas Müller, Manuel Neuer, Robert Lewandowski oder Mats Hummels auf.  Bei Kroatien trainierte Kovac zudem Stars wie Luka Modric oder Ivan Rakitic. 

Zahlen nennt er nicht. Bei Wolfsburg lag sein Jahresgehalt bei etwa 4 Millionen Euro, in Dortmund soll es laut Medien bei rund 3,5 Millionen liegen – brutto, versteht sich.

Er hat eine Tochter – ihr Name ist Laura. Weitere Kinder sind nicht bekannt.

Seit 1999 ist er verheiratet – mit seiner Jugendliebe aus Schulzeiten. Ihr Name ist in der Öffentlichkeit nicht präsent, die Beziehung gilt aber als beständig.

Niko Kovac wurde in seiner Karriere noch nie zum Welttrainer des Jahres gekürt. Bei der seit 2010 jährlich von der FIFA vergebenen Auszeichnung landete der Kroate bislang auch noch nicht unter den ersten drei.

Ein offizieller Spitzname ist nicht überliefert. Die Medien nennen ihn schlicht bei seinem Namen – Niko Kovac. Alles andere wäre auch unnötig gewesen.

0