Vinicius Junior Real Madrid 2026Getty Images

Bei zwei Namen wird es besonders laut: Real Madrids Fans pfeifen ihre eigenen Spieler im Bernabeu gnadenlos aus

Viele Fans von Real Madrid haben sich zunächst nicht an den Appell von Interimstrainer Alvaro Arbeloa gehalten. Sie pfiffen ihre Stars vor dem LaLiga-Heimspiel am Samstagnachmittag gegen UD Levante aus.

  • Als die Vornamen der Spieler in Arbeloas Startaufstellung im Santiago Bernabeu verkündet wurden, pfiffen und buhten die Anhänger an der Stelle, an der sie sonst die Nachnamen ihrer Helden brüllen. Besonders laut wurden sie bei Jude Bellingham und Vinicius Junior, zwei Reizfiguren während der sportlichen Talfahrt in den vergangenen Wochen. Außerdem gab es für die Spieler der Hausherren beim Aufwärmen weitere Pfiffe, Vini Jr. wurde während der Partie bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

    Mit diesen Unmutsbekundungen kurz vor dem Anpfiff erfüllte sich ein Wunsch Arbeloas nicht. Er hatte bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung Verständnis für unzufriedene Fans nach den jüngsten Vorstellungen geäußert. Gleichzeitig betonte er aber, dass er hoffe, es komme nicht zu Pfiffen, sondern zu aufmunternden Aktionen für seine Schützlinge.

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  • Real Madrid CF v Levante UD - LaLiga EA SportsGetty Images Sport

    Alvaro Arbeloa hoffte auf Unterstützung durch die Real-Fans

    Arbeloa sagte: "Ich respektiere die Meinung des Bernabeu sehr. Ich verstehe, dass die Madridistas verletzt und enttäuscht von uns sind. Aber ich will sie um Unterstützung für ihre Spieler bitten. In 123 Jahren von Real Madrid wurden die großen Titel eingefahren, als das Bernabeu hinter seinen Spielern stand."

    Weiter erinnerte der Ex-Profi: "Juanito sagte einst: '90 Minuten im Bernabeu sind sehr lang.' Er sagte nicht: '90 Minuten gegen die Spieler von Real Madrid'. Die Fans sollen trotz der Enttäuschung an unserer Seite sein und uns unterstützen."

    Von den Rängen gab es nicht nur Kritik an den Spielern, auch für den mächtigen Klubchef Florentino Perez wurde es unschön. In der sechsten Spielminute hallten Rücktrittsforderungen in Richtung des Präsidenten in Form von "Florentino-dimision"-Sprechchören durch die Arena.

    Als die Spieler beim Stand von 0:0 zur Halbzeit in die Kabine gingen schwenkten einige Fans zudem weiße Taschentücher. In Spanien ist das ein Zeichen für Unmut und Protest ("Panolada").

  • Arbeloa feiert ersten Sieg als Cheftrainer von Real Madrid

    Immerhin sportlich betrieben die Königlichen ein wenig Wiedergutmachung. Nach der blamablen 2:3-Pleite in der Copa del Rey gegen Zweitligist Albacete Balompie gewannen die Königlichen mit 2:0 (0:0) gegen UD Levante und bescherten Arbeloa den ersten Erfolg.

    Nach der enttäuschenden ersten Halbzeit gegen den Tabellenvorletzten sorgte Mbappe mit einem selbst herausgeholten und anschließend verwandelten Foulelfmeter (58.) für ein wenig bessere Stimmung. Raul Asencio (65.) sorgte per Kopf für die Entscheidung.

    Hinter Real liegen turbulente Tage: Nach der verlorenen Supercopa im Finale gegen Erzrivale FC Barcelona (2:3) trennte sich der Edelklub von Cheftrainer Xabi Alonso. Castilla-Coach Arbeola wurde sein Nachfolger.

  • Die Rekordtransfers von Real Madrid:

    1. Jude Bellingham: Kam 2023 für 127 Millionen Euro Ablöse von Borussia Dortmund
    2. Eden Hazard: Kam 2019 für 120,8 Millionen Euro Ablöse vom FC Chelsea
    3. Gareth Bale: Kam 2013 für 101 Millionen Euro Ablöse von Tottenham Hotspur
    4. Cristiano Ronaldo: Kam 2009 für 94 Millionen Euro Ablöse von Manchester United
    5. Aurelien Tchouameni: Kam 2022 für 80 Millionen Euro Ablöse von der AS Monaco
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