Ja, es gab auch vergangene Saison schon Störfeuer bei Manchester United, Cristiano Ronaldo lässt grüßen. Dennoch führte Erik ten Hag die Red Devils in seinem ersten Jahr im Old Trafford auf einen guten dritten Platz in der Premier League, schaffte damit die Qualifikation zur Champions League und holte mit dem Carabao Cup sogar einen Titel.
Dementsprechend optimistisch war man eigentlich, dass United in dieser Saison den nächsten Schritt gehen würde. Bislang ist davon aber wenig zu sehen.
In der Liga steht man nach acht Spielen schon bei vier Niederlagen und auf Platz 10. Nach den Pleiten gegen die Top-Teams Tottenham, Arsenal und Brighton schmerzte vor allem das 0:1 zuhause gegen Crystal Palace Ende September.
Wer weiß, ob ten Hag nicht schon deutlich offensiver zur Debatte stehen würde, hätten die beiden Tore von Scott McTominay in der Nachspielzeit gegen Brentford vor der Länderspielpause nicht gerade noch so eine weitere bittere Niederlage verhindert.
So hat der Niederländer seinen Job wohl vorerst noch relativ sicher. Dennoch gibt es hier und da auch abgesehen von den Ergebnissen Zweifel an seiner Eignung für einen Klub der Größenordnung Manchester Uniteds. "Welche Erfahrung hat dieser Trainer? Arbeiten mit junge Talenten! Dann kommt er zu United und da gibt es eine andere Mentalität", sagte Ex-United-Stürmer Zlatan Ibrahimovic zuletzt bei Piers Morgan Uncensored.
Hinzu kommen mehrere Probleme abseits des Platzes wie zum Beispiel der öffentliche Streit mit Offensivstar Jadon Sancho. Und sportlich ist klar, dass aus den kommenden beiden Partien zwingend zwei Siege her müssen, will ten Hag zumindest einigermaßen ruhig weiterarbeiten: Zunächst geht es in der Liga zu Schlusslicht Sheffield United. Dann steht das Champions-League-Spiel zuhause gegen Kopenhagen an, in dem man nach den beiden Niederlagen zum CL-Start unbedingt drei Punkte holen muss.