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WM: Warum fehlt Thiago bei Spanien?

13:24 MEZ 06.12.22
THIAGO SPAIN
Bei der spanischen Nationalmannschaft ist seit Jahren das Mittelfeld ein Prunkstück. Bei dieser WM fehlt jedoch mit Thiago ein großer Name.

Thiago, spanischer Akteur des FC Liverpool, gehört seit Jahren zu den besten zentralen Mittelfeldspielern der Welt. Mit dem FC Bayern gewann er 2020 das Triple und insgesamt sieben deutsche Meisterschaften. Doch in der spanischen Nationalmannschaft spielt der 31-Jährige die Weltmeisterschaft in Katar nicht, Thiago fehlt im Aufgebot der Furia Roja. GOAL erklärt, warum.

WM: Warum fehlt Thiago bei Spanien?

Der 46-fache Nationalspieler Spaniens wurde schlichtweg von Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique nicht nominiert. Im Mittelfeld Spaniens setzte der 52-Jährige auf andere Kandidaten. Sergio Busquets, Rodri, Pedri, Gavi, Koke, Carlos Soler und Marcos Llorente stehen im Aufgebot der Furia Roja.

WM: Wie reagierte Thiago auf das WM-Aus?

Thiago gab keine öffentliche Stellungnahme zu seiner Nicht-Nominierung ab. Der Spanier verweilt momentan mit seiner Ehefrau in Amerika, vor knapp einer Woche postete er ein Selfie von einem Spiel der Los Angeles Lakers.

WM: Wann machte Thiago sein letztes Länderspiel?

Seit der Europameisterschaft 2020 spielt Thiago in der spanischen Nationalmannschaft nicht mehr. Sein letztes Spiel absolvierte er im EM-Halbfinale gegen Italien, welches Spanien im Elfmeterschießen gegen den späteren Europameister verlor.

Warum ist Thiago nicht bei der WM 2022 dabei? Der Vorbericht zu Spanien vs. Marokko

Alvaro Morata streute nochmals Salz in die tiefe deutsche Wunde. Jene spanische Niederlage gegen Japan, die das schmerzvolle Ende des schwarz-rot-goldenen WM-Traums besiegelte, sei ja "gar nicht so schlimm", erzählte der Angreifer der Zeitung As: "Zum Glück ist der Fehler passiert, als es noch eine Chance gab. Wäre es eine Runde später passiert, hätten wir vier Jahre lang geweint."

Während die DFB-Spieler bereits im Urlaub weilen, stehen Spanien die Türen in Katar plötzlich offener denn je. Dank Gruppenplatz zwei meidet die Furia Roja bis zum Finale die vermeintlich höchste Hürde Brasilien, auch die Achtelfinal-Aufgabe gegen Marokko am Dienstag (16 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) wirkt dankbar. Doch es bleiben Zweifel an der Leistungsfähigkeit des bislang sehr unbeständigen Teams.

War das 1:2 gegen Japan wirklich nur ein einmaliger Ausrutscher? Lag die blutleere Vorstellung tatsächlich nur an der fehlenden Ernsthaftigkeit? Oder fehlt es den nimmermüden Passmaschinen am nötigen Killerinstinkt? Bei Lionel Messi stehen die Iberer jedenfalls weiter dick auf dem Favoritenzettel. Spanien, "trotz der Art und Weise, wie sie weitergekommen sind", habe bei Ballbesitz eine klare Idee, schwärmte der argentinische Superstar.

Die Niederlage zum Gruppenabschluss soll "eine Warnung" sein, betonte Trainer Luis Enrique. Minuten "völliger Unbeherrschtheit, ja sogar Panik - Kollapsmodus" dürfe sich das drittjüngste Team des Turniers nicht mehr leisten. Auch nicht gegen einen Außenseiter wie Marokko. "Sie haben sich in einer sehr starken Gruppe durchgesetzt und sind die Überraschung der WM. Es wird sicher ein hartes Spiel", führte der Coach aus.

Es gehe um "Details", ergänzte Abwehrchef Rodri. Es gelte, "ohne großes Risiko zu spielen, einen kühlen Kopf zu bewahren" und an die eigene Spielweise zu glauben. Die funktionierte beim 7:0 gegen Costa Rica und bis zur 70. Minute gegen Deutschland schließlich prächtig. Doch sowohl im Duell mit dem DFB-Team als auch gegen Japan mündete die eigene Führung in bedenklicher Passivität und Kontrollverlust.

"Wir müssen uns verbessern", mahnte Enrique deshalb. Es sei "nicht einfach, damit umzugehen", wenn der Gegner bei Rückstand alles riskiere. "Aber wir werden Lösungen suchen und finden." Bei einem gemeinsamen Grillfest wurde vor dem Achtelfinale der für schwierige Situationen besonders wichtige Teamgeist beschworen. Es gehe darum "zu ertragen, wenn der Gegner einen mal dominiert", erklärte Toptalent Ansu Fati.

Die Vorrunde sei komplett abgehakt, betonte Morata. "Wir müssen jeden Tag so nutzen, als wäre es unser letzter", sagte der schon dreimal erfolgreiche Stürmer: "Von nun an ist jedes Spiel ein Endspiel." Für die deutsche Mannschaft kommt diese spanische Einstellung ein paar Tage zu spät. (SID)

WM: Der Kader von Spanien

Folgende Spieler nominierte Spaniens Nationalcoach Luis Enrique für die Weltmeisterschaft in Katar. In diesem Jahr dürfen die WM-Teams erstmals 26 anstatt 23 Spieler mit zum Turnier nehmen.

Name

Klub

Robert Sánchez

Brighton

David Raya

Brentford

Unai Simón

Athletic Bilbao

César AzpilicuetaChelsea
Hugo GuillamónValencia
Pau TorresVillarreal
Eric GarcíaBarcelona
Alex BaldeBarcelona
Dani CarvajalReal Madrid
Jordi AlbaBarcelona
Aymeric LaporteManchester City
Sergio BusquetsBarcelona
Marcos LlorenteAtlético Madrid
PedriBarcelona
RodriManchester City
KokeAtlético Madrid
GaviBarcelona
Carlos SolerPSG
Dani OlmoRB Leipzig
Álvaro MorataAtlético Madrid
Yéremy PinoVillarreal
Ferran TorresBarcelona
Marco AsensioReal Madrid
Pablo SarabiaPSG
Nico WilliamsAthletic Club
Ansu FatiBarcelona